Leserbrief zu „Stadt Andernach boostert 600 Menschen“
Organisation hätte von einem Erstklässler sein können
Dass die Stadt Andernach mit der Impfaktion in der Stadthausgalerie einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft geleistet hat, wie OB Achim Hütten betonte, steht außer Zweifel.
Nur wie die Aktion abgelaufen ist, spottet jeder Beschreibung.
Das vor der Stadthausgalerie jemand vom Ordnungsamt der Stadt Andernach mit „Nummernzettelchen“ stand, konnte niemand ahnen. Ich hatte mich bereits am Schluss der Wartenden angestellt, bis jemand sagte: „Hast Du schon ein Zettelchen?“ Rückfrage: Wo bekomme ich das her?“ Antwort. „Da vorne bei dem Herrn“.
Zusätzlich kam hinzu, dass, wenn man nachgefragt hat, ob die Nummernreihenfolge eingehalten wird, man lapidar zur Antwort bekam, stell Dich in der Reihe an.
Als dann der OB sich ein Bild vom Impffortgang machen wollte (vermute ich mal) ging eine Stunde lang nichts mehr. (Wieso, weshalb, keine Ahnung). Zwischenzeitlich konnte sich eine ältere Frau nicht mehr auf den Beinen halten.
Ich bin dann nach 4 Stunden nach Haus gefahren. Habe mittlerweile gehört, dass viele Impfwillige bis zu 7 Stunden angestanden haben.
Wie bereits geschrieben, fand ich die Aktion der Stadt Andernach gut, aber die Organisation hätte von einem Erstklässler sein können.
So empfand es nicht nur ich, sondern viele der Impfwilligen mit denen ich mich unterhalten habe.
P.S. Am nächsten Tag habe ich mich über Internet in der coronaambulanz-myk.de in Mayen angemeldet. Die Antwort war innerhalb einer Stunde da. 5 Tage später hatte ich einen Termin. Nach einer halben Stunde, incl. 15 Min. Ruhezeit, war ich geboostert und wieder draußen.
Peter Stein,
Nickenich
