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Neuwied und palästinensische Kommune wollen kooperieren

Projektpartnerschaft mit der Stadt Surif unterzeichnet

Projektpartnerschaft
mit der Stadt Surif unterzeichnet

Videokonferenz mit Dr. Sami Adwan im Büro von OB Jan Einig: (v.l.) Dr. Jörg Freise, Inke Thiesen-Hart, OB Einig, Beigeordneter Ralf Seemann und Ratsmitglied Wolfgang Rahn.Foto: Stadtverwaltung

27.03.2020 - 11:22

Neuwied. Kooperation in Zeiten des Corona-Virus: Ihre einstimmig im Stadtrat beschlossene Projektpartnerschaft brachten die Stadt Neuwied und die palästinensische Kommune Surif (bei Hebron) nun per Videokonferenz unter Dach und Fach. Im Büro von Oberbürgermeister Jan Einig trafen sich Dr. Jörg Freise und Ratsmitglied Wolfgang Rahn, beide in der von Stadt und Kreis Neuwied unterstützten Lokalen Agenda 21 aktiv, sowie Beigeordneter Ralf Seemann und Inke Thiesen-Hart von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Ihnen zugeschaltet war mit Dr. Sami Adwan, der an der Universität Hebron lehrt, der Hauptansprechpartner aus Surif.

Adwan berichtete, wie sehr die Bürger von Surif auf die Kooperation mit Neuwied bauen. Der jüngste Besuch von Thiesen-Hart sei sehr motivierend gewesen. Man hoffe, in Kürze das erste Projekt realisieren zu können. Dabei geht es um die Renovierung von zwei kleinen Räumen, in denen künftig gehandicapte Bürger betreut werden können. Auf lange Sicht ist geplant, ein komplettes Gebäude für Gehandicapte aus der gesamten Region um Surif einzurichten. Adwan bezeichnete das als eine Art Tagesklinik, in der neben der gesundheitlichen Rehabilitation auch bildungspolitische Inhalte und handwerkliche Fähigkeiten vermittelt werden könnten. „Es freut uns hier, wie stark sich die Zivilgesellschaft in Neuwied für uns engagiert“, betonte Adwan. „Damit wird für uns ein globaler Öffnungsprozess in Gang gesetzt.“

Freise und Rahn nannten Zahlen für das erste größere Projekt, das die Lokale Agenda im Ausland fördert. Dafür stehen 20.000 Euro zur Verfügung. „Dieser Betrag ist gesichert“, unterstrich Rahn, „weitere Unterstützer sind uns natürlich sehr willkommen.“ SKEW-Mitarbeiterin Inke Thiesen-Hart erläuterte: „Man muss vor Ort gewesen sein, um die teils desolate Situation der Bürger dort wirklich zu verstehen. Surif hat keinen städtischen Haushalt und ist auf internationale Hilfen angewiesen.“

Für Dr. Sami Adwan und Oberbürgermeister Jan Einig stehen bei der Projektpartnerschaft aber auch weitere Aspekte im Mittelpunkt: „Der kulturelle Austausch und das Knüpfen engerer Beziehungen zwischen den Bürgern aus Neuwied und Surif ist unser erklärtes Ziel“, hoben sie hervor. Dazu wird im kommenden Jahr Gelegenheit sein. Zu Pfingsten soll eine Delegation aus der Deichstadt nach Palästina reisen. Ob bereits zuvor – wie ursprünglich geplant - eine Gruppe aus Surif nach Neuwied kommen kann, hängt von der weiteren Entwicklung rund um das Corona-Virus ab. „Wir freuen uns jedenfalls auf die Begegnung mit den Menschen aus Surif.“ Mit diesen Worten schloss Oberbürgermeister Einig die Videokonferenz.

Pressemitteilung

Stadt Neuwied

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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