Mehrheitskoalition präsentierte den Wunschkandidaten für Soziales
Peter Jung ist designierter neuer Bürgermeister
Neuwied. Nur wenige Tage nach Ausschreibungsschluss präsentierte die Mehrheitskoalition aus CDU, Bündnis90/Die Grünen und FWG mit Peter Jung ihren Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Die Eile erklärten die Fraktionssprecher mit der gesetzlichen Vorgabe, dass die Nachfolge von Michael Mang innerhalb von drei Monaten erfolgen muss. Außerdem wollte man öffentliche Spekulationen und Diskussionen zum Schutz der Bewerber vermeiden. Der entscheidende Grund ist aber, dass die Parteien sicher sind, in Peter Jung den perfekten Bürgermeister gefunden zu haben. Der 38-Jährige ist als Amtsleiter im Büro des Oberbürgermeisters allen Fraktionen seit langem persönlich bekannt. „In ihm haben wir einen absoluten Verwaltungsfachmann, der hohes Ansehen bei den Mitarbeitern der Verwaltung und beim Stadtvorstand genießt. Der Kommunalpolitik steht Peter Jung stets kooperativ zur Seite“, erklärte CDU-Chef Martin Hahn. Ihm gefällt der kollegiale Führungsstil von Peter Jung. Außerdem sei der Kandidat empathisch und hochmotiviert. Peter Jung gehört keiner Partei an. Damit lösen die Christdemokraten, bei denen das Vorschlagsrecht für den Kandidaten liegt, ihr Versprechen ein, das Amt nach Eignung und Kompetenz und nicht nach Parteibuch zu besetzen. Regine Wilke unterstrich, dass die Grünen hinter dem Vorschlag stehen. Von 17 guten Bewerbern, darunter vier mit Verwaltungserfahrung, seien drei in die engere Wahl gekommen. „Peter Jung hat uns am meisten überzeugt und zeigte sich über Arbeitsfelder gut informiert“, sagte die Fraktionsvorsitzende. Die Grünen schätzen Peter Jung für seine überlegten Handlungen. „Mit seiner kraftvollen Ruhe, persönlicher Kompetenz und Fachkompetenz bereichert er den Stadtvorstand“, ist sich Regine Wilke sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben. Nach vielen Höhen und Tiefen könne nun wieder Ruhe im Rathaus einkehren. Als dritter im Bunde bestätigte Karl-Josef Heinrichs (FWG), hinter Peter Jung zu stehen. Die Kommunalpolitik kenne ihn als stets ansprechbaren und hilfsbereiten Mitarbeiter aus der Verwaltung. Als Bürgermeister wird Peter Jung zukünftig noch viel mehr mit der Politik zu tun haben. Vor der Zusammenarbeit mit den politischen Gremien hat der Verwaltungsfachwirt Respekt aber keine Sorge zwischen die politischen Fronten zu geraten. Auch weil er sich der Neutralität verpflichtet fühlt. Seine Bewerbung als Bürgermeister ist eine bewusste Entscheidung für das Dezernat Jugend und Soziales. Ein Bereich, in dem sich der Vater zweier Kinder praktisch auskennt. Technisch einheitliche Standards möchte er bei den 12 Grundschulen im Stadtgebiet einführen. Die Chancengleichheit aller Kinder, gleich welcher Herkunft, liegt ihm am Herzen. Berührt ist Peter Jung auch von den Obdachlosen an der Matthiaskirche. In der Begleitung und Unterstützung dieser Menschen sowie von Flüchtlingen sieht er künftige Handlungsfelder. Grünenchefin Regine Wilke freut sich, dass Peter Jung die Arbeit von Ehrenamtlichen und caritativen Organisationen aus diesen Bereichen kennt und wertschätzt. Generell hat sich der designierte Bürgermeister die Unterstützung des Ehrenamts auf die Fahnen geschrieben. „Das Ehrenamt ist der Motor der Gesellschaft. Diese Arbeit und auch Prävention können von der Verwaltung allein nicht geleistet werden“, weiß Peter Jung. Dass er nun vom Schreibtisch mit überwiegend administrativen Aufgaben aufsteht und sich in eine repräsentative Funktion, mit einer Fülle von Terminen begibt, hat einen Hintergrund. In seiner Heimatgemeinde Hardert ist Peter Jung ehrenamtlicher Erster Beigeordneter. Beim Einsatz für die Gesellschaft erlebt er viel positive Rückmeldungen. Nun möchte er sich verstärkt in Neuwied einbringen und sieht sich dabei als Dienstleister für die Bürger. Der Westerwälder versichert, sich in der Deichstadt wohl zu fühlen. Die Stadt sei ihm ans Herz gewachsen und mehr als nur der Ort der Arbeitsstätte. Regelmäßig ist er mit der Familie in der Stadt unterwegs, gern am Rheinufer aber auch im Zoo und dem Kindertheater. Abschließend zeigten sich die drei Fraktionen überzeugt davon, einen Kandidaten nominiert zu haben, der in der Stadtratswahl eine breite Zustimmung erhält. Dieser Tage stellt sich Peter Jung allen Parteien außerhalb des Dreierbündnisses vor. Die ersten Gespräche sind dem Vernehmen nach vielversprechend verlaufen. FF
Der 38-jährige Verwaltungsfachwirt Peter Jung, Vater zweier Kinder, möchte sich im Bereich Jugend und Soziales für die Gesellschaft einbringen. Als Bürgermeister sieht er sich als Dienstleister für die Bürger.
