Politik | 20.05.2015, 13:22 Uhr

SPD Rhein-Sieg will Debatte über Abwicklung des Schienengüterverkehrs aufgreifen

Mehr Gleise – Weniger Schranken – Mehr Lärmschutz

Chancen für Berufstätige und Anwohner

Region. Die SPD Rhein Sieg will die aktuelle Debatte um die zukünftige Abwicklung des Schienengüterverkehrs in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz aufgreifen und im Interesse der Berufstätigen und Anwohner der Menschen im Siegtal nutzen. Alle wissen: Wenn der stark steigende Güterverkehr im Westen Deutschlands nicht den Verkehr auf den Straßen alsbald zum Erliegen bringen soll, dann werden mehr Kapazitäten auf der Schiene gebraucht. Im Rheintal geht da kaum noch etwas. Hier muss endlich wirksamer Lärmschutz nachgerüstet werden. Nun schlägt ein von der Deutschen Bahn in Auftrag gegebenes Gutachten vor, durch einen komplett zweigleisigen Ausbau der Siegtalstrecke dort zusätzlichen Güterverkehr abzuwickeln, um das Rheintal zu entlasten und Zuwächse abzufangen. Hier sagt die SPD: „Vorsicht an der Bahnsteigkante. Die Kunst der Politik liegt in einem klugen Interessensausgleich“, so Bundestagsabgeordneter Sebastian Hartmann. Seit Jahrzehnten fordern die Kommunen an der oberen Sieg den durchgehenden zweigleisigen Ausbau der Siegtalstrecke; natürlich für den Personenverkehr und nicht für krachend laute Güterzüge. Für den SPNV wurde allerdings nie der Geldhahn geöffnet. Wenn nun der lukrative Güterverkehr die Geldquelle auch für den Personenverkehr öffnen könnte, muss man doch genau hinhören und alle Chancen ausloten, statt mit dumpfem provinziellem Verweigern die Interessen der Menschen an der Sieg außer Acht zu lassen. Wenn jetzt auch Güterzüge kommen sollen, kann man reflexartig alles in Bausch und Bogen ablehnen. Landtagsabgeordneter Dirk Schlömer: „Aber das ist zu kurz gegriffen! Jetzt ist es an der Zeit, Fragen zu stellen und Forderungen zu definieren. Wollen Bund und Bahn dieses Konzept umsetzen, dann muss klargestellt werden, dass die Bahnübergänge ohne Kosten für die Kommunen durch Unterführungen ersetzt werden, die gesamte Infrastruktur modernisiert wird und entlang der gesamten Strecke moderne Schallschutzmaßnahmen die Anwohner vor weiterem Bahnlärm schützen. Genau darüber müssen kluge Politiker jetzt verhandeln. Langfristig wird weiterer Zuwachs im Schienengüterverkehr und eine nachhaltige Lärmminderung im Rheintal eine neue Güterverkehrstrasse unabdingbar machen.“ Wie zielführend solche Verhandlungen bahnseitig geführt werden, wird für die Bahn ein fundamentaler Glaubwürdigkeitstest. Würde getrickst oder auf Zeit gespielt, wäre eine qualifizierte Klagestrategie durch alle Instanzen die Folge. Würde man auf Augenhöhe fair miteinander verhandeln, wäre das DIE Chance von Köln bis Siegen moderne Verkehrspolitik mit erlebbarem Anwohnerschutz und transparenter politischer Planung zu verknüpfen. Landtagsabgeordneter Achim Tüttenberg: „Das will die SPD Rhein Sieg erreichen. Und deshalb gibt es kein provinzielles Nein und ebenso kein euphorisches Ja. Wir sagen: Lasst uns über die Chancen sprechen.“

Pressemitteilung

der SPD Rhein-Sieg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Titel
Immobilienanzeige
Zukunft trifft Tradition KW 42
Empfohlene Artikel
Symbolbild zur strategischen Sozial- und Gesundheitsplanung: Die Auswertung sozialer und gesundheitlicher Daten soll helfen, Handlungsbedarfe frühzeitig zu erkennen. Illustration: KI-generiert
0

Rheinbach. Die SPD-Fraktion Rheinbach sieht in der strategischen Sozial- und Gesundheitsplanung des Rhein-Sieg-Kreises eine wichtige Grundlage, um soziale Herausforderungen in Rheinbach frühzeitig zu erkennen und gezielt Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Im Ausschuss für Generationen, Integration und Soziales (AGIS) wurden die Grundlagen und Möglichkeiten dieser Planung vorgestellt.

Weiterlesen

Hauptstraße in Rheinbach
0

Rheinbach. Die SPD-Fraktion sieht im beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) weiterhin eine wichtige Grundlage für die zukünftige Verkehrsentwicklung in Rheinbach. Gleichzeitig kritisiert sie die aus ihrer Sicht unzureichenden Entscheidungsgrundlagen für einzelne Maßnahmen und die zu kurze politische Beratung. Nachdem ihre vier Änderungsanträge keine Mehrheit gefunden hatten, stimmte die Fraktion dem Plan in der vorgelegten Fassung nicht zu.

Weiterlesen

Gewerbegebiet Wolbersacker
0

Rheinbach. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rheinbach sieht die neue strategische Ausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung mit wachsender Sorge. Aus ihrer Sicht besteht die Gefahr, dass kurzfristige Vermarktungserfolge zunehmend in den Vordergrund rücken und langfristige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten verloren gehen. Eine von der SPD beantragte Überprüfung und Weiterentwicklung des bisherigen Gewerbeflächenkonzepts fand im Rat zuletzt keine Mehrheit.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock.
2631

Großer Feuerwehreinsatz in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses:

Brand in Remagen: Großer Feuerwehreinsatz mit Drehleiter

Remagen. Ein größerer Feuerwehreinsatz hat sich in der Straße Hinterhausen in Remagen im Bereich des ehemaligen Krankenhauses ereignet. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einsatzkräften und einer Drehleiter zu einem Mehrfamilienhaus aus. Nach ersten Informationen war Essen auf einem Herd angebrannt und hatte den Einsatz ausgelöst.

Weiterlesen