Förderverein Mahnmal Koblenz :
Nun auch auf französisch online
Koblenz. Der Förderverein Mahnmal Koblenz hat die große Freude mitzuteilen, dass seine Homepage jetzt teilweise auch in französischer Sprache verfügbar ist. Absofort gibt es die virtuelle Ausstellung über den Bad Kreuznacher Gewerkschafter, Kommunisten und Widerstandskämpfer Hugo Salzmann (1903 – 1979) auch in einer französischen Version.
Vor drei Jahren hat der Förderverein die sehr umfangreiche Ausstellung über das Leben und Wirken von Hugo Salzmann ins Netz gestellt. Wegen des guten Zuspruchs zu dieser Subdomain seiner Homepage hat er dann beschlossen, eine französische Version der Ausstellung erarbeiten zu lassen. Hintergrund dafür war, dass Salzmann mit seiner Familie unmittelbar nach der Machtübernahme der Nazis 1933 fliehen musste und in Paris unterkam. Dort lebte die kleine Familie Salzmann, bis Hugo Salzmann zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im südfranzösischen Konzentrationslager Le Vernet inhaftiert und seine zunächst untergetauchte Frau Julianna und an die Gestapo ausgeliefert wurden, wohingegen ihr Sohn zu Verwandten nach Österreich gebracht werden konnte. Nacheinander verschleppte die Gestapo Julianna und Hugo Salzmann nach Koblenz. Von dort aus brachte man Julianna Salzmann ins Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, wo sie umkam. Hugo Salzmann machte man wegen Hochverrats den Prozess vor dem Volksgerichtshof und verurteilte ihn zu einer hohen Zuchthausstrafe. Nach der Befreiung kehrte er nach Bad Kreuznach zurück und war dort politisch, gewerkschaftlich und künstlerisch viele Jahre aktiv. Dieser deutsch-französische Lebens- und Leidensweg wird als Teil der Zeitgeschichte der beiden Länder anhand sehr umfangreicher Dokumente, Fotografien und Filme über seine künstlerischen Arbeiten dem Besucher nun auch in französischer Sprache dargestellt. Wesentlichen Anteil an diesem in Deutschland wohl einmaligen Projekt hat Frau Marie-Odile Rônez. Ihr ist es mit Akribie und Sachverstand hervorragend gelungen, diese Geschichte dem französischsprachigen Besucher eindringlich nahe zu bringen.
Der Dank gilt auch der Firma ELTOVI in Polch, der es wiederum gelungen ist, diese virtuelle Ausstellung technisch und optisch sehr ansprechend in Bild und Ton zu präsentieren.
Der Förderverein Mahnmal Koblenz konnte dieses sehr ambitionierte Projekt realisieren dank der Förderung durch die Sparkasse Rhein Nahe und die Stiftung Haus der Stadtgeschichte Bad Kreuznach.
Pressemitteilung des
Fördervereins Mahnmal für die Opfer des
Nationalsozialismus
in Koblenz
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