Politik | 07.03.2024

Minister Karl-Josef Laumann zu Gast bei der Jungen Union

Vortrags- und Diskussionsabend zu den sozialpolitischen Herausforderungen der aktuellen Zeit

Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann waren zu Gast. Foto: Achim Wüst

Westerwaldkreis. Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, war am 24. Februar 2024 zu Gast im Haus am Alsberg in Rennerod. Auf Einladung der Jungen Union im Westerwaldkreis sprach er vor mehr als 50 Teilnehmenden über die sozialpolitischen Herausforderungen der aktuellen Zeit.

Der Abend, eröffnet von Robert Fischbach, dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union, begann mit einem Gedenken an die Opfer des seit zwei Jahren anhaltenden Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine, der sich am Tag der Veranstaltung zum zweiten Mal jährte. Fischbach betonte in seinem Eröffnungsstatement die Bedeutung des demokratischen Privilegs, frei und offen miteinander diskutieren zu dürfen – ohne die Angst haben zu müssen, politisch verfolgt zu werden. Er lud die Teilnehmenden dazu ein, die Themen des Abends kontrovers zu beleuchten.

Der Vortrags- und Diskussionsabend wurde anschließend von Karl-Josef Laumann mit einer Impulsrede eröffnet, in der er sein Verständnis von christdemokratischer Politik erklärte. Der Minister, der sich schon seit jeher für einen gesetzlichen Mindestlohn stark gemacht hat, legte besonderes Augenmerk auf die Relevanz der christlichen Soziallehre für die Politik der CDU und unterstrich nachdrücklich, dass es eine grundlegende politische Verantwortung sei, sicherzustellen, dass Menschen von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können.

Die nachfolgende Podiumsdiskussion, an der auch Ralf Seekatz, Mitglied des Europäischen Parlaments und erneuter Kandidat für die bevorstehende Europawahl, sowie Michael Wäschenbach, Mitglied des Landtags, teilnahmen, thematisierte eine breite Palette von Themen. Unter der Moderation von Robert Fischbach wurden beispielsweise Aspekte wie der Bürokratieabbau, die Zukunft der Krankenhauslandschaft, das Modell „Gemeindeschwester Plus“, das wachsende Problem der Einsamkeit und die Bedeutung des Ehrenamts für das gesellschaftliche Zusammenleben ausführlich behandelt.

Im Verlauf des Abends wurde deutlich, wie eng die Sozialpolitik mit anderen Politikbereichen verflochten ist. Ralf Seekatz betonte in seinem Statement, dass die anderen europäischen Mitgliedsstaaten derzeit mit Besorgnis auf die Wirtschafts- und Energiepolitik der Ampelkoalition in der Bundesrepublik schauen. Es ist offensichtlich, dass die wirtschaftliche Situation einen direkten Einfluss auf Beschäftigung, Einkommensverteilung, Arbeitsbedingungen und das Gesundheitswesen hat. Besonders das Gesundheitswesen und die Zukunft der Pflege sind auch im Westerwaldkreis von hoher Relevanz.

In diesem Zusammenhang erläuterte Laumann die aktuelle Debatte über die geplante Klinikreform von Bundesminister Karl Lauterbach und skizzierte seinen Ansatz für Nordrhein-Westfalen. Dieser berücksichtigt insbesondere die regionale Krankenhauslandschaft und die spezifischen Gegebenheiten vor Ort. Auf diese Weise können nicht nur große Krankenhäuser, sondern auch kleinere Kliniken weiterhin individuelle Behandlungsschwerpunkte und spezielle Leistungsgruppen anbieten, wenn sie nachweislich gute Qualität erbringen.

Im Hinblick auf die überhandnehmende Bürokratie in allen Bereichen äußerte der NRW-Minister seine Sorge: „Die größte Gefahr ist, dass der Mensch zum Diener der Strukturen gemacht wird.“ Hierbei hob er hervor, dass es eine zentrale Aufgabe der Politik sei, sicherzustellen, dass Strukturen den Menschen dienen – und nicht umgekehrt. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass festgefahrene Strukturen und bürokratische Überregulierungen nicht nur Unternehmen, sondern auch das ehrenamtliche Engagement erheblich beeinträchtigen.

Wenn es um gesellschaftliches Engagement und gesellschaftliche Teilhabe geht, dürfe auch der Faktor Einsamkeit aus politischer Sicht nicht vernachlässigt werden, betont Wäschenbach. „Eine der wichtigsten Säulen unseres Zusammenlebens ist der Zusammenhalt“, führt der Landtagsabgeordnete aus.

Der JU-Kreisvorsitzende zieht ein positives Fazit: „Es wurde ein ganzes Bündel an verschiedenen Themen angesprochen und Herr Laumann hat sich die Zeit genommen, alle Fragen aus dem Publikum ausführlich zu beantworten. Wir sind im Bereich Sozialpolitik sicherlich alle ein kleines bisschen schlauer geworden.“

Pressemitteilung der

Jungen Union im Westerwaldkreis

Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann waren zu Gast. Foto: Achim Wüst

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Blütenfest
Leiter/in (w/m/d)
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
108

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Imageanzeige
Daueranzeige 2026
Dienstleistungen
Jörg Schweiss
Wir helfen im Trauerfall
Kleinanzeigen
Wohnträume
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Veranstaltung 15.April
Wohnträume
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Rückseite
Rückseite
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26