Politik | 06.08.2016

Erwin Rüddel MdB zum UNESCO Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein

Potenziale des Rheintals zwischen Koblenz und Bonn nutzen

Chance einer Dachmarke für den unteren Mittelrhein als Meilenstein

Der Teilnehmerkreis der ersten Gesprächsrunde.privat

Neuwied. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das große Ziel lautet: UNESCO-Weltkulturerbe auch am Unteren Mittelrhein zu werden, an der BUGA 2031 und der Landesgartenschau 2022 teilzunehmen. Eine gemeinsame Dachmarke für den unteren Mittelrhein ist für diese Ziele eine Grundvoraussetzung. Um möglichst alle Beteiligten in ein Boot zu holen und deren Interessen sowie Vorstellungen näher kennenzulernen, fand nun ein Treffen im Rheinhotel Schulz in Unkel statt. Eingeladen hatten hierzu Erwin Rüddel, MdB und Vorsitzender der Interessengemeinschaft UNESCO Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein und Dr. Dirk Seeling, Sprecher der Bürgerinitiative Romantischer Rhein, der als Moderator die Veranstaltung vorbereitete. Tatkräftig unterstützt wurden sie an diesem Abend von Anna Breise, die die Wünsche und Vorstellungen der Teilnehmer zusammenfasste.

Idee einer Dachmarke nimmt Fahrt auf

Somit nimmt die Idee einer Dachmarke als Meilenstein auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe Unterer Mittelrhein langsam Fahrt auf, da sich immer mehr Wind in den Segeln sammelt. Erwin Rüddel erläuterte zu Beginn die Aussagen der Interessengemeinschaft, Struktur, Auftrag, Perspektiven/Visionen und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Region zwischen Koblenz und Bonn hat weltweit einzigartige Qualitäten und Potenziale, die nun gemeinsam gestärkt werden sollen. Unter der Dachmarke des UNESCO-Weltkulturerbes sollen Vermarktungsstrategien entwickelt werden. Ziele sind, die touristischen Attraktionen der Region unter einer Dachmarke zu bündeln, an der BUGA 2031 teilzunehmen und Weltkulturerbe am Mittelrhein zu sein. Insbesondere die Lebensqualität der Menschen in der Region soll gestärkt werden. „Wichtig ist die Erhaltung und Zukunftssicherung des Rheintals von Koblenz bis Bonn in seiner Einzigartigkeit, Ursprünglichkeit und seines romantischen Grundcharakters“, fasst Dr. Dirk Seeling die bisherigen Interviews mit Initiativen und Analysen von Tourismuskonzepten zusammen. Das Spektrum für dieses Ziel ist aus Sicht der fachlich versierten Teilnehmer von wichtigen Vereinen und Initiativen der Region sowie einigen Unternehmen und freien Berufen breit gefächert: Von A wie Architektur bis zu Z wie Zoo Neuwied sind die Visionen der Teilnehmer vielfältig. Die Bandbreite war vielfältig: Von Gesundheit, Naturschutz, Tourismus, Sport, gemeinsame regionale Lösungen finden bis hin zur Heimatliebe, Rheinromantik und Kultur reichten die Wünsche. Da gilt es, die entsprechenden Anregungen und Ziele unter einen Hut zu bringen. Die Vereinsvorsitzenden und Geschäftsführer brachten es auf den Punkt: „Der Rhein ist ein internationaler Begriff, viele Gäste kommen hierher, beispielsweise zum berühmten Drachenfels. Wir haben eine schöne Natur und einen romantischen Rhein, der als Marke international mit Deutschland assoziiert wird. Der romantische Fluss schmiegt sich malerisch in die schöne Natur. Diese vorhandenen Stärken gilt es zu nutzen“.

Lebensqualität, Werte und Bürgerbeteiligung stärken

Dr. Seeling zeigte anhand seiner Präsentation eine mögliche Vision am Beispiel „Mystischer Mittelrhein“ auf. Es gelte, Lebensqualität, Werte und Bürgerbeteiligung zu stärken, um möglichst viel Engagement für ein gemeinsames Ziel zu bündeln. Er sieht die Chance, in einer Zeit von Stress, Burnout und Aggression die vorhandenen Stärken der Region zu nutzen durch „Erholung in der Stille der Mittelrhein-Region“ und das Rheinland-Image für Toleranz und Frohsinn noch stärker erlebbar und bekannter zu machen. Mit der optimalen Vernetzung von Konzepten und Budgets könne viel erreicht werden, beispielsweise regionale Nahrung und Marken, die den Trend zur gesunden Ernährung fördern. Der Rheinsteig oder Westerwaldsteig sind bekannte Wanderwege. Weitere Stärken sind die Rhein-Schifffahrt, die Internationalität, Wissenschaft, Musik und Festivals, Geschichte erleben oder die Römerwelten mit dem UNESCO-Welterbe „Obergermanisch-Rätischer Limes“. Mystik und Sagen erleben ließe sich ebenfalls in der Region gut umsetzen.

Gemeindeübergreifendes Zukunftskonzept

Der Teilnehmerkreis diskutierte intensiv ein Konzept, wie die Dachmarke definiert werden könne über Gesundheit, Tourismus und Hochleistungsmedizin. Dabei wurden die Meilensteine im Entwicklungsprozess der Region bis 2018 beziehungsweise bis zur BUGA 2031 aufgezeigt. Erwin Rüddel will nun alle Ansprechpartner, auch überregional, recherchieren, um diese gesammelt in ein Boot zu holen. Hierzu sollen auch die Touristikverbände und das Hotel- und Gaststättengewerbe angesprochen werden. „Die Region hat ein hohes ungenutztes Potenzial, zum Beispiel im Gesundheits- und Wandertourismus. Daher wird ein ganzheitliches, gemeindeübergreifendes Zukunftskonzept benötigt“, fasste der Bundestagsabgeordnete zusammen. Es sollen weitere regelmäßige Treffen stattfinden, neue Ideen gesammelt und die Beratungsergebnisse in absehbarer Zeit im Rahmen eines Regional-Kongresses einem größeren Kreis präsentiert werden. Interessierte Organisationen, Vereine, Unternehmen oder Bürger können sich melden über: erwin.rueddel@bundestag.de.

Pressemitteilung

Erwin Rüddel MdB

Der Teilnehmerkreis der ersten Gesprächsrunde.Foto: privat

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