Über freiwilliges Engagement eigene Fähigkeiten entdecken und für andere nutzbar machen

Peer Education an der Alice Salomon Schule

Peer Education an der Alice Salomon Schule

von rechts nach links: Schulleiter Axel Lischewski, Abteilungsleiter Elmar Kanschik, Christina Andronache, Katja Schick, Stefanie Hackner, Sarah Mourtada, Dr. Martin Correll und Andrea Oosterdyk.Foto: Kreisverwaltung

26.01.2018 - 11:11

Mit dem Projekt „Dialogbotschafter“ unterstützt die Landesregierung nunmehr im dritten Jahr die rheinland-pfälzischen Kommunen dabei, zur nachhaltigen Förderung und Unterstützung von Ehrenamt Integrationsmaßnahmen zu entwickeln und zu koordinieren. Im Landkreis Neuwied werden mehrere Projekte gefördert, darunter das „Peer Education Projekt“ an der Alice Salomon Schule (Standort Neuwied).


„Die ASS hat im vergangenen Jahr für das Schuljahr 2017/2018 ein wegweisendes Konzept“ mit Modellcharakter entwickelt, mit dem Potentiale von Schülerinnen und Schülern im Rahmen des freiwilligen Engagements innerhalb der Schule speziell für die drei Flüchtlingsklassen BVJ-S gefördert werden sollen“, erläuterte Dr. Martin Correll, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte.

„Dies hat uns sehr beeindruckt und die Leitstelle Ehrenamt in der Staatskanzlei hat unserem Förderantrag zugestimmt“, erklärte die Integrationsbeauftragte des Landkreises, Andrea Oosterdyk. „Denn hier geht es nicht nur um die fachliche und soziale Unterstützung von Schülern für Schüler, sondern auch um die Heranführung junger Menschen an bürgerschaftliches Engagement. In der Schule besteht zudem ein begleitetes und geschütztes Umfeld, in dem junge Menschen ihre Talente erproben und entwickeln können, die ihnen später im weiteren Bildungsverlauf bis ins Berufsleben nützlich sein können. Davon profitieren die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf ebenso wie diejenigen, die die Hilfe anbieten.

Schulleiter Axel Lischewski weist darauf hin, dass die Peers dabei stets von den Lehrkräften der entsprechenden Klasse bei Fragen und Schwierigkeiten unterstützt werden und ihr Engagement am Ende des Schuljahres mit einem Zertifikat ausgezeichnet wird. Aufgrund der positiven Erfahrungen bemühen sich die zuständigen Lehrkräfte aktuell, weitere Peers zu gewinnen.

„Derzeit werden an der Alice Salomon Schule, Standort Neuwied, insgesamt 60 neu zugewanderte Jugendliche in drei Klassen (BVJ-S/Berufsvorbereitungsjahr Sprache) unterrichtet. Jede dieser Klassen wird von einer ausgebildeten DaZ-Lehrkraft (DaZ = Deutsch als Zweitsprache) mit etwa 20 Stunden in der Woche beschult. Das Konzept der Peer Education ist fest im Leitbild der Schule verankert und die Erweiterung auf die neu eingeführten BVJ-S-Klassen hat sich als sehr erfolgreich erwiesen“, berichtet Studiendirektor Elmar Kanschik, Abteilungsleiter der Alice Salomon Schule Neuwied. Insgesamt sechs ehrenamtliche Helferinnen („Peers“) aus unterschiedlichen Bildungsgängen der Schule unterstützen in ihren Freistunden die Sprachklassen während des Deutschunterrichts, wie zum Beispiel die Schülerin Lisa Füllenbach aus dem Bildungsgang Berufsfachschule II: „Ich habe angefangen zu helfen, da ich in der BF I ein Projekt durchführen sollte, das meinen Stärken entspricht. Da habe ich gemerkt, dass es mir sehr viel Spaß macht, auch in der Sprachklasse zu helfen.“ Die Abiturientin Sarah Mourtada absolviert zurzeit ihren Bundesfreiwilligendienst für Neuzugewanderte im BVJ-Sprache. Die Peer-Education wird ebenfalls durch Schülerinnen und Schüler aus dem Fortgeschrittenenkurs verwirklicht, die stundenweise zur Unterstützung in den Anfängerkurs kommen.

„Der Kontakt mit den etwa gleichaltrigen Ehrenamtlichen aus der eigenen Schule führt einerseits zu einem interkulturellen Austausch sowie zu einer schnelleren Integration der neu zugewanderten Jugendlichen in die Schulgemeinschaft“, hat Bildungsgangkoordinatorin Katja Schick festgestellt. Aufgrund der starken Heterogenität der Flüchtlingsklassen trägt der Einsatz der Peers andererseits zur individuellen Förderung der Deutschlernenden während des Unterrichts bei.

„Manche brauchen mehr Hilfe, zum Beispiel, wenn sie ganz neu in der Klasse sind“, kann der stellvertretende Klassensprecher der BVJ-S 17a berichten.

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Kommentare
Antje Schulz:
Man muß beim Leserkommentar von G. Seidel anmerken, daß Gerlinde Seidel bezahlte Mitarbeiterin von Jan Bollinger ist. Und zu Herrn Salka folgendes: Dieser ist nicht zum ersten Mal durch Fehlleistungen aufgefallen. Unter anderem ist Salka durch seine extrem rechten Umtriebe bekannt. Unter anderem der...
Gabriele Friedrich:
Weiß denn Herr Dr.Bollinger nicht das die Taxischeine von der Krankenkasse bezahlt werden? Ich bekomme nicht mal einen Taxischein zum Krankenhaus in Mayen und das bei 80 GdB. Und man kann sich die Scheine sowieso wieder nur "per Taxi" beim Arzt abholen ( (falls der das genehmigt) An den Aufwand, den...
G. Seidel:
Herr Kocher, wo liegt Ihr Problem? Ihnen als Leser dürfte es doch nicht entgangen sein, dass Politik und Medizinexperten wiederholt darauf hinweisen, dass der Schutz von Risikogruppen bisher vernachlässigt wurde und gezielte Schutzmaßnahmen endlich ergriffen werden sollten. Da liegt Dr. Bollinger mit...

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Elisabeth Geerds:
Danke, dass Sie sich immer mal wieder auch solchen Themen widmen. Finde ich spannend und wichtig. Respekt an Herrn Wahlen und Herrn Hirschfeld für Ihr Engagement in diesem Teil der Erde...
Gabriele Friedrich:
Besser geht es ja nicht. Dr. Schlags auch ein Garant für gutes Gelingen und die Hausärzte sind auch zu loben, bei der Masse an Patienten, die sie haben und die wenige Zeit. Alles Gute ins Klösterchen !...
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