Politik | 27.03.2015

Informationsveranstaltung zum Lärmschutz an der A61 im Mieler Dorfhaus

„Planungen so weit wie nie“

Swisttal. Eine gute Nachricht für die Gemeinde Swisttal konnten der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Röttgen und die CDU-Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager im Oktober 2012 überbringen. Der Leiter der zuständigen Regionalniederlassung des Landesbetriebs Straßenbau NRW hatte in einem Gespräch zugesagt, dass es eine zusätzliche Lärmschutzmaßnahme an der A61 bei Miel geben wird. Die aktuelle Veranstaltung im Mieler Dorfhaus, zu der die Gemeinde Swisttal interessierte Bürgerinnen und Bürger und Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW eingeladen hatte, sollte eine Informationsplattform zur Vorstellung des in 2012 angestoßenen Lärmschutzprojektes bilden. Zudem sollte interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eingeräumt werden, Fragen zu stellen. Bernd Egenter vom Landesbetrieb Straßenbau NRW machte zunächst deutlich, dass eine Lärmsanierung wie sie in Miel angestrebt werde, eine freiwillige Leistung des Bundes sei, deren Finanzierung aus heutiger Sicht aber sichergestellt wäre. Darauf deute auch die Tatsache hin, dass der vom Bund jährlich mit 50 Millionen Euro ausgestattete Topf für Lärmsanierungen im vergangenen Jahr nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Einen Gewichtungsprozess zwischen Lärmsanierungsmaßnahmen und der aktuellen Brückenproblematik, wie in Leverkusen, schloss Egenter systematisch aus. Die Mittel für die Sanierung der Brücken werden an anderer Stelle eingestellt und bilde keine Konkurrenz. Insofern sei er zuversichtlich, dass nun in 2016 endgültig mit dem Bau begonnen werden könne, wenngleich er dies, auch wegen der noch ausstehenden Vorbereitungsstufen, nicht wirklich verbindlich zusagen könne. Zum Lärmschutz führte Bernd Egenter aus, dass eine nachhaltige Verringerung des Lärmpegels erreicht werden solle, die den gesamten Prognosezeitraum bis 2025 abdecke. Bis 2015 gehe man von einem Verkehrsaufkommen von rund 58.000 Fahrzeugen pro Tag aus. Die Schallschutzwand werde eine Länge von etwa 1,2 Kilometern haben und in Betonbauweise ausgeführt. Beton könne jedoch aus statischen Gründen nicht auf den Brücken verbaut werden. Hier seien Materialien wie Glas oder Metall zu verwenden. Bei dieser Entscheidung wolle sich der Landesbetrieb an den Wünschen der Gemeinde Swisttal orientieren. Die Gesamtmaßnahme werde insgesamt knapp zwei Millionen Euro kosten. Die Frage eines möglichen Lückenschlusses zwischen der geplanten Schallschutzwand und dem Schallschutzwall am Golfplatz wird Bürgermeister Maack mit Unterstützung des Landesbetriebes prüfen lassen. Er machte jedoch klar, dass eine solche Maßnahme nicht in der Verantwortung des Bundes liege, sondern gegebenenfalls aus dem Gemeindehaushalt zu finanzieren sei. Zur Frage des sechsspurigen Ausbaus der A61 teilte Bernd Egenter mit, dass der Ausbau zwischen dem Kerpener Kreuz und dem Kreuz Meckenheim angemeldet wurde. Ob es jedoch tatsächlich zu einem Ausbau komme, werde erst zu einem späteren Zeitpunkt von der Politik entschieden. Aus dem Auditorium wurde seitens einer Bürgerin resümiert, dass die Planung in den vergangenen vierzig Jahren noch nie so weit fortgeschritten war wie jetzt und dass dies ein guter Erfolg für die Mieler Bevölkerung sei. „Die Swisttaler CDU Fraktion unterstreicht dieses Resümee und sichert zu, den weiteren Umsetzungsprozess eng zu begleiten und auch in politischer Hinsicht alles zu unternehmen, damit der avisierte Zeitplan für die Mieler Bevölkerung eingehalten wird“, so CDU Fraktionssprecher Bernd Großmann.

Pressemeldung

CDU-Fraktion Swisttal

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