Politik | 06.04.2023

Ein Entwurf zur Wiederherstellung von Poststraße, Ahrstraße und einem Teil der Kreuzstraße im Bau- und Planungsausschuss einstimmig angenommen

Innenstadt wird klimafreundlicher

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Bau- und Planungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung über den Vorentwurf der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH zur Wiederherstellung der Innenstadt beraten. Dabei ging es insbesondere um die Sanierung der Poststraße, Ahrstraße und eines Teilabschnitts der Kreuzstraße. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten sollen die Straßenzüge hier mit einer durchgängigen Pflasteroberfläche mit Natursteinbändern versehen werden – passend zur Haupt-, Telegrafen- und Jesuitenstraße. Dabei wird unmittelbar vor den Geschäften helleres Pflaster verlegt und in der Mitte der Straßenzüge dunkleres Pflaster, das zu bestimmten Zeiten auch von Lieferanten befahren werden kann. Der Entwurf wurde einstimmig angenommen.

Grundsatzbeschluss zum klimafreundlichen Aufbau

Wichtiger Aspekt im Zuge der Sanierung ist die Pflanzung von 34 zusätzlichen Bäumen an zentralen Punkten in Bad Neuenahr. „Im Zuge des Grundsatzbeschlusses zum kommunalen Klimaschutz setzt die Stadt auf mehr Grün und einen klimafreundlichen Aufbau nach der Flutkatastrophe“, sagte Peter Diewald, Erster Beigeordnete der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die neuen Baumstandorte sollen deshalb auch mit so genannten Rigolen als Pufferspeicher versehen werden. Diese nehmen Oberflächenwasser auf, speichern es und können es gezielt versickern lassen. „Somit wird ein Teil des Regenwassers von umliegenden versiegelten Oberflächen direkt vor Ort gebunden und muss nicht in die Vorflut in Richtung Ahr eingeleitet werden“, erläuterte Peter Diewald.

Die Kosten für die Wiederherstellung der Straßenoberflächen in der Post-, Ahr- und Kreuzstraße betragen ca. 2,19 Millionen Euro. Sie können über das Sondervermögen „Aufbauhilfe Rheinland-Pfalz 2021“ refinanziert werden. Die Baumpflanzungen inklusive Rigolen belaufen sich auf 626.000 Euro inklusive notwendiger Leitungsarbeiten. Für diesen Teil befindet sich die Finanzierung noch in der Klärung.

Arbeiten beginnen im Herbst und dauern zwei Jahre

Mit dieser Maßnahme ist auch die flutbedingte Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserleitungen sowie verschiedener Versorgungsleitungen verbunden. Die Arbeiten sollen im Herbst 2023 beginnen und etwa zwei Jahre dauern. Mit den betroffenen Anliegern werden im nächsten Planungsschritt Gespräche zum Ablauf in den insgesamt vier Bauabschnitten geführt. Begonnen wird an der nördlichen Poststraße, die weiteren Abschnitte erfolgen in Richtung Süden und Ahr. Ausgenommen von dem Vorentwurf ist der „Platz an der Linde“, der aktuell durch den Ortsbeirat mit Spendenmitteln umgestaltet wird. Die Planung für die endgültige Neugestaltung des Platzes wird jedoch parallel weitergeführt.

„Mit diesen Maßnahmen wird unsere Innenstadt hochwertiger und klimafreundlicher. Die Bäume spenden im Sommer Schatten und laden unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie unsere Gäste zum Verweilen ein“, betont Peter Diewald. Welche Baumarten gepflanzt werden, steht noch nicht fest. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Stadt im Zuge des Projekts „Zukunft Bad Neuenahr“ bereits 240 neue Bäume im gesamten Innenstadtbereich gepflanzt.

Die abschließende Beratung des Vorentwurfs als Grundlage für die Entwurfsplanung erfolgt im Stadtrat am 17. April.

Pressemitteilung

Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

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