Kreisparteitag der CDU Cochem-Zell
Nah dran an den Menschen
Faid. Beim Kreisparteitag der CDU Cochem-Zell in Faid präsentierten drei Projektgruppen ihre Ergebnisse. Die CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Anke Beilstein blickte auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr und rückte die Heimat in den Mittelpunkt.
Mit dem ersten Satz ihrer Rede gab die CDU-Kreisvorsitzende von Cochem-Zell, Anke Beilstein MdL, die Richtung des Kreisparteitages vor. Vor den zahlreich erschienenen Parteimitgliedern stellte sie in Faid fest: „Die CDU Cochem-Zell ist die Partei, die beständig und nachhaltig für die Menschen in unserem Landkreis arbeitet.“ Die Arbeit für die Menschen sieht Beilstein in der Bundesregierung zu selten. Sie kritisierte, dort laufe „seit der letzten Bundestagswahl etwas gewaltig schief.“ Monatelang habe man versucht, eine Regierung zu bilden, was am „Zickenverhalten“ der FDP gescheitert sei. Dann seien CDU/CSU und SPD zwar zusammengekommen, aber das Abarbeiten des Koalitionsvertrags sei von den SPD geführten Bundesländern immer wieder gebremst worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer habe versucht, Macht zu demonstrieren, und schließlich habe die wochenlange Diskussion über den Fall Maaßen - den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz - das Fass zum Überlaufen gebracht. Beilstein spitzte zu, die Menschen hätten den Eindruck, die Politiker „da oben“ beschäftigten sich mit sich selbst und hätten „keine Ahnung mehr davon, was für uns Bürgerinnen und Bürger wichtig ist.“ Scharf griff sie die AfD an, die der Nutznießer dieser Querelen sei, zur Lösung der anstehenden Probleme aber nichts beitragen könne.
Anschließend blickte Beilstein auf die Kommunalwahlen im Mai 2019. Die CDU habe bereits vor vielen Jahren dem Heimatbegriff eine zentrale Bedeutung gegeben, andere Parteien würden ihn jetzt verwenden, weil er gerade „hipp“ sei. Sie forderte: „Wählen sie im nächsten Jahr das Original und nicht die Kopie.“ Sie stellte heraus, die CDU habe sich „dauerhaft und nachhaltig um die Dinge gekümmert, die in unserem Zuständigkeitsbereich liegen und den Menschen wichtig sind.“
Gleichsam zum Beweis wurden anschließend die ersten Ergebnisse der Projektgruppen vorgestellt, die die drei Bereiche „Persönliche Perspektiven“, „Infrastruktur“ und der „Daseinsvorsorge“ bearbeiten. Unter diesen Überschriften werden die Fragen angegangen, die die Bürgerinnen und Bürger täglich beschäftigen. Dabei reicht der weitgespannte Bogen von den Berufsbildenden Schulen, der Wirtschaftsförderung entlang der A 48 und dem Freibad in der Verbandsgemeinde Zell über die bessere Vernetzung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Sicherung der touristischen Infrastruktur bis zur Pflege und der medizinischen Versorgung.
Zur Vertiefung eines Aspektes der Pflege luden die Christdemokraten die saarländische CDU-Landtagsabgeordnete Dagmar Heib als Referentin nach Faid ein. Sie stellte das seit dem Jahr 2012 entwickelte Konzept „Allianzen für Demenz im Saarland“ vor. Dessen übergeordnetes Ziel ist es, Aktivitäten und Maßnahmen zu bündeln und daraus eine Strategie für das gesamte Saarland zu entwickeln. Gegenwärtig werden unter diesem Dach 29 Maßnahmen gebündelt, deren verbindendes Element es ist, die Demenzkranken möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Eine Maßnahme ist daher die Förderung demenzsensibler Gottesdienste.
Beilstein fasste nach dem Kreisparteitag zusammen: „In unseren drei Projektgruppen haben wir die Probleme benannt, dann sind wir auf die Frage der Zuständigkeit eingegangen, haben Lösungsvorschläge und einen Zeitplan entwickelt und bereits mit der Umsetzung begonnen. Das sind die drei Säulen unserer Kommunalpolitik, die wirklich ganz nah dran an den Menschen ist.“
Pressemitteilung
CDU Cochem-Zell
Die CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende von Cochem-Zell, Anke Beilstein, stimmte die Mitglieder auf die Kommunalwahl im Mai 2019 ein. (v.li.). Dagmar Heib, Bettina Salzmann, Alfred Steimers, Anke Beilstein, MdL; Peter Bleser, MdB; Hans-Joachim Mons, Landrat Manfred Schnur, Stephanie Balthasar-Schäfer.Foto: Privat
