Politik | 09.02.2022

Gemeinsame PM der Fraktionen der UWG, SPD und FDP Rheinbach

Rheinbacher Stadtwald soll Erholungsgebiet für alle bleiben

Rheinbach.Auf der letzten Ratssitzung wurde vor allem der auf die Tagesordnung gesetzte Tagesordnungspunkt zur Entwicklung des Rheinbacher Stadtwaldes mit Spannung erwartet. Angesichts der Bedeutung dieser Angelegenheit hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden. Die Fraktionen von CDU und Bündnis90 / Die Grünen hatten den Antrag zum Stadtwald für die Ratssitzung erneut auf die Tagesordnung setzen lassen.

Doch es gab eine überraschende Wende in dieser Sache, denn CDU und Grüne hatten bei der Behandlung der Tagesordnung ihren Antrag zum Stadtwald kurzfristig zurückgezogen, worauf der Bürgermeister zu Beginn der Sitzung hinwies. Damit war der Antrag nach Einlassung des Bürgermeisters „vom Tisch“ und es blieb bei dem Ergebnis aus der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität, ca. 160 ha des Stadtwaldes nicht mehr zu bewirtschaften und sich selbst zu überlassen.

Mit dieser Entscheidung wollten sich UWG, SPD und FDP jedoch nicht zufriedengeben. In einer sehr engagierten Entgegnung des Fraktionsvorsitzenden der UWG Rheinbach, Dieter Huth, wies dieser auf die überregionale Bedeutung des Stadtwaldes und besonders für die Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger hin. Der Bestand und Erhalt dieses einmaligen Erholungsgebietes, auch für die Zukunft, darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden und schon gar nicht Spielball politischer Kräfte werden.

Der Rheinbacher Wald gehört allen Bürgern. Seine Umgestaltung - oder weitere Pflege nach derzeitigen Verfahren - geht deshalb alle Bürger etwas an. Weitreichende Änderungsabsichten bedürfen der Zustimmung einer Bürgermehrheit. Dazu ist es geboten, die Bürger umfassend über die aktuelle Waldbewirtschaftung und die Auswirkungen der von CDU und Grünen beschlossenen Maßnahmen zu informieren. Damit sie zu ihrer Entscheidungsfindung auch die Vor- und Nachteile bei Änderungen der Waldstruktur bewerten können.

UWG, SPD und FDP werden deshalb für die nächste Ratssitzung einen Antrag zur Bürgerbeteiligung stellen und möchten das Ergebnis dieser Beteiligung zur Grundlage einer weiteren Abstimmung im Rat machen, wie der Rheinbacher Stadtwald zukünftig bewirtschaftet werden soll. „Wir gehen davon aus, dass diese Vorgehensweise mit der Unterstützung durch die Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger zu einer guten Lösung für die Zukunft des Rheinbacher Waldes führen wird“, sagte UWG-Ratsherr Dieter Huth am Ende der Ratssitzung. Auch Martina Koch (SPD) und Sebastian Ruland (FDP) betonten, dass eine so wichtige Entscheidung für Rheinbach nicht ohne die Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger getroffen werden darf.

Gemeinsame PM der

Fraktionen der UWG,

SPD und FDP Rheinbach

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Kommentare
10.02.202210:32 Uhr
Achim Baumgartner

Die Frage der Erholungsnutzung steht überhaupt nicht zur Debatte oder in Zweifel. Welche Bäume wann gefällt werden, hat bislang kein Förster mit den Bürger*innen abgesprochen, die sicherlich gerne viele alte Bäume im Wald behalten hätten. Nun soll ein Teil des Waldes nicht mehr bewirtschaftet werden. Die Förster sehen sich angegriffen, anstatt hier eine zusätzliche Chance für die Aufwertung des Waldes zu entdecken und sich konstruktiv am Wunsch des Eigentümers zu beteiligen. Vielleicht sollte die Stadt den Förster wechseln und nach modernern Kolleg*innen Ausschau halten. Die Brille der allgegenwärtigen Holzproduktion ist gerade nicht das, was dem Wald weiterbringt. Deshalb werden im Bundeswaldgesetz auch andere Waldfunktionen hochgehalten, etwa die Erholung im § 13 oder der Schutzgedanke im § 31 Abs. 2 (i.V.m. § 32).
Da die fachliche Auswahl der Flächen für die Aufgabe der Holznutzung noch aussteht, ist die Kritik daran unverständlich.

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