Stadtrat Neuwied tagte: Jugendbeirat überzeugt die Fraktionen – einstimmiger Beschluss
Neuer Freizeitpark für alle Generationen
Neuwied. Neuwied könnte um eine Attraktion reicher werden. Mit einer anschaulichen Präsentation überzeugte der Jugendbeirat alle Fraktionen im Neuwieder Stadtrat von seinen Vorstellungen eines neuen Freizeitparks. Die Vorsitzende des Jugendbeirats, Sonja Kowallek, sprach von einer Erweiterung des bestehenden Skateparks, einer Streetball Anlage, einem Parkour mit Graffitianlage, Tischtennis, Sitzmöglichkeiten, einer besseren Beleuchtung und vielem mehr. Dabei möchten die Jugendlichen nicht einmal unter sich bleiben. Die Gesamtgestaltung soll mit einem Kneipp Becken, Grillhütte, Outdoor-Fitness-Geräten, Beachsoccer und Beachvolleyball Raum für Begegnungen unter allen Generationen bieten. Sonja Kowallek zeigte sich optimistisch, aber auch realistisch. „Das wird mehrere Jahre dauern. In einem ersten Schritt soll zunächst eine Aktionsfläche für Jugendliche entstehen und der Skaterpark erweitert werden“, so die Jugendbeiratsvorsitzende. Der Skaterpark wurde in seiner jetzigen Form 2002 angelegt. Mit einstimmigen Votum beauftragte der Stadtrat das Stadtbauamt mit der Neugestaltung des Stadtparks. Die Pläne sollen mit dem Jugendbeirat abgestimmt werden, bevor der Stadtrat dann die Umsetzung beschließt. Wichtig ist dem Jugendbeirat, dass auch die unterschiedlichen Nutzergruppen in die Planungen involviert werden. Zu Beginn ihrer Ausführungen stellte Sonja Kowallek fest, dass Jugendliche Räume zur Begegnung benötigen. Viele Potentiale in städtischen Eigentum gebe es dafür nicht. Der Neuwieder Stadtpark sei unter vielerlei Aspekte ideal. Verkehrstechnisch zwischen Irlich, Niederbieber und Heddesdorf ist er perfekt gelegen und gut erreichbar. Dazu biete das Areal viel Grün und Natur. Den Jugendlichen liegt der parkähnliche Charakter am Herzen. Dieses Flair soll unbedingt beibehalten werden. Die Politik hatte zwar das letzte Wort aber an den Plänen nichts auszusetzen. Vor der Abstimmung gab es jede Menge Lob. Joachim Adler (Bündnis 90/Die Grünen) sprach den Jugendlichen und den unterstützenden Mitarbeitern aus dem Kinder- und Jugendbüro, den Respekt seitens der Mehrheitskoalition aus. Eine tolle Arbeit hätten diese geleistet und eine wirklich gute Planung auf die Beine gestellt. Das die Freizeitanlage „mehrgenerational“ werden soll gefällt Joachim Adler. Jannik Schmitz (SPD) sprach von einer echten Aufwertung für die Stadt Neuwied. Den Sozialdemokraten ist wichtig, dass die unterschiedlichen Nutzergruppen in die Detailplanung einbezogen werden, um den wirklichen Bedarfe gerecht zu werden. „Der Jugendbeirat überzeugt mal wieder“, sagte Dennis Mohr von der FDP. Die Liberalen drücken die Daumen, dass der größte Teil der Vorstellungen auch umsetzbar sein wird. FF
2002 wurde der Aufenthaltsraum für Kinder und Jugendliche geschaffen.
Auf dem Gelände zwischen Eisstadion und Rhein-Wied-Stadion gibt es bereits einen Spielplatz.
