Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen fordert bauliche Trennung
Pfaffendorfer Brücke wird am Stadtrat vorbei geplant
Koblenz. Im vergangenen Stadtrat beantragte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bei der Neuplanung der Pfaffendorfer Brücke eine bauliche Trennung des Fahrradweges vom Fußweg, eine bauliche Trennung der gegenläufigen Fahrbahnen und die Anbringung von Solarpaneelen an der Südseite der Brücke. Die Verwaltung betonte in ihrer Stellungnahme, anders als bei der Planvorstellung vor einem Monat, Änderungen wären nicht mehr möglich.
„Das ist ein Unding, wie die Verwaltung hier mit der Politik umgeht“, empört sich Patrick Zwiernik, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Bereits bei der Vorstellung der Pläne vor einem Monat wurden Änderungen durch die Politik vorgeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt wurde betont, alle Vorschläge einfließen zu lassen und noch genug Zeit für die Planung zu haben. So wie sich jetzt die Situation darstellt, versucht die Verwaltung, die Stadt zu gestalten, was eindeutig Aufgabe des Stadtrates ist. Wir sind nicht zum Abnicken von Vorlagen gewählt, sondern um Maßnahmen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu beeinflussen. Gerade ein getrennter Fahrradweg vom Fußweg ist an dieser Stelle enorm wichtig. Bei den Planungen zum Verkehrsentwicklungsplan 2025 führen rechts und links des Rheins Radschnellstraßen, ohne Verbindung. Mit dem Neubau der Brücke haben wir die Chance den Begegnungsverkehr mit Fußgängerinnen und Fußgängern von Anfang an zu vermeiden. Im OB Wahlkampf haben sowohl der jetzige Oberbürgermeister Langner als auch Baudezernent Flöck die Wichtigkeit des Radverkehrs immer wieder betont. Wir fordern jetzt den warmen Worten Taten folgen zu lassen und die Brücke direkt aus Sicht aller Verkehrsteilnehmenden zu denken!“
Schnellschüsse haben nichts zu suchen
„Ein Neubau ist immer eine Chance in die Zukunft“, betont Andrea Mehlbreuer, Sprecherin für integrierte Stadtentwicklung: „Mit dem Neubau der Pfaffendorfer Brücke legen wir uns für die nächsten 80 bis 100 Jahre fest. Schnellschüsse haben hier nichts zu suchen. Im kommenden Fachbereichsausschuss werden wir das Thema noch mal diskutieren. Wir wollen eine Brücke, bei der Sicherheit großgeschrieben wird.“
Pressemitteilung der
Stadtratsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen
