Politik | 17.05.2021

Bendorfer SPD-Ratsfraktion

Nachlese zur ersten Online-Ratssitzung 2021

Bauplanerischer Schwerpunkt, aber auch die Mobilität wurde thematisiert.

Der Bendorfer Stadtrat. Foto: privat

Bendorf. Die letzte Sitzung des Stadtrates feierte eine Premiere.

Denn zum allerersten Mal diskutierten und beratschlagten die Mitglieder des Bendorfer Stadtrates aus den heimischen Arbeits- und Wohnzimmern in einer digitalen, öffentlich zugänglichen Sitzung. Über die YouTube-Seite der Stadtverwaltung Bendorf konnte ein jeder die Ratssitzung bequem von zu Hause aus verfolgen. Bereits in diversen Ausschüssen konnte diese Praxis erprobt werden. Die SPD-Ratsfraktion begrüßte diese Form ausdrücklich, nicht zuletzt auch, da die Fraktionssitzungen bereits seit vielen Monaten digital durchgeführt werden.

„Mit der letzten Ratssitzung 2020, in der Christoph Mohr in das Amt des Bürgermeisters eingeführt wurde, konnte eine erste kleine Premiere gefeiert werden. Denn hierbei handelte es sich um die erste Ratssitzung, die digital übertragen wurde. Ein richtiger Schritt in Pandemiezeiten, aber auch für mehr Transparenz und Bürgernähe.

Denn warum sollte der interessierte Bürger nicht auch von zu Hause die Ratssitzung verfolgen können. Und das daran anknüpfend auch die weiteren Schritte getan werden, der Rat aus dem Home-Office tagt ist nur konsequent“, äußerte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Bauer erfreut über den Aufbruch der Verwaltung zu mehr Modernität.

Der Rat verabschiedete ferner die Bebauungsplanentwürfe „Wenigerbachtal“ und „In der Bitz bis Hellenpfad“. Zu beiden Entwürfen brachte die SPD Änderungsanträge erfolgreich ein, die die Bebauung in überschaubarem Maße halten soll. Fraktionsmitglied Haakon Herbst führte zum Hellenpfad aus, dass hierbei insbesondere auf die Bürgerinnen und Bürger eingegangen wurde: „Die familiäre Struktur des Gebiets wurden besonders unter die Lupe genommen und beachtet. Mit der Entscheidung der Annahme dieses Entwurfs, haben wir die Bürger zur weiteren Mitsprache eingeladen. Nun hoffen wir, dass sie auch Gebrauch davon machen.“ Bei den Bebauungsplänen „Hauptstraße/ Adolph-Kolping-Straße“ wie auch „Hauptstraße/ Rhein-Dinas-Straße“ wurde die Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Ferner wurde der Bebauungsplan „Kempferhofgelände“, auch bekannt als Knabenheim, aufgestellt. Der Bebauungsplan „Danziger Straße/ Wiegandstraße“ wird hingegen nicht weiterverfolgt. Auch die Mobilität war Thema im Rat. Dem Modelprojekt „Elektro-Dorfauto“ des Landkreises Mayen-Koblenz wurde mit einer knappen Mehrheit zugestimmt. Die SPD-Fraktion hatte sich dafür entschieden, dem Angebot des Kreises nachzukommen.

Der Kreis beabsichtigt seinen Städten bzw. Verbandsgemeinden ab dem Jahr 2022 für 3 Jahre je ein „Elektro-Dorfauto“ zur Verfügung zu stellen, mit dem die Bürgerinnen und Bürgern unentgeltlich fahren dürfen.

Für die Stadt Bendorf soll das Elektroauto je ein Jahr in Mülhofen, Sayn und Stromberg stationiert werden. „Zwar entstehen der Stadt auch gewisse Kosten, jedoch ist u.a. die Erweiterung des Mobilitätsangebots für uns der wesentlichere Faktor, zumal bereits im Rhein-Hunsrück-Kreis gute Erfahrungen mit dieser Art von Carsharing gemacht wurden“, stellte SPD-Ratsmitglied Dominik Pretz heraus. Zudem stimmte der Rat einstimmig der Interessensbekundung zur (Mit-)Gründung einer Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune in Rheinland-Pfalz zu.

Pressemitteilung

SPD-Ratsfraktion

Der Bendorfer Stadtrat. Foto: privat

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