Politik | 11.07.2023

„Gipfeltreffen“ der Solarbotschafter: Konzept der „Nachbarschafts-Berater“ hat sich bewährt

Nächste Stufe: Kreis Neuwied ruft Wärmebotschafter-Projekt aus

Ein Teil der Solarbotschafter des Kreises Neuwied kam kürzlich zum „Gipfeltreffen“ im Garten des Kreishauses zusammen. Landrat Achim Hallerbach und Klimaschutzmanagerin Janine Sieben riefen dabei die nächste Stufe aus: Das Projekt soll jetzt auch auf Wärmeberatung ausgedehnt werden.  Foto: Kreisverwaltung Neuwied/Ulf Steffenfauseweh

Das Solarbotschafter-Projekt der Neuwieder Kreisverwaltung ist ein riesiger Erfolg. Mehr als 30 „Nachbarschafts-Berater“ haben in den vergangenen Monaten unzählige Gespräche geführt und dem ohnehin boomenden Photovoltaikausbau im Kreis Neuwied zusätzlichen Antrieb gegeben. Kürzlich trafen sie sich zum dritten „Gipfeltreffen“ im Kreishaus, um auch den Austausch untereinander weiter zu fördern. Landrat Achim Hallerbach und Klimaschutzmanagerin Janine Sieben nahmen das zum Anlass, die nächste Stufe zu zünden: Sie riefen das Projekt „Wärmebotschafter“ aus.

Bei dieser Weiterentwicklung des Erfolgskonzeptes bleibt die Grundidee gleich: Bürger beraten Bürger – ohne eigene Verkaufsabsicht. Neutral. Aus dem Bedürfnis heraus, selbst gemachte Erfahrungen zu teilen und bei der Energiewende mitzuhelfen. „Der Markt ist unübersichtlich. Es gibt viel Informationsbedarf. Wer könnte den besser erfüllen als jemand, der ein System selbst getestet hat und vielleicht schon einige Jahre damit lebt?“, fragt Sieben und erklärt, dass „der ein oder andere aus dem Solarkreis“ bereits Beratung bezüglich erneuerbarer Wärme in Form von Solarthermie anbietet.

„Wir wollen dieses Angebot jetzt erweitern und suchen Bürgerinnen und Bürger, die ihre Erfahrungen mit Wärmepumpen, Pelletkesseln oder Heizkaminen teilen möchten. Menschen, die mit erneuerbaren Energien den Heizwärmebedarf ihres Hauses unterstützen oder sogar decken“, sagt sie. „Wir suchen Menschen, die aus Sonnenstrom Warmwasser erzeugen und diese Erfahrungen gerne an andere weitergeben. Denn sie können mit Recht stolz darauf sein, eine kleine Verbrauchsrechnung zu haben“, betont die Klimaschutzmanagerin.

Landrat Achim Hallerbach freute sich über die Initiative und wertete es als erfreuliches Zeichen, dass sich nicht nur vier Solarbotschafter spontan bereiterklärt haben, zusätzlich als Wärmebotschafter zur Verfügung zu stehen, sondern dass auch die Handwerkskammer Koblenz mit Schornsteinfegermeister Michael Kasperski ihre fachliche und produktunabhängige Unterstützung zugesagt hat.

Landrat Achim Hallerbach zeigte sich beim „Gipfeltreffen“ der Solarbotschafter deshalb überzeugt, dass die „Wärmebotschafter“ genauso erfolgreich werden. „Wir bauen darauf, dass wir uns bei der Energiewende gemeinsam helfen. Nur so kann sie gelingen. Und die Menschen nehmen das Beratungsangebot gern an“, sagte er und machte deutlich, dass die gesteckten Klima-Ziele nur erreicht werden können, wenn auch die Bürger mitmachen. „Das haben wir auch in unserer Solaroffensive für die Jahre 2022 bis 2024 festgeschrieben: Wir wollen unsere kommunalen Liegenschaften mit Photovoltaik belegen, das allein aber reicht nicht. Wir wollen auch die Privaten unterstützen“, betont Landrat Achim Hallerbach. Er hielt in diesem Zusammenhang fest, dass der Kreis Neuwied zur Erreichung der Ziele auch konstruktiv und erfolgreich mit den Nachbarkreisen zusammenarbeitet.

Ein Teil der Solarbotschafter des Kreises Neuwied kam kürzlich zum „Gipfeltreffen“ im Garten des Kreishauses zusammen. Landrat Achim Hallerbach und Klimaschutzmanagerin Janine Sieben riefen dabei die nächste Stufe aus: Das Projekt soll jetzt auch auf Wärmeberatung ausgedehnt werden. Foto: Kreisverwaltung Neuwied/Ulf Steffenfauseweh

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund ums Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Doppelseite PR/Anzeigen
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
First Friday Anzeige März
Stellenanzeige mehrere Stellen
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
20

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2262

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Rund ums Haus
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in