Politik | 20.05.2017

Bürgerliste „Ich tu’s“ Neuwied sieht Handlungsbedarf

Radfahren in der Innenstadt muss sicherer werden

Neuwied. Die Bürgerliste „Ich tu’s“ freut sich sehr, dass sie nach vielen Jahren des Brachliegens die Wiederaufnahme des Radwegekonzepts initiieren konnte. Ihr Antrag auf Freigabe der Fußgängerzone ist von den etablierten Parteien mit dem Hinweis auf ein nötiges Gesamtkonzept abgelehnt worden, das aus diesem Grund nun wieder aus der Schublade gezogen wird. Nachdem CDU, SPD und Grüne mit dem Verbot der Nutzung der Fußgängerzone den Radverkehr in diesem Bereich der Innenstadt allerdings eingeschränkt haben, sucht die Bürgerliste nach neuen Lösungen für ein gefahrloseres Radeln in der Innenstadt. „Das Radfahren auf dem City-Ring kann lebensgefährlich sein“, weiss Dr. Jutta Etscheidt, Stadtratsmitglied der Bürgerliste „Ich tu’s“ aus Erfahrung und Bürgergesprächen.

Da die Fußgängerzone für Schüler, unsichere und ältere Radfahrer nun nicht zur Verfügung steht, möchte die Bürgerliste auf ihren Vorschlag zu Anfang der Wahlperiode zurückkommen und Tempolimits und permanente Geschwindigkeitskontrollen zur Diskussion stellen. „Die Raserei muss ein Ende haben, bevor etwas passiert“, pflichtet auch Fred Kutscher von der Bürgerliste bei, der mit dem Rad in die Innenstadt zur Arbeit fährt. „Ideal wären neue Fahrradwege.“ Dies ist nicht überall möglich, sollte aber zumindest bei Straßenerneuerungen in Betracht gezogen werden. „Unverständlich ist in diesem Zusammenhang, warum in der Marktstraße kein Radweg angelegt wurde und geduldet wird, dass derjenige in der Hermannstraße ständig zugeparkt wird“, wundert sich Achim Prangenberg als Mitglied der Bürgerliste, das beruflich in der Innenstadt unterwegs ist.

Erfahrungen aus anderen Städten haben gezeigt, dass eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Vertretern der politischen Gruppierungen des Stadtrats, der betroffenen Verwaltung, den Ordnungsbehörden und Experten von Verkehrsbehörden und Fahrradclubs – zu erfolgreichen Radwegekonzepten geführt hat. Eine solche Arbeitsgruppe wünscht sich die Bürgerliste auch für Neuwied und hat ihren Fraktionskolleginnen und -kollegen einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. „Auch der Einsatz eines Fahrradbeauftragten als Ansprechpartner für Bürger und Verwaltung hat sich in vielen Städten als hilfreich erwiesen“ weiß Etscheidt von ihren Recherchen zu berichten. Sie hofft nun, dass das Radwegekonzept zügig auf den Weg gebracht wird.

Pressemitteilung der Bürgerliste

„Ich tu‘s“ Neuwied

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