Konstituierende Sitzung des neuen Bendorfer Stadtrates
Neue Ratsmitglieder verpflichtet
Veränderung der Sitzverteilung
Bendorf. Der Wahlausschuss der Stadt Bendorf am Rhein hat in seiner Sitzung am 28. Mai das endgültige Ergebnis der Wahl zum Stadtrat festgestellt, diese hat zu einigen Veränderungen geführt. Die Verteilung der insgesamt 32 Sitze im Rat sieht nun wie folgt aus:
Die CDU verliert drei Sitze und hat jetzt zwölf Sitze inne, die SPD verliert ebenfalls drei Sitze und ist künftig mit elf Ratsmitgliedern vertreten. Die GRÜNEN gewinnen drei Sitze hinzu und haben sechs Mitglieder im Rat. Die WUM gewinnt einen Sitz und hält von nun an drei Ratssitze. Die FDP gewinnt zwei Sitze hinzu und kann mit ihren jetzt drei Sitzen eine Fraktion bilden.
Vor dem Eintritt in die Tagesordnung rief Bürgermeister Michael Kessler zunächst die Mitglieder auf, die zukünftig nicht mehr dem Rat angehören. Kessler: „Ich denke es ist wichtig, dass wir als Gemeinschaft von Verwaltung und Rat denjenigen Bürgern die Anerkennung zollen die bereit waren, in den letzten fünf Jahren einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit für das Allgemeinwohl zu investieren.“ Dann überreichte er Dankurkunden und kleine Präsente an die anwesenden ausgeschiedenen Ratsmitglieder Joachim Boos, Michael Enchelmaier, Peter Schneider, Bernd Pohlmann, Peter Speier, Thomas Beckgerd, Claudia Thomas und Franz-Gerd Kraemer. Ganz besonders hob der Bürgermeister das uneigennützige Engagement von Franz-Gerd Kraemer hervor, der nach seinen Recherchen über neununddreißig Jahre lang ununterbrochen dem Bendorfer Stadtrat angehörte. Die Ratsmitglieder spendeten minutenlangen Beifall und würdigten diesen außergewöhnlichen Einsatz zum Wohle der Stadt mit stehenden Ovationen. Kraemer bedankte sich für die Ehrung und hob hervor, dass er stets gerne mit den jeweiligen Ratsmitgliedern zusammengearbeitet habe. Trotz mancher negativen Dinge habe er immer empfunden, dass der menschliche Aspekt funktioniert hat und die positiven Momente überwiegt haben. Er erinnerte sich an die Anfangszeit seiner Ratsmitgliedschaft, damals habe es nur zwei Parteien im Stadtrat gegeben und die hätten gar nicht miteinander gekonnt. Es sei zu dieser Zeit nicht möglich gewesen, gemeinsam zum Wohle der Stadt zu arbeiten. Er habe es sich von Anfang an auf die Fahne geschrieben, dass dieser Zustand geändert werden muss und entsprechend auf seine Fraktion eingewirkt, auch die andere Seite habe sich nach und nach entwickelt. Kraemer: „So kam es allmählich zu dem Verhältnis, das sich in den letzten Jahren hier etabliert und produktives Arbeiten zum Wohle der Stadt möglich gemacht hat. All das, was wir gemeinsam geschaffen haben, das kann sich sehen lassen.“
Dann folgte als erster Tagesordnungspunkt die sich aus den §§ 20 und 21 der Gemeindeordnung ergebende Verpflichtung der Mitglieder des Stadtrats. Zur Durchführung dieses Prozedere rief der Bürgermeister die neuen Stadtratsmitglieder vor ihrem Amtsantritt einzeln auf und verpflichtete sie namens der Stadt durch Handschlag auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten. Neu im Stadtrat sind: Jörg Freisberg und Felix Rockenbach (CDU), Dominik Pretz und Claudia Seidel (SPD), Günther Bomm und Christine Graef (FDP), Elke Sodemann-Müller, Ulrich Starke, Loni Wellert und Hakki Yilmaz (GRÜNE) sowie Franz Peter Metzler (WUM). Die neuen Räte konnten bereits in den nächsten Tagesordnungspunkten die erforderlichen Beschlüsse durch die Abgabe ihrer Stimme mittragen, so auch die Verabschiedung der in einigen Punkten überarbeiteten Hauptsatzung der Stadt Bendorf sowie der neuen Geschäftsordnung des Stadtrates.
Ulrich Starke von den GRÜNEN wird als neues Ratsmitglied verpflichtet.