Politik | 01.09.2017

Pressekonferenz in Wiesbaden, Dezernat für Umwelt und Verkehr

Rheintal-Tunnelsystem soll aktiv geplant werden

Antibahnlärm-Demo am 12. September, 19 Uhr in Neuwied am Bahnhof

Verschiedene Präsentationen klärten über die Probleme mit dem Bahnverkehr in der Region auf. privat

Neuwied. Unter der Leitung des Dezernenten für Umwelt und Verkehr der Stadt Wiesbaden, Andreas Kowol, fand eine Pressekonferenz im Vorfeld zu der für Dienstag, 12. September, 19 Uhr, geplanten Antibahnlärm-DEMO vor dem Bahnhof Neuwied statt. Die Demonstration wird in Kooperation von neun Bürgerinitiativen aus Wiesbaden, dem Rheingau, dem Mittelrheintal und der Mosel organisiert und durchgeführt. Neben regionalen und überregionalen Vertretern von Presse und Hörfunk, waren als politische Vertreter der erste Vorsitzende des Zweckverbands Welterbe Oberes Mittelrheintal Landrat Frank Puchtler, der Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Klaus-Peter Willsch, die Abgeordnete des Hessischen Landtags, Petra Müller-Klepper, der Bürgermeister der Stadt Oestrich-Winkel, Michael Heil anwesend. Andreas Kowol schilderte die vorhandenen Probleme und Schwierigkeiten der Stadt Wiesbaden, fünf Ortsteile sind im Zusammenhang mit Bahnlärm insbesondere an der Rheinschiene von Bahnlärm stark betroffen, zu denen auch die Ortsteile AKK zählen. Von der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. waren der Vorsitzende Willi Pusch, sein Vertreter Wolfgang Schneider und das Vorstandsmitglied Rosi Schneider erschienen. Von der Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm, AKK“ war der Vorsitzende Christian Rüssler und ein weiteres Vorstandsmitglied anwesend. Die Vorsitzenden der Bürgerinitiativen Willi Pusch und Christian Rüßler berichteten im Rahmen ihrer Präsentationen über die massiven Belastungen der Bevölkerung durch den Schienengüterverkehr. Frank Puchtler verteidigte das UNESCO Welterbe in einer leidenschaftlichen Rede, die negativen Nachteile des Schienentransitverkehrs müssen sofort aus dem Tal verbannt werden, damit es keine Abwanderung von jungen Menschen, die so wichtig sind, geschieht. Er war der Meinung die Alternativstrecke „Rheintal-Tunnelsystem von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim muss so schnell wie möglich in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufsteigen, damit mit der Planung begonnen werden kann. Auch Klaus-Peter Willsch, Petra Müller-Klepper und Michael Heil, Stadt Oestrich-Winkel ist mit drei Ortsteilen intensiv vom Gütertransitverkehr mit hauptsächlich Gefahrgütern, betroffen, setzten sich, angesichts des immer weiter ansteigenden Schienengütertransitverkehrs für die Höherstufung der Alternativstrecke in den „Vordringlichen Bedarf“ ein, denn heute müssten die Weichen parteiübergreifend gestellt werden, wenn in 20 Jahren der erste Güterzug dort rollen solle. Wolfgang Schneider plädierte vehement dafür, den Kampf für die Alternativstrecke als Teilstück der Europatransversale Rotterdam Genua nicht aufzugeben. Er erinnerte daran, dass der Ausbau der Rheintalbahn im südlichen Bereich der Europatransversale von Weil am Rhein bis Offenburg auf massiven Druck der dortigen Bürgerinitiativen mit starkem Rückhalt durch die Bevölkerung nicht wie ursprünglich von Bund und Bahn vorgesehen, mitten durch die Ortschaften, sondern parallel zur A5 geplant wurde. Auch die Tunnellösung in Offenburg wurde durch die Bevölkerung und der dortigen Bürgerinitiative erfolgreich erstritten und so der vierspurige Ausbau der Schienen mitten durch die Stadt verhindert.

Die Demonstration

Mit dem Bus von Eltville nach Neuwied zur Demo: Die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. wird auch zu dieser DEMO eine kostenlose Busfahrt anbieten. Selbstverständlich wieder mit „Weck, Worscht und Woi“, zu der alle interessierten Personen eingeladen sind.

Anmeldung unter:

Bitte melden unter Tel. (0 67 73) 75 47, Willi Pusch, E-Mail: willi.pusch@t-online.de oder Tel.: (0 67 23) 75 63 Wolfgang Schneider, E-Mail; rowos10@gmail.com

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden

durch die Bahn e.V.

Verschiedene Präsentationen klärten über die Probleme mit dem Bahnverkehr in der Region auf. Foto: privat

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