Politik | 04.02.2022

Erwin Rüddel: Differenzierte Betrachtung zwischen Delta-Variante und Omikron

Omikron hat die Impfpflicht für die „Ampel“ entschieden

Erwin Rüddel. Foto: privat

Kreis Neuwied. „Was bei der Delta-Variante richtig war, muss bei Omikron neu überdacht werden. Omikron hat die Spielregeln verändert. Omikron ist infektiöser, aber weniger gefährlich“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Erwin Rüddel.

Dazu konstatiert der Gesundheitspolitiker, dass die Impfpflicht für Omikron jetzt zu spät kommt und diese im Herbst, in der Endemie (grippeähnlicher Zustand), wahrscheinlich übertrieben ist. „Die, die eine Impfpflicht wollen, müssen zudem sagen, wie, wie lange, wie strukturiert und wie die Kontrolle sowie die Ahndung funktionieren soll. Zudem bedingt eine Impfpflicht auch ein Impfregister, damit wir aus dem Blindflug und aus dem ‚Daten-Nebel‘ herauskommen“, ergänzt der Parlamentarier.

Nicht zuletzt auch die Diskussion um die Umsetzung der Konsequenzen aus der Impfpflicht für die Pflege mit der drohenden Verweigerung der Gesundheitsämter, Beschäftigungsverbote tatsächlich auch umsetzen zu wollen, sieht Rüddel nicht nur die Impfpflicht in der Pflege, sondern diese allgemein als gescheitert an. Zudem weist er darauf hin, dass diese Haltung der Gesundheitsämter von den Gewerkschaften und Pflegeverbänden unterstützt wird.

Die Zerstrittenheit der „Ampel“ in dieser Frage mit dem daraus resultierenden Zeitverlust habe ihr Übriges dazu beigetragen. „Omikron hat mittlerweile die Spielregeln so verändert und wird die Dinge so regeln, zu der die Regierungen in Bund und Ländern nicht in der Lage waren. Omikron wird zu einer Grundimmunisierung in der Bevölkerung führen, bevor der ‚zahnlose‘ Tiger Impfpflicht überhaupt beschlossen werden kann“, ist sich der heimische CDU-Gesundheitsexperte sicher.

Ein zusätzliches Argument gegen eine allgemeine Impfpflicht sieht Rüddel in den Chancen und Möglichkeiten der neuen Protein-Impfstoffe sowie der wirkungsneuen Medikamente gegen schwere Verläufe. Deshalb sagt er mit Blick auf die aktuelle Lage: „Statt Gefahr zu laufen, angesichts der Kontrollproblematik und absehbarer weiterer Schwierigkeiten trotz markiger Beschlüsse für eine allgemeine Impfpflicht Handlungsunfähigkeit zu zeigen, sollten wir uns darauf konzentrieren, der Pandemie mit abgestuften, schrittweisen Ausweitungen der Impfpflicht zu begegnen, aber nur als ‚Vorratsbeschluss‘, falls der Sommer zeigt, dass im Herbst die Pandemie nicht beendet sein sollte.“

Derzeit biete aber Omikron alle Chancen, die Pandemie endlich zu Ende zu bringen. „Eine Pandemie endet mit einer Grundimmunisierung der Bevölkerung durch Impfen und natürliche Infektion. Deshalb möchte ich alle Ungeimpften aufrufen, sich noch schnell durch Impfen zu schützen. Eine weitere Chance bieten jetzt auch die neuen Proteinimpfstoffe, die in diesem Februar auf den Markt kommen“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung des

Büro von Erwin Rüddel

Erwin Rüddel. Foto: privat

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Kommentare
07.02.202205:10 Uhr
juergen mueller

@S.Schmidt/Ich mag es, wenn ich nicht aufpassen muss, was ich sage oder schreibe, muss nicht vorher fragen, welche Meinung ich haben darf, nur damit sich andere wohlfühlen. Kritik ist etwas natürliches. Wer damit nicht leben kann, hat etwas zu verbergen. Und kommen Sie mir nicht mit "etwas aufbieten zu müssen". Im Gegensatz zu Ihnen suche ich mir nicht immer das heraus, was ich als negativ angesehen für meine Zwecke weiter verbreite. Was in Israel oder sonstwo geschieht, registriere ich, sonst weiter nichts. Mich interessiert, was hier passiert, welche Meinung hier herrscht, welche Zweibeiner darauf aus sind, ihre negative Einstellung durch ein Einholen weltweiter , angeblich positiver Erkenntnisse, aufzufüttern, um diese dann für ihre Zwecke zu nutzen. Ich werde Ihnen für Ihre negativen Kommentare keine Plattform bieten, für die Sie offensichtlich keine Verantwortung übernehmen, weil Ihnen die Folgen nicht bewusst sind. Wenn doch, umso schlimmer.

06.02.202216:51 Uhr
Gabriele Friedrich

@S.Schmidt/ [[[[[ Tel Aviv – Eine vierte Coronaimpfung schützt laut einer israelischen Studie nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante. Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv gestern.

Zwei Wochen nach einer vierten Dosis des Präparats von Biontech/Pfizer sei zwar ein „schöner Anstieg“ der Antikörper zu beobachten. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Impfung. „Aber für Omikron ist dieser schöne Wert nicht genug.“ Regev betonte, es handele sich um Zwischener­gebnisse der Studie, sie wollte daher auch keine genaueren Zahlen nennen. ]]]]]]]
Quelle: Ärzteblatt.de Israelische Studie ...
Wenn Sie etwas behaupten, @S.Schmidt- bitte mit Quellenangabe/n.

06.02.202215:06 Uhr
S Schmidt

@juergen mueller, meine Aussagen beruhen auf aktuelle Daten und Studiere aus Israel. Was können Sie aufbieten? Und bitte nur zur Sache äußern, wenn möglich ohne Beschimpfungen. Vielen Dank.

06.02.202212:28 Uhr
juergen mueller

@S.Schmidt/ Ich gehe mal davon aus, dass sie sich dessen bewusst sind, welches Konfliktpotential Ihre mit Falschinformationen bestückten Kommentare (nicht nur auf die Impfpolitik bezogen) in sich bergen. In manchen Menschen gibt es einfach nichts Positives, nichts Gutes mehr. Ich bin gegen eine Impfpflicht, auch gegen strengere Maßnahmen gegen Ungeimpfte,weil sie potentiellen Querdenkern wie Ihnen, die gegen jede Art von Politik hetzen, neue Angriffsflächen bietet. Grob gesagt verzeichnen Geimpfte (ohne auf Statistiken zurückzugreifen) weniger Infektionen als Ungeimpfte. Jüngere Geimpfte infizieren sich seltener als Ungeimpfte. Ungeimpfte landen häufiger auf der Intensiv als Geimpfte. Geimpfte spielen eine wesentlich kleinere Rolle in der Übertragung als Ungeimpfte. Fundierte Ergebnisse belegen, dass es mehr Argumente für eine Spritze gibt als dagegen. Wir alle sind Füreinander verantwortlich. Früher haben wir ohne Handy, Internet, Google das benutzt, was vielen abgeht - den Kopf.

06.02.202208:43 Uhr
S Schmidt

Von der gesamten Erzählung, auf der die schon jetzt größte Verschwendung von Steuermitteln beruht, bleibt immer weniger.
Erst wurde COVID-19 Impfung als Schritt in die SARS-CoV-2 sorglose Freiheit verkauft. Dann wurde klar, dass keiner der dargebotenen Impfstoffe Schutz vor einer Ansteckung bietet.
Dann stellte sich heraus, dass kein COVID-19 Impfstoff verhindert, dass Geimpfte, die sich mit SARS-CoV-2 angesteckt haben, das Virus weiter verbreiten. Zwischen Geimpften und Ungeimpften gibt es keinerlei Unterschied und damit ist jede Basis für eine Impfpflicht entfallen.

05.02.202217:28 Uhr
Gabriele Friedrich

Ab wann ist man denn Gesundheitsexperte ? Oder ist man das automatisch, nur weil man in irgendeinem Ausschuß sitzt ?

05.02.202213:17 Uhr
juergen mueller

Ich verlasse mich grundsätzlich nicht darauf, was ein sogenannter Gesundheitsexperte von sich gibt, der für mich keiner ist, weil ihm einfach die Voraussetzungen hierfür fehlen.
Gesundheitsexperte kann sich jeder schimpfen, der sich mit der Materie befasst, indem er sein vermeintliches Wissen ganz einfach erliest, was jedoch mit einer Kompetenz, sich dann so zu nennen, rein garnichts zu tun hat. Man ist noch lange kein Experte, nur weil man sich auf ein Thema spezialisiert hat. Politik beinhaltete schon immer ein Sammelsurium von Möchtegernexperten, die sich zu ihrer eigenen Profilierung aus dem reichhaltigen Topf an Möglichkeiten bedienen, das ohne fachliche Qualifikation und Kompetenz. Andere benötigen ein jahrelanges, intensives fachbezogenes Studium mit Abschluss. Durch solch zweifelhafte, selbstverliehene Bezeichnungen, nur weil man sich, mehr als andere, mit etwas besser auskennt, wird dies ad absurdum geführt. Wie oft lag Herr Rüddel mit seiner Expertise schon daneben..

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