Neuwieder Bündnis informiert sich über die Zukunft der Neuwieder Musikschule
Musikalische Bildung sichern: Bündnisfraktionen fordern bessere Landesförderung
Neuwied. Vertreterinnen und Vertreter der Bündnisfraktionen im Stadtrat haben die Musikschule der Stadt Neuwied besucht, um sich aus erster Hand über die aktuelle Situation, den steigenden Bedarf und die zukünftigen Herausforderungen der Einrichtung zu informieren.
Im Austausch mit Musikschulleiter Martin Geiger, der Leiterin der Volkshochschule Jutta Günther sowie dem zuständigen Dezernenten Peter Jung erhielten die Bündnisfraktionen Einblicke in den Unterrichtsalltag und die strukturellen Rahmenbedingungen. Deutlich wurde dabei der hohe Stellenwert musikalischer Bildung sowie die wachsenden Anforderungen an Qualität, Verlässlichkeit und Fachpersonal.
Besonders positiv wurde die Entscheidung der Stadt Neuwied bewertet, den Unterricht vollständig durch festangestellte Lehrkräfte sicherzustellen. Diese Entwicklung stärkt die pädagogische Arbeit und die Kontinuität des Angebots.
Die Umstellung hat jedoch gleichzeitig auch zu steigenden Kosten geführt. Hinzu kommen landesweit spürbare Herausforderungen wie der Mangel an musikpädagogischem Fachpersonal sowie begrenzte Teilhabemöglichkeiten, die viele Musikschulen zunehmend unter Druck setzen.
Vor diesem Hintergrund machten Regine Wilke (Bündnis 90/di Grünen), Tobias Härtling (BSW), Lars Ebert (FWG), Dietrich Rühle (FDP) und Martin Hahn (CDU) deutlich, „dass nachhaltige strukturelle Lösungen nur gemeinsam mit dem Land möglich sind und wir hier langfriste Planungs- und Finanzierungssicherheit benötigen.“
Die Bündnisfraktionen unterstützen nachdrücklich die Forderung von Bürgermeister Peter Jung nach einer deutlich verbesserten und dauerhaft verlässlichen Förderung der kommunalen Musikschulen durch das Land Rheinland-Pfalz. Orientierung bietet dabei das Forderungspapier des rheinland-pfälzischen Städtetags, das eine zeitgemäße Drittelfinanzierung vorsieht: ein Drittel Landesförderung, ein Drittel Teilnehmerbeiträge und ein Drittel kommunaler Anteil.
„Nur so können wir Chancengleichheit für junge Menschen unabhängig von Herkunft, Elternhaus oder den finanziellen Möglichkeiten sicherstellen. Wir müssen Bildungsgerechtigkeit verbessern und musikpädagogisches Fachpersonal langfristig binden“, sind sich Wilke, Härtling, Ebert, Rühle und Hahn einig und sehen die Musikschulen als weit mehr als einen Ersatz für den schulischen Musikunterricht. „ Unsere Musikschule eröffnet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Zugang zu einem wichtigen kulturellen Gut und sind ein zentraler Baustein kommunaler Bildungslandschaften.“
Die Bündnis-Fraktionen garantieren der Musikschule und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in Zukunft ein stabiles finanzielles Fundament: „Wir werden die Entwicklung genau beobachten, im Dialog bleiben und darauf achten und dafür Sorge tragen, dass diese wichtige Einrichtung in unserer Stadt auch in Zukunft Ihrem wichtigen Auftrag gerecht werden kann. Und wir werden uns vehement dafür einsetzen, dass das Land seiner Verantwortung gerecht wird und sich adäquat an der Finanzierung beteiligt.“
Pressemitteilung
Neuwieder Bündnis
