Politik | 21.07.2020

LINKE.Koblenz

Online-Gespräch zum Thema „Smart City“

Koblenz. MdB Petra Sitte und Oliver Antpöhler, Vorsitzender der Linksfraktion im Koblenzer Stadtrat, trafen sich zu einem Online-Gespräch rund um das Thema „Smart City“. Annette Vollmar übernahm die Moderation und Christian Zillgen behielt für uns LINKE.Koblenz die Technik im Auge.

Wie Petra ausführte, gebe es keine „gängige Definition“ bzw. „kein homogenes Konzept“ zu „Smart City“. Für die LINKE sei es wichtig, dass die Neugestaltung einer Stadt und deren Infrastruktur „als integrierte digitale Stadtentwicklung“ nicht bedeuten dürfe, „über eine Stadt wie eine Glocke ein Konzept zu hängen“, sondern dass solche Konzepte immer aus „der Perspektive der späteren Nutzer*innen und Betroffenen“ schrittweise von unten entwickelt werden müssten (Zitate von Petra im Gespräch). Oliver ergänzte, dass es um die Partizipation, eine direkte Teilhabe aller gehe, weshalb „Agilität“, also eine ständige Weiterentwicklung vor Ort unabdingbar sei.

Auf Annettes Nachfrage nach dem praktischen Nutzen hin, also dem Mehrwert einer Smart City für die einzelnen Bürger*innen, führte Petra aus, dass es neben digitaler Verkehrsleitplanung und Verkehrssicherheit, auch „kuscheligere“ (Petra) Beispiele gebe wie „Gieß den Kiez“, eine App, die Urban Gardening vorantreibt. Außerdem verwies Petra auf die Jelbi-Mobilitätsapp, die verschiedene Verkehrsanbieter, wie S- und U-Bahn, Busse, Züge, Taxen etc., zusammenführe, sodass man einfach und schnell von „A nach B“ finde. Darüber hinaus wurden Konzepte wie „fairbnb“, die Digitalisierung von Freiwilligendiensten oder „intelligente“ Mülltonnen vorgestellt. Oliver ergänzte für Koblenz die Möglichkeiten mit „Smart City“ soziale Gerechtigkeit, CO2-Reduzierung, Verkehrsnutzung, Bürgernähe („Smart-City-Plenum“, Serviceleistungen) usw. voranzubringen. Wichtig sei dabei, Vorteile für alle gesellschaftliche Gruppen zu erreichen.

Petra und Oliver betonten die Notwendigkeit allerhöchster Standards beim Datenschutz; private Daten dürften nicht in die Hände von Firmen geraten. Genauso wichtig war es ihnen, darauf hinzuweisen, dass „Smart City“ nur ein ergänzendes Angebot sein dürfe. Menschen, die sich nicht gut mit digitalen Medien auskennen oder sich berechtigterweise einer Digitalisierung verwehren würden, müssten weiterhin analoge Angebote erhalten.

Die Koblenzer Linksfraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag zur Erarbeitung von Richtlinien zu „Smart City“ gestellt. Dazu wird es im Oktober weitere Gespräche geben.

Pressemitteilung

LINKE.Koblenz

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Kommentare
26.07.202013:21 Uhr
juergen mueller

Soziale Gerechtigkeit,Bürger Nähe?Wovon wird hier geredet?Man sollte sich als Bürger*inn erst einmal fragen,welche "wirtschaftlichen Interessen" da mal wieder dahinter stecken,wo mal wieder ein gesamtheitlicher/ganzheitlicher Charakter eines Konzeptes dargestellt wird,der m.E.gar nicht erst angestrebt wird.Im übrigen hat diese SMART CITY so ihre Tücken,denen sich die Politik NICHT bewusst ist (Wann ist sie das überhaupt in ihren Vorschlagsserien).Ich für meine Person möchte NICHT Teil einer technischen Infrastruktur der Stadt sein u.werden,einer Stadt,wo die gesamte städtische Umgebung mit Sensoren versehen ist,die Bewohner einer permanenten sogen.Interaktion mit einer sie nun umgebenden Technologie umgeben sind u.erfasst werden.Solche Spinnereien gehören anderen Belangen komplett untergeordnet u.hinten angestellt.Man sollte sich erst einmal mit der jetzigen Situation auseinandersetzen,die Not tut,bevor man intergalaktische Eier ausbrütet. .

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