Leserbrief zu „Obermendig geht mal wieder leer aus“
Meisterleistung am Thürer Berg
In der lokalen Presse konnte der Bürger von Mendig lesen, wie das so hoch gelobte Thema der Radwegvernetzung im Kreis umgesetzt wird. Nämlich überhaupt nicht.
Ein Fahrrad-/Fußweg wurde beim Neubau der Straße Thür - Mendig schlichtweg vergessen bzw. aus Kostengründen gestrichen. Vom 1. Vorsitzenden der CDU Herrn Schneider wurde zitiert, dass der Stadtrat vorgeschlagen hat die Bürger können über „Auf Schruf“ und Raifeisenstr. runter gehen (50m Höhenunterschied) um dann auf dem neuen Fuß/Radweg den Berg wieder zu erklimmen, wenn sie nach Thür wollen, anstatt auf ebener Straße ihr Ziel zu erreichen. Vergessen wird zu erwähnen, dass die Straße in den letzten 30 Jahren schon fünf mal vermessen und die Straßenführung ausgesteckt wurde (Geld des Steuerzahlers wurde vier mal verbrannt). Weiterhin musste die Bauplanung wegen gravierender Mängel zwei mal umgeplant werden (wer bezahlt diese Planungskosten? sicherlich der Steuerzahler).
Dies passiert, wenn ein Plan mit google earth erstellt und nicht vor Ort geprüft wird. So wurde bei einer Ortsbesichtigung festgestellt, dass die Einmündung Thürer Str. in die K55 nicht gesetzeskonform gebaut wurde. Nach Bereinigung dieses Planungsfehlers wurde der aufgeschüttete Damm einfach nochmals erhöht, wodurch nun die Einmündung Edith-Falk Str. in die Thürer Str. um über 30 cm angehoben werden muss. Ebenfalls angehoben werden musste der neue Radweg, was nur mit zusätzlichen L-Steinen möglich wurde und mit einem Geländer gesichert werden muss um Abstürze zu verhindern (auch diese Kosten trägt sicherlich der Steuerzahler!). Die Einmündung Edith Falk-Str. müsste nun bei Anwendung der gleichen Bestimmungen wie an der oberen Kreuzung gesperrt werden, da die Anwohner nach einem langen ansteigenden Strassenverlauf in die Thürer Str. einbiegen müssen. Eine Kreuzung mitten im Wohngebiet, wo täglich viele Kinder vom Kindergarten nach Hause gehen oder mit Rädern fahren wird nun zu einer massiven Gefahrenstelle ausgebaut. Man darf gespannt sein, welche unakzeptablen Schikanen die Verwaltung sich nun hier einfallen lassen wird, um Gefahren und Unfälle von den Kindern abzuwehren. Im übrigen wäre der Radweg mit den Mehrkosten die durch die Fehlplanungen entstanden sind sicherlich schon fast bezahlt.
Anbei noch ein Bild, das die Situation kennzeichnet auf die ich Stadt, Vebandsgemeinde, Kreis und LBM bereits hingewiesen habe. Leider ohne jeden Erfolg, denn die Gefahrenstelle ist nun für 1 Mio Euro von Hochkreuz zur Einmündung Edith Falk-Str. verlagert worden. Meisterleistung!!
Ulrich Eckhard, Mendig
