IG Metall Koblenz: Warnstreik bei Deutz im Westerwald
Mehr als 80 Beschäftigte folgten dem Aufruf
Herschbach. Die Beschäftigten der Deutz AG in Herschbach waren vor Kurzem zum Warnstreik aufgerufen. Mehr als 80 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall Koblenz. Neben sechs Prozent mehr Geld möchte die IG Metall mehr Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten in der Metall- und Elektroindustrie erreichen.
Auf Grundlage der Beschäftigtenbefragung aus dem Jahr 2017 stellt die IG Metall in dieser Tarifrunde eine Arbeitszeitforderung. Denn die Beschäftigten arbeiten hochflexibel, und diese Flexibilität nutzt vor allem den Unternehmen. Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, erklärt, fast 60 Prozent der Beschäftigten überschritten ihre vertragliche Arbeitszeit. 50 Prozent arbeiteten samstags und ein Drittel in Schicht. Ruhezeiten würden überschritten, und Arbeitszeiten seien in vielen Fällen nicht planbar. Es sei Zeit zum Handeln.
Arbeitszeiten sollen zum Leben passen
Der Auftrag der Beschäftigten ist eindeutig: Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen. Laut Marco Lohmeier, Betriebsratsvorsitzender bei Deutz und Vertrauensmann der IG Metall Koblenz:, leide häufig das Privatleben der Kolleginnen und Kollegen. Gewinne würden auf ihre Kosten erwirtschaftet. Deshalb wolle man sechs Prozent und mehr Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten.
Das Familien- und Vereinsleben, Hobbys und persönliche Pflichten dürfen nicht unter die Räder geraten. Das ist das Ziel der zeitweisen Verkürzung der Arbeitszeit.
Pressemitteilung IG Metall
Koblenz
Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und mehr Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten,
