Veranstaltung zum Klima- und Naturschutz mit SPD-Bundestagskandidatin Dr. Katja Stoppenbrink
Radeln, reden und grillen
Wachtberg. Zu einer Klima-Radtour und Diskussion mit der Bundestagskandidatin Dr. Katja Stoppenbrink lädt die Wachtberger SPD für Freitag, 20. August, ein. Start ist um 14 Uhr am Hallenbad in Berkum. Den Abschluss des Tages bildet ein Grillfest in familiärer Atmosphäre. Für Kinder gibt es ein kleines Programm. Die Gesamtfahrtstrecke beträgt etwa 14 km bei 150 Höhenmetern. Es sind überwiegend befestigte Wege mit einigen Schotterabschnitten. Ohne E-Bike ist eine gewisse Grundkondition erforderlich. Natürlich kann man auch an den einzelnen Teilen des Programms teilnehmen. Weitere Informationen unter info@spd-wachtberg.de. Die zum 20. August geltenden Coronabestimmungen werden angewandt.
Zunächst geht die Fahrt zum Wittfelder Hof in Villip, der sich in der Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft befindet, zu einem Tierwohlhof mit hohen Standards werden will und seine Produkte in einem eigenen Hofladen direkt vermarktet. Bei einer kurzen Betriebsvorstellung kann man einen Eindruck vom Betrieb bekommen. Von dort geht es über ca. sechs km bis zum Ortsrand von Arzdorf. In Sichtweite der potenziellen Windkraftkonzentrationszone für Wachtberg geht es mit ExpertInnen (u.a. Stefan Gsänger, Generalsekretär der World Wind Energy Association) um das Potential von erneuerbaren Energien in Wachtberg, um Klimaneutralität im Energiesektor zu erreichen. Auf dem Weg zum Grillplatz St. Florian der Wachtberger Feuerwehr im Stumpeberg informiert Georg Wilmers, ADFC Rhein-Sieg, über den Radwegeausbau in der Region und potenzielle Konflikte mit dem Naturschutz. Am Zielort im Stumpeberg schließt sich gegen 17 Uhr eine Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Windkraft, Naturschutz und Radverkehr und der SPD-Kandidatin Katja Stoppenbrink über das Spannungsverhältnis zwischen Klima- und Naturschutz an.
Spätestens 2045 will Deutschland klimaneutral wirtschaften. Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien beispielsweise durch Energiegenossenschaften, eine klimaneutrale Mobilität und ein konsequenter Naturschutz zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen sind das Herzstück der Klimaschutzpolitik der SPD.
Aber Klimaschutz und Naturschutz scheinen nicht immer Hand in Hand zu gehen, im Gegenteil. Windräder, die gefährdete Vogelarten bedrohen, Radwege, denen Bäume zum Opfer fallen sollen: Auch in der Region gibt es Beispiele (Radweg durch die Rheinaue, mögliche Windräder in Wachtberg, Fällung von Pappeln hinter dem Haus Holzem), in denen es zu einer Abwägung zwischen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität und Eingriffen in die Natur kommt. Solche Konflikte werden noch zunehmen, je mehr erneuerbare Energieträger wie Windräder und Photovoltaik eingerichtet und die Fahrradinfrastruktur ausgebaut werden. Es gilt also, gleichermaßen ökologisch wie sozial gerechte Kompromisse zu finden.
Pressemitteilung der
SPD-Wachtberg
