Politik | 02.02.2021, 10:38 Uhr

SPD Wachtberg

Planungen für Windenergie werden wieder aufgenommen

Wachtberg. Mit dem Beschluss vom 21. Januar über die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ wird das seit dem Jahr 2017 ruhende Verfahren zur Ausweisung einer Konzentrationszone für die Windenergienutzung wieder aufgenommen.

Die Aufstellung eines Flächennutzungsplans (FNP) für Windenergieanlagen ruht seit dem Jahr 2017. Grund dafür ist, dass seinerzeit der Abstand zwischen der Wohnbebauung und den Windenergieanlagen von 1000 auf 1500 Meter erhöht wurde. Dies bedeutete für Wachtberg faktisch das Aus für Windenergieanlagen, weil Flächen die diesem Kriterium genügen, in Wachtberg nicht vorhanden sind.

Aktuell zeichnet sich ab, dass der Abstand wieder auf 1000 Meter reduziert wird. Damit Windenergieanlagen nicht von jedermann an vielen dafür nunmehr rein von den Abständen her in Betracht kommenden Stellen im Gemeindegebiet errichtet werden können, ist es erforderlich, die mögliche Entwicklung sachgemäß durch die Gemeinde zu steuern, auch unter Berücksichtigung des Landschaftsbilds.

Der Aufstellungsbeschluss schafft dafür die Voraussetzungen und ermöglicht, Planungen Dritter bis zu einem Jahr nach Antragstellung ruhend stellen und danach auf Grundlage des neuen FNP „Windenergie“ bescheiden zu können.

Ziel ist es, Konzentrationszonen für die Windenergiegewinnung auszuweisen und zeitgleich den Bau von Anlagen in anderen Außenbereichen auszuschließen. Für eine solche Konzentrationszone kommt derzeit eine Fläche im Dreieck Adendorf, Arzdorf, Fritzdorf in Betracht. Rechtlich wird es eher nicht möglich sein, den Bau von Windenergieanlagen zu verhindern, die Gemeinde kann aber die Rahmenbedingungen dafür abstecken. Die SPD-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger so früh wie möglich an der Aufstellung des FNP beteiligt werden.

Bis zur eventuellen Realisierung von Windenergieanlagen sind u.a. die Belange der ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger, Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes und der Energieeffizienz unter einen Hut bringen und die technische Möglichkeiten zu eruieren. Die SPD-Fraktion wird das Verfahren aktiv begleiten und wäre dankbar zu erfahren, wie die Wachtberger Bürgerinnen und Bürger zu Windenergieanlagen in Wachtberg stehen. Kontaktieren kann man die SPD über Fraktion@spd-wachberg.de.

Pressemitteilung der

SPD Wachtberg

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