Politik | 20.06.2025

Ein Modell für klimaangepasste und kostengünstige Erschließungsstraßen

Nachhaltige Straßenlösung - Grüne Spurrinnen statt Asphalt

Linz. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Vereins Stadtbild Deutschland e. V. stellt ein innovatives Konzept zur Diskussion, das den ökologischen und gestalterischen Umbau von Erschließungsstraßen in Wohngebieten zum Ziel hat. Das Modell sieht vor, konventionell asphaltierte Straßen durch sogenannte „Spurrinnenstraßen“ zu ersetzen: Zwei schmale, tragfähige Fahrspuren (z. B. aus Basalt oder Betonplatten) für Pkw werden von begrünten Flächen umgeben – anstelle einer vollständig versiegelten Fahrbahn.

„Das Konzept bietet die Möglichkeit, Versiegelung zu reduzieren, Regenwasser natürlich versickern zu lassen und die Hitzebelastung in Wohnquartieren zu mindern – ohne dabei auf Funktionalität oder Verkehrssicherheit zu verzichten“, erklärt ein Sprecher des Regionalverbands.

Nachhaltig und ortsbildfreundlich

Die Idee eignet sich besonders für verkehrsberuhigte Bereiche, Stichstraßen und Siedlungszufahrten mit geringem Verkehrsaufkommen.

Gerade in Wohngebieten mit Grünanteil, Flachdacharchitektur oder hohem Anspruch an Baukultur lassen sich so funktionale und ästhetisch ansprechende Straßenräume schaffen. Auch der Bauaufwand ist im Vergleich zu vollflächigem Asphalt oft geringer – ebenso wie die langfristigen Pflegekosten.

Technisch umsetzbar – ökologisch vorteilhaft

Das vorgeschlagene System basiert auf zwei befestigten Fahrstreifen, zwischen denen sowie seitlich davon wasserdurchlässige Begrünungen aus Schotterrasen, Kräuterrasen oder Rasengitterflächen angelegt werden können. Je nach Untergrund kann das Regenwasser vor Ort versickern oder gezielt abgeleitet werden. Belastbare Natursteinplatten oder Betonstreifen sorgen für dauerhafte Befahrbarkeit durch Pkw und gelegentliche Transportfahrzeuge.

Die Kernvorteile liegen hierbei klar auf der Hand:

1. Reduktion der Flächenversiegelung

2. Verbesserung des Mikroklimas im Wohnumfeld

3. Gestalterische Aufwertung des Straßenbilds

4. Geringere Bau- und Instandhaltungskosten

5. Erweiterbar für Parkflächen, Feuerwehrzufahrten und Lieferverkehr

Ein Beitrag für klimagerechte und lebenswerte Orte

Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal sieht in dem Konzept eine zukunftsfähige Lösung für den lokalen Klimaschutz, die sich mit hoher gestalterischer Qualität verbinden lässt. „Straßenräume sind bislang häufig reine Funktionsflächen. Es ist an der Zeit, sie auch als Teil unserer gebauten Umwelt zu denken – ökologisch, sozial und ästhetisch“, heißt es aus dem Verband.

Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal hofft, dass zahlreiche Kommunen, Planungsämter und interessierte Bauherrn diese Idee als Diskussionsgrundlage nehmen und somit einen echten lokalen Beitrag zum Klimaschutz leisten werden, der letztlich auch noch den Geldbeutel schont.

Pressemitteilung Regionalverband Unteres Mittelrheintal

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