GRÜNE möchten einer Fahrradstation am Hauptbahnhof initiieren
Radverkehr wurde stark vernachlässigt
Koblenz. In Koblenz wurde der Radverkehr in den letzten Jahrzehnten stark vernachlässigt, was die Stadt in Umfragen durch den ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) auch regelmäßig attestiert bekommt, indem sie sich auf den Rankinglisten ganz hinten tummelt. Und die GRÜNE Ratsfraktion arbeitet schon genauso lange daran, diesen Zustand zu ändern, um mehr Menschen zu motivieren, auf das Fahrrad umzusteigen.
„Wir werden im kommenden Stadtrat einen Prüfantrag einbringen, ob es möglich ist, am Hauptbahnhof eine Fahrradstation einzurichten, z.B. im Gebäude der ehemaligen Sparkasse oder in den Arkaden des Hauptbahnhofes“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Patrick Zwiernik: „Die Verwaltung soll auch untersuchen, ob Mittel des Bundes zur Luftreinhaltung hierfür genutzt werden können, da Radfahren umweltfreundlich ist. Der knappe innerstädtische Raum kann so besser ausgenutzt und der Straßenraum von geparkten Fahrrädern entlastet werden.“
„Radstationen liegt ein einheitliches, durch den ADFC lizensiertes Konzept mit drei Forderungen zugrunde: Das sichere, kostenpflichtige und überdachte Abstellen von Fahrrädern zum Schutz auch für hochwertige Fahrräder, eine Fahrradvermietung, die z.B. durch den ASTA Koblenz oder durch das „Bike and Ride“ System der Bahn betrieben werden kann und einen Reparaturservice“, so die sozialpolitische Sprecherin Sylvie Weber: „Hier sind viele weitere Dienstleistungen am Fahrrad denkbar: Wartung und Reparatur, Verkauf von neuen und gebrauchten Fahrrädern und E-Bikes, ein Ersatzteilservice, ein Express-Service für Fahrradpannen und professionelle Fahrradreinigungen. Getragen und unterhalten werden könnten diese Dienstleistungen von einer gemeinnützigen Organisation, in der Menschen arbeiten, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Damit wird auch der soziale Aspekt nochmal besonders gefördert.“
In Deutschland gibt es schon knapp 100 Fahrradstationen, die größte davon in Münster am Hauptbahnhof.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
