Politik | 16.02.2016

Die Lahn ist Teil des „LIFE-IP“-Förderprogramms der Europäischen Union

Ökologie und Ökonomie verbinden

Landrat Frank Puchtler: Projekt „Lebendige Lahn“ als große Chance

Rhein-Lahn-Kreis. Guter ökologischer Zustand, umweltverträglicher Hochwasserschutz und nachhaltiger Tourismus – das sind die Ziele, die in den kommenden Jahren für die Lahn erreicht werden sollen. Maßgeblich vorangetrieben wird das Vorhaben durch die Aufnahme in das „LIFE-IP“-Förderprogramm der Europäischen Union. Die Lahn ist damit eine von nur sechs europäischen Regionen, die sich erfolgreich um die Teilnahme an diesem EU-Programm beworben haben. Bei der Vorstellung des Projekts in Limburg wertete jetzt Landrat Frank Puchtler dieses Programm als eine „große Chance für die Lahn“. Das die Lahn betreffende LIFE-IP-Projekt nennt sich „LiLa – Living Lahn“, also „Lebendige Lahn“. Der Bund und die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz wollen dabei eng zusammenarbeiten und für die Regionalentwicklung an der Lahn ganz neue Wege beschreiten. So sollen die Aspekte Umwelt- und Naturschutz, Hochwasserschutzund Tourismus bei allen Planungen von Beginn an gleichberechtigt bedacht und behandelt werden. „Zwischen Westerwald und Taunus ist die Lahn eine wichtige Lebensader und wunderschöne Flusslandschaft, die unsere ganze Aufmerksamkeit verdient. Mit dem LIFE-IP-Projekt nutzen wir die Chance, Naturschutz, Tourismus und Regionalentwicklung an der Lahn grenzüberschreitend voranzubringen“, sagte dazu der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese. Insgesamt stellt die Europäische Kommission für „Living Lahn“ rund neun Millionen Euro zur Verfügung, weitere etwa sechs Millionen Euro steuern die Projektpartner über die Gesamtlaufzeit des Projektes von zehn Jahren bei. Beim LIFE-IP-Projekt „LiLa – Living Lahn“ handelt es sich um ein neues Programm, ein sogenanntes „Integriertes LIFE-Projekt (IP)“, mit dem die EU besonders solche Vorhaben fördert, die verschiedene Interessengruppen und Institutionen an einen Tisch bringen. In diesem Fall ist das neben dem hessischen und dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium auch die Bundesanstalt für Gewässerkunde, das Regierungspräsidium Gießen, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (Rheinland-Pfalz) und das Wasser- und SchifffahrtsamtKoblenz. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Limburg stellte die SGD Nord bereits die Maßnahmenplanung auf rheinland-pfälzischer Seite vor. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz, umgesetzt. Dabei handelt es sich um Renaturierungen, Verbesserungen der Gewässerstruktur im Lahnuferbereich und Hochwasserprävention. Zudem soll eine bessere Gewässerdurchgängigkeit, beispielsweise durch Rückbauten von Wehranlagen sowie eine höhere Wasserqualität durch die Reduktion von Nähr- und Schadstoffeinträgen erreicht werden. Landrat Frank Puchtler hat in einem Schreiben an die beteiligten Ministerien seine aktive Beteiligung an dem Projekt angekündigt: „Es ist im Interesse der Lahnregion, wenn wir gemeinsam diese Chance nutzen, um Ökologie und Ökonomie zusammenzubringen und den Naturschutz, den Hochwasserschutz und den Tourismus eine zukunftsfähige Perspektive entwickeln.“

Pressemitteilung des

Rhein-Lahn-Kreises

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