Waldbegang der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
„Mehr Geld in die Forschung zum Schutz der Wälder investieren“
FDP plädiert zum Umdenken beim Thema Aufforstung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Trockenheit und Borkenkäfer machen dem Wald zu schaffen. Daher hatte die Stadtverwaltung zu einem Waldbegang eingeladen.
Um die dramatischen Probleme in den Griff zu bekommen, fordert der Fraktionsvorsitzende der FDP Rolf Deißler ein Umdenken beim Thema Aufforstung: „Angesichts der Dynamik des Klimawandels darf es beim Thema Waldumbau keine ideologisch motivierten Denkverbote mehr geben. Keine Schnellschüsse – aber statt beschränkt auf heimische Baumarten zu setzen, muss man beispielsweise auf Baumarten ausweichen, die gut an Trockenheit und Hitze gewöhnt sind.“
Der Klimawandel und dessen Geschwindigkeit machen es Deißlers Ansicht nach erforderlich, etablierte Baumarten schneller an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Damit das gelingt, müsse Deutschland sich in der kommenden EU-Ratspräsidentschaft für eine Überarbeitung des veralteten europäischen Züchtungsrechts und eine Lockerung der Aufforstungsbedingungen einsetzen.
Die FDP dringt darauf, mehr Geld in die Forschung zum Schutz der Wälder zu investieren, da Waldschutz immer auch Klimaschutz bedeutet.
Die Politik von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sei dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so die Aussage der Fachleute. „Es bringt nichts, Geld mit der Gießkanne zu verteilen wie Frau Klöckner, wenn die damit angepflanzten Bäume in den Folgejahren vertrocknen“, so Deißler.
Parallel zu einer klugen Aufforstung, die der Forstbetrieb der Stadt gewährleistet, seien „Forschungsanstrengungen zur Züchtung klimaangepasster Baumarten“ vonnöten, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende.
Ziel sei die Entstehung von robusten Wäldern, die dem Klimawandel trotzen. Die Waldflächen müssten zudem naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden.
Pressemitteilung
der FDP-Stadtratsfraktion
Bad Neuenahr-Ahrweiler
