Kreis Ahrweiler: Sonne unterstützt die Energiewende

Neuer Statusbericht vorgelegt

19.03.2019 - 09:09

Kreis Ahrweiler. Der Ausbau von Solar- und Windenergie im Kreis Ahrweiler weist weitere Zuwachsraten auf. Die Zahl der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) betriebenen Photovoltaikanlagen stieg im Jahr 2017 auf 2.716 und damit um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.603 Anlagen in 2016). Der Zubau in den vergangenen sechs Jahren beträgt rund 80 Prozent. Diese Zahlen stehen im neuen Statusbericht „Die Energiewende im Kreis Ahrweiler“, den Landrat Dr. Jürgen Pföhler dem Kreis- und Umweltausschuss vorgelegt hat.

Der Kreistag hat 2011 beschlossen, dass der Kreis Ahrweiler seinen Beitrag zur Energiewende leistet. Demnach soll die benötigte Energie langfristig und vollständig aus regenerativen Quellen gewonnen werden. Das Ziel lautet, den Strombedarf bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien (EE) zu decken. Dafür haben der Kreis Ahrweiler, die Kommunen und die Kreissparkasse Ahrweiler verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Das Projekt EnAHRgie steht damit im Kreis auf breiten Füßen.“

Die wesentlichen Zahlen des 7. Statusberichts (Erfassungszeitraum 2007 bis 2017): Solarenergie: 29,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) in 2017 (27,5 Mio. 2016, 3,0 Mio. 2007); Verstromung von Biomasse: 13,2 Mio. kWh 2017 (13,0 Mio. 2016; 0,6 Mio. 2007); Windenergie: 28,9 Mio. kWh 2017 (27,2 Mio. 2016, 3,7 Mio. 2007). Untergeordnete Rollen spielen Deponiegas (0,24 Mio. kWh) und Wasserkraft (0,18 Mio. kWh), jeweils 2017.

Bei den kreiseigenen Gebäuden konnte durch energetische Maßnahmen innerhalb der letzten zehn Jahre der Heiz- und Stromkennwert halbiert werden. Der Stromverbrauch lag im Vergleich zum Vorjahr bei einem nahezu konstanten Wert (+0,4 Prozent). Ein erheblicher Teil der Einsparungen der vergangenen Jahre ist auf die Sanierung versteckter Verbräuche zurückzuführen, insbesondere die Sanierung von Heizungsanlagen und Umwälzpumpen. So ist zum Beispiel bei der Janusz-Korczak-Schule in Sinzig der Stromverbrauch als Folge der Heizungssanierung um 20 Prozent gesunken. Der Kreis hat bei seinen Gebäuden ohnehin eine ausgeglichene CO2-Bilanz, da diese durch klimaneutralen Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft versorgt werden.


Projekte und Maßnahmen der Kommunen vorgestellt


Zusätzlich werden in diesem Jahr neben den Maßnahmen des Kreises erstmals auch die Projekte und Maßnahmen der Kommunen vorgestellt. Dabei wurden unterschiedliche Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz oder Mobilität durchgeführt, die das 100 Prozent-EE-Ziel unterstützen - etwa durch eigens entwickelte Klimaschutzkonzepte, Gebäudesanierungen, die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel sowie die Anschaffung von E-Bikes und -Fahrzeugen.

Im Bericht dargestellt sind zum ersten Mal auch die Projekte der Kreissparkasse Ahrweiler. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die weiteren Gebäude im Bestand der Kreissparkasse energetisch zu optimieren und dadurch den Energieverbrauch zu reduzieren. Durch den Austausch der Fenster, den Einsatz einer LED-Beleuchtung, die Dämmung von Fassaden und Dächern, die automatisierte Verschattung von Fenstern, der Austausch eines Blockheizkraftwerkes sowie den Wechsel effizienterer Heizungssysteme konnte die Kreissparkasse zwischen 2014 und 2017 ihren Stromverbrauch von 1.065.000 kWh auf 940.000 kWh (insgesamt 12 Prozent) senken.

Die hauptamtlichen Bürgermeister und Landrat Dr. Jürgen Pföhler haben mit einem in den kommunalen Gremien gefassten Beschluss zum 100 Prozent-EE-Ziel und der Umsetzung des EnAHRgie-Konzeptes eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und dem Kreis Ahrweiler angestoßen. Eine solche Kooperation mit weiteren Akteuren aus dem Kreis Ahrweiler war ein wichtiges Anliegen der Kommunen, da die Energiewende eine komplexe Herausforderung ist.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Die betreffende Achterbahn bleibt zunächst geschlossen und soll durch den TÜV geprüft werden

Nach tödlichem Unfall: Klotti-Park hat wieder geöffnet

Klotten. Seit heute, 9. August, hat der Klotti-Park in Klotten im Kreis Cochem-Zell wieder für Besucher geöffnet. Am Samstag kam es im Park zu einem tragischen Unglück: Eine 57-Jährige Parkbesucherin starb nach einem Sturz aus einer Achterbahn. Die Ermittlungen des Unfallhergangs durch die Behörden dauern noch an. Die Untersuchungen vor Ort seien allerdings mittlerweile beendet und die vom Unfall... mehr...

Festung Ehrenbreitstein lädt ein

Den grauen Zellen Beine machen

Koblenz. Auf einem abwechslungsreichen Rundweg über das Festungsgelände wird „merkwürdiges“ Gedächtnistraining mit den historischen Gegebenheiten der Festung Ehrenbreitstein verbunden. Auf unterhaltsame und spielerische Weise lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung die Festung mal von einer anderen Seite kennen und zudem werden die „grauen Zellen“ gefordert und wissenswerte Informationen nachhaltig gespeichert. mehr...

Stadt Koblenz kündigt weitere Sperrung an

Vollsperrung der Andernacher Straße

Koblenz. Die Stadtentwässerung Koblenz muss die Andernacher Straße im unteren Bereich ab der Kreuzung Balduinbrücke in Richtung Wallersheimer Weg (Kreuzung bis etwa Douquestraße) im Zuge des Neubaus des Stauraumkanals Andernacher Straße in Lützel vom 15. August 2022 bis zum 2. September 2022 für 3 Wochen voll sperren. Die Verkehrsbeziehungen von der Balduinbrücke aus in Richtung Brenderweg und Gartenstraße und umgekehrt, bleiben erhalten. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
juergen mueller:
Eine Möglichkeit, unserer Gesellschaft Kultur wieder etwas näher zu bringen. Ich glaube, dass wir einen Kulturverlust in unserer Gesellschaft haben. Die Dinge, die uns umgeben, nehmen wir als selbstverständlich wahr und haben uns abgewöhnt, Fragen daran zu stellen. Alleine auf die Frage: "Interessierst...

Brauchtum in Gefahr

aus Oberwinter:
Die von "näher dran" wissen, was da so seit Jahren und Jahrzehnten so (schief) gelaufen ist. Mit Corona hat das nicht viel zu tun. Die Berichterstattung wird oberflächlich gehalten um gewissen Personen nicht zu nahe zu treten. Diese Katastrophe war vorauszusehen - aber nicht abwendbar....
K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
Service