Politik | 31.03.2021

Inzidenz über 100: Landkreis Mayen-Koblenz erlässt neue Corona-Allgemeinverfügung

Nächtliche Ausgangsbeschränkung

Kein Aprilscherz: Strenge Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gelten ab Donnerstag, 1. April

Kreis Mayen-Koblenz. Da in Mayen-Koblenz die 7-Tages-Inzidenz an drei Tagen in Folge den Wert von 100 überstiegen hat, muss der Landkreis die sogenannte Notbremse ziehen und eine Allgemeinverfügung mit erweiterten Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Die damit verbundenen Maßnahmen richten sich nach der vom Land vorgesehenen Allgemeinverfügung der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung. Sie beinhalten im Wesentlichen Änderungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum und eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, die Schließung von Außengastronomie, Museen und ähnlichen Einrichtungen sowie weitere Einschränkungen beim Amateur- und Freizeitsport. Ausnahmen von der Ausgangsbeschränkung gelten unter anderem für den Arbeitsweg, in medizinischen Notfällen oder für den Besuch von Gottesdiensten zu den Ostertagen.

„Wir alle hätten uns gewünscht, dass der Inzidenzwert unter 100 bleibt und keine verschärften Maßnahmen angeordnet werden müssen, doch die Fallzahlen sind besorgniserregend rapide angestiegen. Wenn sich nicht alle an die seit Monaten allgemein geltenden Verhaltensregeln im Umgang mit dem Coronavirus halten, wird es unfassbar schwierig, die Infektionszahlen zu senken. Wir sehnen uns nach Normalität, nach den normalen persönlichen Kontakten, nach gemeinsamen Feiern und unbeschwerten Einkäufen in den heimischen Geschäften. Also lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, damit wir die zusätzlichen Maßnahmen so schnell wie möglich wieder zurücknehmen können“, appelliert Landrat Dr. Alexander Saftig.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises gilt ab Donnerstag, 1. April, 0 Uhr.

Das sind die neuen Regeln:

Die Allgemeinverfügung enthält unter anderem folgende Regelungen:

1. Für den gesamten Landkreis Mayen-Koblenz gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Ausnahmen davon gelten bei triftigen Gründen, wie etwa berufliche Tätigkeiten, medizinischen und veterinärmedizinischen Notfällen, dem Ausführen von Haustieren (nur durch eine Person) oder der Besuch von Gottesdiensten zu Ostern.

2. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und einer Person eines weiteren Hausstands erlaubt. Dabei werden Kinder bis einschließlich sechs Jahre nicht mitgezählt.

3. Weiterhin offen bleiben können unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen Behörden, Verwaltungen, der Rechtspflege dienende Einrichtungen, sowie Zulassungsstellen, Bau-, Betriebs- und Wertstoffhöfe.

4. Für gewerbliche Einrichtungen ist Terminshopping weiterhin möglich, allerdings unter verschärften Kriterien: So dürfen Geschäfte nur öffnen, wenn nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine vergeben werden, bei denen ausschließlich Personen, die demselben Hausstand angehören, zeitgleich Zutritt zum Laden gewährt wird. Andernfalls müssen gewerbliche Einrichtungen für den Kundenverkehr schließen. Abhol-, Liefer- und Bringdienste sowie sind nach wie vor zulässig.

Die Regelung der Schließung gilt nicht für Einzelhandelsbetriebe Direktvermarkter für Lebensmittel, von Lebensmitteln, Getränkemärkte, Drogerien, Babyfachmärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten (deren Warenangebot den zulässigen Einzelhandelsbetrieben entspricht), Apotheken, Sanitätshäuser, Reformhäuser, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf, Buchhandlungen, Baumärkte, Tierbedarfsmärkte und Futtermittelmärkte, Großhandel, Blumenfachgeschäfte, Gärtnereien, Gartenbaubetriebe und Gartenbaumärkte.

4. Gastronomische Einrichtungen sind auch im Außenbereich geschlossen.

5. Für Dienstleistungen gilt: Wenn kein Abstand zwischen Personen eingehalten werden kann, wie etwa in Kosmetikstudios, Tattoo- oder Piercing-Studios, Wellnessmassagesalons und ähnlichen Betrieben, ist die Tätigkeit untersagt. Erlaubt sind jedoch Dienstleistungen, die medizinischen oder hygienischen Gründen dienen. Dazu zählen unter anderem Friseure, Optiker, Hörgeräteakustiker und Fußpflege.

6. Im Amateur- und Freizeitsport sind Training und Wettkampf in Mannschaftsportarten und im Kontaktsport untersagt. In Einzelsportarten ist die sportliche Betätigung nur im Freien und nur alleine, zu zweit oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, zulässig.

7. Der Besuch von zoologischen Gärten, Tierparks, botanischen Gärten und ähnlichen Einrichtungen ist nach vorheriger Terminvereinbarung und lediglich in den Außenbereichen möglich.

Alle Einzelheiten der Allgemeinverfügung des Landkreises Mayen-Koblenz sind nachzulesen unter www.kvmyk.de/kv_myk/Corona/Rechtsgrundlagen/

Pressemitteilung
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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Kommentare
02.04.202110:59 Uhr
Gabriele Friedrich

Das wüsste ich auch mal gerne, warum gerade in der Nacht die Ansteckung höher sein sollte, als am Tag. Das ist ja Schwachsinn.
Die Kneipen haben doch eh zu und davon abgesehen treffen sich junge Leute dennoch in der Nacht. Ich höre das abends immer, das sich die Jugend hier am Schwimmbad trifft oder unten in den "Anlagen" in Mayen, wo der Schützenplatz war (oder noch ist) Da fährt ja nun nicht dauernd die Polizei vorbei. Es gibt in Mayen so viele Möglichkeiten, wo sich junge Leute im Freien treffen können. Die können heutzutage nicht mehr zu Hause bleiben, weil das Familienleben in vielen Familien kaputt ist. Und gerade solche jungen Leute sind vielleicht die, die Schäden anrichten im Wald, in den Waldkapellen oder Rastplätzen, alles was man ja hier im Blick aktuell lesen kann.
Normal- ist diese Politik nicht mehr.
Die Jugend hat keinerlei Möglichkeit mehr, sich auszutoben, da kommen die auf "blöde" Gedanken. Wir älteren Menschen gehen ja sowieso nicht im Dunkeln raus und wohin auch?

31.03.202116:52 Uhr
S. Schmidt

Welch Glück für uns das dass Virus sich nur in der Zeit von 21 - 05 Uhr verbreitet und die gewählten, sogenannten, Volksvertreter dies Wissen und uns Schützen möchten. Vollkommener Blödsinn diese Maßnahme, mittlerweile gibt es genügend Studien, die aktuellste aus Dänemark, die klar Aufzeigen, das solche Maßnahmen die Menschen nicht Schützen, sondern eher das Gegenteil bewirken!

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