Politik | 19.02.2026

Fokus auf: bezahlbar und nutzbar für alle Bevölkerungsgruppen

Neuwied: Stadtrat beschließt neues Wohnraumkonzept

Einstimmig beschloss der Stadtrat das Wohnraumversorgungskonzept.Foto: FF

Neuwied. Einstimmig beschloss der Stadtrat sein neues Wohnraumversorgungskonzept inklusive der Wohnungsmarktanalyse für die Stadt Neuwied. Das städtebauliche Entwicklungskonzept hat die InWIS Forschung & Beratung GmbH erstellt.

Eingangs der Beschlussfassung erklärte Oberbürgermeister Jan Enig, dass es nicht um einen Bebauungsplan geht. Stattdessen handele es sich vielmehr um einen strategischen Rahmen, an dem sich zukünftige Entscheidungen orientieren. Mit dem Beschluss ist der Auftrag an die Verwaltung ergangen, die im Konzept enthaltenen Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen eingehend zu prüfen und die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Wohnqualitäten und der Stärkung eines vielseitigen Wohnungsangebots. Ziel ist es, bestehende Angebotslücken zu schließen, neue Wohnformen zu fördern und Quartiere qualitativ aufzuwerten. Dabei kommt der gezielten Vergabe kommunaler Grundstücke nach qualitativen und städtebaulichen Kriterien eine besondere Bedeutung zu.

Ein weiteres zentrales Handlungsfeld ist die Sicherung und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Hierzu sollen unter anderem bewährte Förderquoten bei Neubauprojekten fortgeführt, Belegungsbindungen im Bestand gesichert sowie kostenreduzierende Rahmenbedingungen, beispielsweise durch angepasste Stellplatzanforderungen, geprüft werden. Darüber hinaus sollen Wohnangebote für Familien, ältere Menschen und inklusives Wohnen gezielt weiterentwickelt werden. Ziel ist, den unterschiedlichen Lebensphasen und Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig Umzugsketten anzustoßen, die den Wohnungsmarkt insgesamt entlasten und vielfältiger machen.

Das Handlungsfeld Baulandmanagement und Nachverdichtung umfasst die systematische Erfassung und Aktivierung geeigneter Wohnbauflächen, die Umnutzung brachliegender Areale sowie die Nachverdichtung im Bestand. Damit sollen vorhandene Flächenpotenziale effizient genutzt und ein flächensparender Umgang mit Grund und Boden unterstützt werden. Die Ertüchtigung des Wohnungsbestands bildet einen weiteren Schwerpunkt. Ziel ist es, die Qualität und Energieeffizienz bestehender Wohnungen zu verbessern, Modernisierungen zu unterstützen und leerstehende Wohnungen wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen. Ergänzend stellt ein kontinuierliches Monitoring sicher, dass die Entwicklung des Wohnungsmarktes regelmäßig überprüft wird und die im Konzept formulierten Ziele und Maßnahmen bei Bedarf angepasst werden können.

FF

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Kommentare
20.02.202616:10 Uhr
Anja Weyer

Hier wird von Fläche sparendem Wohnraum gesprochen, brach liegende Gelände zu nutzen, die Quartiere aufzuwerten.
Wann wird denn endlich das Berninger Gelände genutzt, das seit Jahren brach liegt.
Und was ist mit der Baustelle in der Heddesdorfer Straße (ehemalige Videothek). Der Bau gammelt seit Jahren vor sich hin.
Was passiert mit dem Gebäude der Sparkasse in der Hermannstrasse.
Mein persönlicher Eindruck ist, das Neuwied auch immer mehr verkommt. Seit Jahren steht das alte Wage Haus leer und das Gelände drumherum wird dazu genutzt, illegal seinen Müll zu entsorgen. Und zur Aufwertung der Quartiere möchte ich noch sagen: wenn die Stadt weiterhin den alten Baumbestand fällen lässt und dafür ein paar bepflanzte Kübel hinstellt, sehe ich hier keine Auf,sondern definitiv eine Abwertung.

Klaus Schneider antwortete am 28.02.202613:41 Uhr

Nicht zu vergessen sind die Gelände von Rasselstein und Boesner, auch dort tut sich seit Jahren nichts.
Auch Falschparker können sich in Neuwied wohl fühlen, da das Ordnungsamt offensichtlich nicht in den Stadtteilen (hier in Niederbieber, Rodenbach, Segendorf) kontrolliert.
Das einzige wo die Stadt ganz groß ist, ist im Bäume fällen. Gefühlt vergeht keine Woche wo nicht irgendwo wieder eine Baumfällaktion angekündigt wird

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