Politik | 27.12.2022

Minister Ebling: In Rheinland-Pfalz eröffnen drei neue Dorfbüros

Müden. In den Ortsgemeinden Müden (Landkreis Cochem-Zell), Stromberg (Landkreis Bad Kreuznach) und in Kusel (gleichnamiger Landkreis) wird im April 2023 jeweils ein neues Dorfbüro eröffnet. Die Kommunen hatten sich erfolgreich um eine Unterstützung im Rahmen des erweiterten Modellprojekts beworben, das die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz mit Unterstützung des Innenministeriums durchführt.

„Die Arbeitswelt verändert sich unentwegt. Der Arbeitsort wird zukünftig immer weniger an einen festen Ort gebunden sein. Rheinland-Pfalz ist das einzige Bundesland, das seine Kommunen bereits seit mehreren Jahren beim Aufbau von kleinen digitalen Arbeitsorten unterstützt. Gerade für die Menschen im ländlichen Raum können Dorfbüros eine attraktive Alternative zu langen Pendlerstrecken sein. Gleichzeitig profitieren auch die lokalen Geschäfte und die Gastronomie“, so Innenminister Michael Ebling.

In Müden in der Verbandsgemeinde Cochem ist geplant, das Dorfbüro im ehemaligen Gebäude der Raiffeisenbank einzurichten. Das Besondere an dem Projekt sind die erwarteten Synergieeffekte durch das Vorhandensein von zwei Dorfbüros in einer Verbandsgemeinde. Die Betreiber des Dorfbüros in Ediger-Eller wollen dem Dorfbüro in Müden als Kooperationspartner beratend zur Seite stehen.

In Stromberg in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg soll das Dorfbüro in einem neu sanierten Gebäude mit original erhaltenem Fachwerk im Ortskern entstehen. Der ausgebaute Dachstuhl wird zu einem Besprechungsraum für bis zu zehn Personen umgestaltet. Im Erdgeschoss soll ein Büro mit vier Arbeitsplätzen entstehen.

In Kusel in der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan entsteht in einer privaten Immobilie ein Gründer/Kreativ-Zentrum. Es sollen bis zu 14 Arbeitsplätze in vier Büros und bis zu 28 Plätze in zwei Besprechungsräumen angeboten werden.

Mit den drei neuen Dorfbüros wird es elf Gemeinschaftsbüros dieser Art in Rheinland-Pfalz geben. Seit 2021 (3. Ausschreibung) werden in Ediger-Eller (Landkreis Cochem-Zell), Elmstein (Landkreis Bad Dürkheim) und Horbruch (Landkreis Birkenfeld) entsprechende Projekte unterstützt. 2020 konnten sich die Gemeinden Buch (Rhein-Hunsrück-Kreis), Annweiler am Trifels (Landkreis Südliche Weinstraße) und Aar-Einrich (Rhein-Lahn-Kreis) mit ihren Konzepten durchsetzen. Aus der ersten Wettbewerbsrunde 2019 ging ein Dorfbüro in Langsur-Wasserbilligerbrück (Landkreis Trier-Saarburg) hervor.

Die Idee der Dorf-Büros ist eine Weiterentwicklung des Modellprojektes „Schreibtisch in Prüm“, das seit 2017 von der Entwicklungsagentur in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Prüm und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm betrieben wird. Dabei ermitteln die Projektpartner, unter welchen Rahmenbedingungen das im urbanen Raum bereits etablierte Konzept der Coworking Spaces auch im ländlichen Raum funktionieren kann.

Zur Auswahl der zu unterstützenden Kommunen hatte die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz seit 2019 Wettbewerbe initiiert und ländliche Kommunen zur Bewerbung aufgerufen. Dafür mussten die Kommunen ein aussagekräftiges Konzept, eine passende Immobilie und einen Finanzplan vorlegen. Die Gewinner wurden in den jeweiligen Wettbewerbsrunden von einer Fachjury ermittelt. Die Unterstützung der kommunalen Projekte erfolgt durch fachliche Beratung sowie eine Finanzierung in Höhe von bis zu 100.000 Euro je Vorhaben. Die Kommunen verpflichten sich dazu, die Dorfbüros nach Ende des dreijährigen Unterstützungszeitraums noch mindestens zwei Jahre in Eigenbetrieb weiterzuführen.

Pressemitteilung des

Ministeriums des Innern

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