Politik | 01.05.2020

Papaya-Antrag bringt Geschwindigkeitsreduzierung in der Marktstraße Neuwied

Rasern Einhalt gebieten

Weitere geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen sollen folgen

Mitglieder der Papaya-Koalition im Neuwieder Stadtrat bei der ersten Besichtigung der „Berliner Kissen“ und nach dem Austausch mit Anliegern vor der Corona-Situation. Foto:

Neuwied. Papaya wirkt auch bei dem Thema Verkehr in der Neuwieder Innenstadt. Nachdem in der Markstraße von Anwohnern sowie Gewerbetreibenden immer wieder von Autorennen und extremen Geschwindigkeitsverstößen berichtet worden war, hat die Papaya-Koalition aus CDU, Bündnis‘90/Die Grünen und FWG im September 2019 den Antrag auf Errichtung einer provisorischen Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung gestellt. „Wir haben die Sorgen der Anwohner immer sehr ernst genommen, denn gerade in den Abendstunden wurde uns immer wieder von regelrechten Straßenrennen in der Marktstraße berichtet, denn die Verkehrsführung lud quasi dazu ein, auf das Gaspedal zu treten“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Hahn die damalige Motivation des gemeinsamen Antrages.

Die Verwaltung hat mit der Errichtung von „Berliner Kissen“ an zwei Stellen in der Markstraße für eine zügige Umsetzung gesorgt. „Schon die erste Messung zeigt, dass die Entscheidung zur Errichtung eines Geschwindigkeitsblockers richtig gewesen war“, bilanziert Grünen-Chefin Regine Wilke. Nach Auskunft der zuständigen Behörde sei die Durchschnittsgeschwindigkeit von 34km/h auf 28 km/h zurückgegangen. „Das hört sich auf den ersten Blick nicht dramatisch an, aber die regelmäßigen Spitzenreiter mit über 100 km/h lassen sich bei den Messungen oft gar nicht erfassen, da sie zur nächtlichen oder späten Stunde stattgefunden haben“, führt Karl-Josef Heinrichs zu den Messergebnissen aus.

Die Verwaltung habe eine zweite Messung angekündigt, die eigentlich für den März geplant gewesen sei, aber aufgrund der Verkehrsreduzierung in Corona-Zeiten keinen Sinn gemacht hätte. Sobald sich wieder ein Regelverkehr in der Stadt eingestellt habe, werde man die Messung nachholen.

Die erfreulichen Ergebnisse zur Geschwindigkeitsreduzierung tragen auch dem Koalitionsvertrag der Papaya-Koalition Rechnung. „Die Verkehrsführung in unserer Innenstadt wollen wir unter pragmatischen und ökologischen Gesichtspunkten betrachten. Eine Reduzierung des Tempos hat auch immer eine positive Auswirkung auf unser Klima“, so die Fraktionsvorsitzenden unisono.

Als nächsten Schritt regt die Papaya-Koalition die Errichtung von geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen in Schloss- und Kirchstraße an. „Wir müssen auf unserem Ring das Tempo rausnehmen, denn wenn sich das Problem nur verlagert, haben wir nichts gewonnen“, so die Fraktionssprecher.

Gemeinsame Pressemeldung

CDU, Bündnis‘90/Die Grünen und FWG im Stadtrat Neuwied

Mitglieder der Papaya-Koalition im Neuwieder Stadtrat bei der ersten Besichtigung der „Berliner Kissen“ und nach dem Austausch mit Anliegern vor der Corona-Situation. Foto:

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Kommentare
03.05.202009:05 Uhr
N.N.

Auch in der Rasselsteiner Str ist wohl kaum einem bewusst das man Innerorts ist und hier auch max 50 gelten. Ebenso werden hier die Sperrflächen gern als zusätzliche Ueberholflasche genutzt um dann freie Rennbahn zuhaben.

02.05.202007:12 Uhr
Hiltrud Buchwald-Baur

Die Raserei auf den Bundesstraße die, teilweise ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und vierspurig, durch oder dicht an der Stadt vorbeiführen, ist auch ein Problem. Wann kommt hier Tempo 80 oder zumindest 100?

01.05.202020:08 Uhr
Mario Mertens

Das wäre auch mal eine Maßnahme in der Dierdorferstraße Höhe SPD Geschäftstelle, auch hier wird auf die Tube gedrückt, vor allem Abends und Nachts. Eine Katze braucht hier niemand zu halten

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