Politik | 07.12.2016

MdB Erwin Rüddel hatte zu Treffen nach Unkel eingeladen

Potenziale der Region Rheintal erfassen

Entwicklung einer gemeinsamen Dachmarke als Meilenstein auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Stehen für ein UNESCO-Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein (v. l.): Lothar Krämer, Hans-Jürgen Freund, Prof. Dr. Uwe Braehmer, Dr. Dirk Seeling, Erwin Rüddel, Viktor Schicker, Dr. Gisela Born-Siebecke, Josef Zolk und Achim Hallerbach.

Neuwied. Gutes Leben und gesunde Ernährung im Rheintal. Potenziale der Region erfassen, um daraus eine Dachmarke zu entwickeln. Unter diesen Aspekten stand das dritte Treffen der Interessenten, die ins Rheinhotel Schulz nach Unkel kamen. Eingeladen hatte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel als Vorsitzender der Interessengemeinschaft „UNESCO-Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Dirk Seeling, dem Sprecher der Bürgerinitiative Romantischer Rhein.

Um möglichst alle Beteiligten in ein Boot zu holen und deren Interessen sowie Vorstellungen näher kennenzulernen, fand dieses Treffen statt. Somit nimmt die Idee einer Dachmarke als Meilenstein auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein langsam Fahrt auf, da sich immer mehr Wind in den Segeln sammelt.

Lebenqualität der Menschen in der Region stärken

Erwin Rüddel erläuterte zu Beginn die Aussagen der Interessengemeinschaft, Struktur, Auftrag, Perspektiven, Visionen und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Region zwischen Koblenz und Bonn habe weltweit einzigartige Qualitäten und Potenziale, die nun gemeinsam gestärkt werden sollen, insbesondere die Lebensqualität der Menschen in der Region. „Wichtig ist die Erhaltung und Zukunftssicherung des Rheintals von Koblenz bis Bonn in seiner Einzigartigkeit, Ursprünglichkeit und seines romantischen Grundcharakters“, fasste Seeling die bisherigen Interviews mit Initiativen und Analysen von Tourismuskonzepten zusammen.

Viktor Schicker aus Waldbreitbach, der dort ein denkmalgeschütztes Anwesen an der Commende erworben hatte, ist seit Jahren lokalpolitisch engagiert. Prof. Dr. Uwe Braehmer von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg lebt seit 33 Jahren im Rheinland. Er hatte ein Team von 13 Studierenden an der FH gebildet, die mit großer Begeisterung einen Entwurf zu einer Dachmarke erarbeitet haben. „Wandern ist ein großes Thema“, so sein Fazit.

Dr. Gisela Born-Siebecke kommt aus der Land- und Forstwirtschaft. „Nachhaltigkeit und Kulturlandschaft muss von Menschen getragen werden“, lautet ihr Leitsatz. Wichtig sei der ökonomische und ökologische Faktor. Identität, die Halt gebe, sei Heimat, so die Vorsitzende des Waldbauvereins.

Genossenschaften für Bildung und Gesundheit

Josef Zolk, der bis zu seiner Pensionierung 15 Jahr lang Bürgermeister der Verbandsgemeinde Flammersfeld war, hatte damals die erste Bürgerinitiative Bahnlärm unterstützt. Er hält die Genossenschaftsidee für reizvoll, insbesondere im Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Hans-Jürgen Freund, Geschäftsführer der Bad Hönninger Fruchtsäfte, sieht in den Streuobstwiesen eine ideale Ergänzung für den Apfelsaft aus der Region „als gesundes, ursprüngliches und nachhaltiges Bio-Produkt“. Das sieht auch Lothar Krämer von Obstbau Krämer aus Meckenheim so. Er bewirtschaftet seinen Betrieb nach ökologischen Gesichtspunkten und will „weg vom Denken eigene Scholle, hin zu ganzheitlichem Denken“.

Schöne Natur und romantischen Rhein mehr nutzen

Bei Miljen Bobic, Imker aus Bonn, schlägt das Herz höher bei deutscher Kultur der Rheinromantik: „Der Rhein ist wichtigster Wasserweg. Viele Gäste kommen hierher, beispielsweise zum berühmten Drachenfels. Wir haben eine schöne Natur und eben den romantischen Rhein, der als Marke international mit Deutschland assoziiert wird. Der romantische Fluss schmiegt sich malerisch in die schöne Natur. Diese vorhandenen Stärken gilt es zu nutzen.“

Achim Hallerbach, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied, will die Heimat mitgestalten, insbesondere die Bereiche Umwelt, Naturschutz, Energie und Abfallwirtschaft. Er will die Chance nutzen, die Region unter Einbindung der speziellen Eigenschaften zu gestalten.

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel kann auf eine lange Erfahrung in der Politik zurückblicken. „Das Rheintal hat Potenzial in den Bereichen Wohlbefinden und Gesundheit. Diese Einheit gilt es, unter einer Dachmarke zu etablieren, um auch das Gesundheitsbewusstsein in der Region zu steigern“, brachte es der heimische Abgeordnete auf den Punkt.

Seeling zeigte anhand seiner Präsentation eine mögliche Vision am Beispiel „Mystischer Mittelrhein“ auf. Es gelte Lebensqualität, Werte und Bürgerbeteiligung zu stärken, um möglichst viel Engagement zu bündeln für ein gemeinsames Ziel. Mit der optimalen Vernetzung von Konzepten und Budgets könne viel erreicht werden, wie regionale Nahrung und Marken, die den Trend zu gesunder Ernährung fördern.

Als Kernfragen wurden herausgearbeitet: „Wie wollen wir in unserer Region von Koblenz bis Bonn in Zukunft leben? Wie machen wir unsere Region attraktiv für Gäste? Wie können wir im Einklang mit Nachbarn die Zukunft gestalten?“

Ziel ist es, ein „Wir-Gefühl“ zu vermitteln und zu schaffen, um Bewusstsein und Identifikation mit der Region zu erreichen, vorhandene Stärken zu identifizieren und Vernetzung von Konzepten und Budget. Für das UNESCO-Welterbe sei es wichtig, eine Dachmarke zu entwickeln, die Stärken und besondere Angebote abbildet.

Daher sollen in die überregionalen Interessengemeinschaft alle Beteiligten eingebunden werden: Bürger, Vereine, Initiativen, Unternehmer, Politiker und Verwaltungen. „Die Region hat ein hohes ungenutztes Potenzial, zum Beispiel im Gesundheits- und Wandertourismus. Daher wird ein ganzheitliches gemeindeübergreifendes Zukunftskonzept benötigt“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung Büro des

MdB Erwin Rüddel (CDU)

Stehen für ein UNESCO-Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein (v. l.): Lothar Krämer, Hans-Jürgen Freund, Prof. Dr. Uwe Braehmer, Dr. Dirk Seeling, Erwin Rüddel, Viktor Schicker, Dr. Gisela Born-Siebecke, Josef Zolk und Achim Hallerbach.

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