Politik | 19.03.2021

SPD-Fraktion des Rübenacher Ortsbeirates

Ortsbeirat Rübenach einstimmig gegen Windkraftanlagen

Rübenach. Aktuell sorgt die geplante Errichtung dreier Windkraftanlagen nahe der A61 für viel Diskussionsstoff im Stadtteil Rübenach. Die Meinung im Ortsbeirat ist hierbei parteiübergreifend dieselbe. „Alle Fraktionen des Ortsbeirates sprechen sich entschieden gegen die geplanten Windräder aus“, erläutert der ehemalige Ortsvorsteher Christian Franké.

Dies hat verschiedene Gründe. So liegen die Standorte der nun geplanten Anlagen nicht in dem 2013 beschlossenen Vorranggebiet.

Dabei, so Ortsbeiratsmitglied Sarah Lipinski-Wasilewski, waren die potentiellen Flächen für Windenergieanlagen (WEA) in Koblenz nach der damaligen Untersuchung ohnehin schon rar gesät: „Das Gutachten von 2013 hat ergeben, dass auch die nun ins Auge gefasste Fläche nicht völlig konfliktfrei ist. Man kann also sagen, dass sich eine Errichtung von Windkrafträdern in Koblenz extrem schwierig gestaltet.“

Ablesbar ist diese Einschätzung auch an einer Unterrichtungsvorlage der Verwaltung aus der Stadtratssitzung vom 13. Dezember 2013, in der es hieß, dass man aufgrund der „mäßigen Windhöffigkeit und der zahlreichen Restriktionen“ davon ausgehe, dass sich das Interesse entsprechender Unternehmen zur Errichtung von Windkrafträdern in engen Grenzen halte.

Nun gibt es aber doch konkrete Pläne, für die die sozialdemokratischen Ortsbeiratsmitglieder allerdings verschiedene Konflikte sehen.

„Die Visualisierung der Stadtverwaltung in der letzten Ortsbeiratssitzung hat gezeigt, dass die Windkraftanlagen so gut wie aus dem gesamten Stadtgebiet heraus sichtbar sein werden.

Hier muss geprüft werden, ob dies im Einklang mit den Richtlinien des UNESCO-Welterbes liegt.

Außerdem stellen wir uns die Frage, ob die Anlagen, die bis über 200 Meter hoch sein sollen, nicht möglicherweise auch erhebliche Probleme für den Rettungshubschrauber des Bundeswehrzentralkrankenhauses oder den Flugverkehr des Winninger Flughafens mit sich bringen“, erläutert Franké.

Die Stimmung in Rübenach ist demnach angespannt. „Unser Stadtteil hat verschiedene Probleme, die die Einwohner belasten.

Zu nennen sind hier beispielsweise der Lärm der beiden Autobahnen, das beständig wachsende Industriegebiet an der A61 und natürlich die fehlende Ortsumgehungsstraße“, erläutert Ortsbeiratsmitglied Robert Doff-Sotta.

Die geplanten Windkraftanlagen vermitteln vielen Rübenacherinnen und Rübenacherinnen ein Gefühl, vom restlichen Koblenz abgehangen zu sein, frei nach dem Motto: ‚Mit Rübenach kann man das ja machen!‘

Franké schließlich führt noch ein Argument aus Sicht der gesamten Stadt ins Feld: „Koblenz als Oberzentrum im nördlichen Rheinland-Pfalz leistet sehr viel für die Umgebung: Schulen, Einzelhandel, medizinische Versorgung, Arbeitsplätze und vieles mehr.

Da stellt sich die Frage, ob nun auch noch Windkraftanlagen in Koblenz errichtet werden müssen oder sich nicht alternative Standorte außerhalb der Stadtgrenzen finden lassen.“

Pressemitteilung der

SPD-Fraktion

im Rübenacher Ortsbeirat

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Kommentare
20.03.202100:33 Uhr
juergen mueller

OBR RÜBENACH - eine Institution, die zu ihrem eigenen Vorteil, wie es gerade passt, ihre Fahne nach dem Wind richtet.
Es mutet schon fast pervers an, dass man gegen WKA ist, obwohl man selbst bereits, wie andere auch, mit Geld geködert, sich mit dem Windkraftbetreiber PROKON einig ist. Dem Lockruf des Geldes folgt hat (fast) jeder.
Die Perversität spiegelt sich nur darin, dass man vorgibt, politisch gegen WKA zu sein, obwohl man selbst bereits Grund u. Boden verschachert hat.
Namen gefällig?

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