Flüchtlingsnetzwerk Altenahr verbachte einen Nachmittag auf der Sommerrodelbahn
Rodelspaß pur
Altenahr. So eine Sommerrodelbahn kitzelt das Kind im Erwachsenen. Andererseits zeigen da auch brave kleine Jungs und Mädels, wie tollkühn sie eigentlich sind. Und Großspurige werden überraschend kleinlaut. Beim Ausflug in den Spaß-Park konnten sich die Helfer im Flüchtlingsnetzwerk Altenahr und ihre Freunde aus Pakistan, Syrien oder Afghanistan einmal von einer neuen Seite kennenlernen. Aus ernsthaften jungen Damen, die ehrgeizig Deutsch lernen, wurden kreischende Teenies. Sonst bedächtige Männer stürzten sich juchzend im Höchsttempo durch die sieben Kurven zu Tal und hielten den Höllenritt mit einem Selfie fest. Vergessen war für eine Weile jeder Kummer. Vergessen, das lähmende Warten auf einen Anhörungstermin, vergessen die schrecklichen Nachrichten aus der Heimat. Eingeladen zu diesem Sportvergnügen hatte der Betreiber der Sommerrodelbahn, Dr. Eugen Dick. Er wollte den Flüchtlingen damit einfach eine Freude machen und den Aktiven des Netzwerkes seine Anerkennung ausdrücken. Gregor Doege, Koordinator des Netzwerkes, traute sich mit dem achtjährigen Juan in den Schlitten, der bis zu 40 Stundenkilometer schnell werden kann. Juan hatte da schließlich schon mehr als eine Stunde Training hinter sich. Als es nach Hause ging, war Juan zunächst ziemlich sauer. Auf der Heimfahrt aber hörte er nicht auf zu lächeln.
Die rasanten Abfahrten fanden großen Anklang.
Der Ausflug bot die einmalige Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre kennenzulernen.
