Jahreshauptversammlung der CDU Unkel
Rudolf Barth, Günter Küpper und Werner Zimmermann geehrt
Unkel. Vom bisherigen Termin in der Vorweihnachtszeit in die ersten Wochen des neuen Jahres hatten die Unkeler Christdemokraten ihre Jahreshauptversammlung erstmals verlegt. Einen positiven Effekt auf die Teilnehmerzahl konnte der Vorsitzende des Ortsverbands, Alfons Mußhoff Ende voriger Woche im Gästehaus Korf jedoch nicht konstatieren. Namentlich begrüßen konnte er immerhin neben dem Unkeler Ehrenbürger und Altbürgermeister Werner Zimmermann, der Kreistagsabgeordneten Gisela Born-Siebicke und dem Kreisvorsitzenden der Senioren-Union, Wolfgang Löhrke, den Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. So erfuhr dieser, dass die Unkeler Parteifreunde auf etliche erfolgreiche Veranstaltungen des Jahres 2016 zurückblicken können. Nach wichtigen kommunalpolitischen Themen wendete er sich den Aufgaben im neuen Jahr zu.
„2017 wird sicher geprägt sein von zwei Wahlkämpfen. Im Herbst wählen wir einen neuen Bundestag und im Kreis Neuwied einen neuen Landrat“, erinnerte Alfons Mußhoff. Die Unkeler CDU-Mitglieder würden nicht nur alles daran setzen, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibe, sondern auch, dass Erwin Rüddel die Interessen der Region als Mitglied des Bundestages weiter in Berlin vertreten könne. „Und ich gehe davon aus, dass sich Achim Hallerbach gegen Michael Mahlert durchsetzen wird, sodass wir dann wieder einen CDU-Landrat haben werden“, so der Vorsitzende des Ortsverbandes, bevor er sich den anstehenden Ehrungen widmete.
Als erstem überreichte er seinem Stellvertreter Ewald Buslei neben einer Flasche „Unculus“-Rotwein die vom CDU-Kreisvorsitzenden Erwin Rüddel, der Landesvorsitzenden Julia Klöckner und der Bundesvorsitzenden Angela Merkel unterschriebene Urkunde für 20-jährige Zugehörigkeit zur CDU. „Ohne dich wäre unser Ortsverband ein ganzes Stück ärmer“, lobte Mußhoff zudem den „20-Jährigen“, der am Donnerstag 9. Februar wieder in bewährter Manier den Prinzenempfang moderieren wird.
Nicht nur mit einer Urkunde und einer Flache Rotwein begnügen mussten sich Staatssekretär a.D. Hans Breker und der ehemalige CDU-Ortsverbandsvorsitzende und langjährige Stadtrat Heinz-Peter Müller. Für 25-jährige Parteizugehörigkeit zeichnete sie Erwin Rüddel zu dem mit der Ehrennadel in Bronze aus. Die war der Schatzmeisterin des Ortsverbands, Gisela Born-Siebicke, bereist vor fünf Jahren verliehen worden. „Du vertrittst unsere Interessen ja auch schon seit Jahren im Kreistag, Im VG- wie im Stadtrat“, lobte Erwin Rüddel die Vorgängerin der Landtagsabgeordnete Ellen Demuth. Geehrt wurde zudem Günther Bornheim, der als ehemaliger Schatzmeister des SV Unkel im sogenannten „vorpolitischen Raum“ gewirkt hatte, für 45-jährige Parteizugehörigkeit.
„Bereits ein halbes Jahrhundert gehören Rudolf Barth, Günter Küpper und Werner Zimmermann unserer Partei an und haben zusammen Politik in Unkel gemacht“, so Alfons Mußhoff über die 50-Jährigen, die immerhin 20 Jahre lang eine „Dreierbande“ gebildet hatten. „Nachdem ich 1967 in die Partei eingetreten bin, habe ich mich als Pendant zu dem evangelischen Peter Hintze um die Katholiken bemüht, um die drohende Machtübernahme durch die Sozis zu verhindern“, erinnerte der gebürtige Bad Honnefer. Nach seinem Umzug nach Unkel zog er dann wie Günter Küpper und Werner Zimmermann 1974 in den Stadtrat ein, dem er bis 2009 angehörte, davon 20 Jahre als Fraktionsvorsitzender. „Als ich 1981 Parteivorsitzender in Unkel wurde, stand Rudolf mir auch als Stellvertreter zur Seite“, erinnerte Werner Zimmermann. Außerdem war Rudolf Barth, der für sein Engagement 2015 mit dem VG-Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden war, bis 2009 über zwölf Jahre lang ehrenamtlicher Richter beim Oberverwaltungsgericht Koblenz. „Und seit der Gründung der Bürgerstiftung Unkel ‚Willy-Brandt-Forum‘ ist er zudem stellvertretender Vorsitzender, dieser für die Staat so wichtigen Gedenkstätte“, ergänzter Alfons Mußhoff.
Drei Jahren nach seinem Einzug in den Stadtrat wurde Günter Küpper 1977 auch Mitglied des VG-Rates, dem er wie auch dem städtischen Gremium immer noch angehört. „Von 1984 bis 2004 war er als Erster Beigeordneter Stellvertreter seines Freundes, Stadtbürgermeister Werner Zimmermann“, erinnerte der Vorsitzende des Ortsverbands. Außerdem ist seit Jahrzehnten ununterbrochen Pächter der Unkeler Jagdreviere. In der Zeit seines Engagements als Schriftführer im Hegering Linz der Kreisgruppe Neuwied im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz, deren stellvertretender Vorsitzender er fünf Jahre war, stand er vielen als Ansprechpartner bezüglich der Hege und Pflege der Jagdreviere, der Wildbestände sowie der Förderung des Natur-, Umwelt und des Tierschutzes zur Verfügung. „Außerdem wurdest du im November 1966 zum Stellvertreter von Wehrführer Franz-Josef Dung gewählt, ein Jahr später nach deiner Beförderung zum Brandmeister auch zum stellvertretenden Amtsbrandmeister, was heute dem Wehrleiter der Verbandsgemeinde Unkel entspricht, ein Amt, das du bis zu deinem Abschied aus der Wehr 1983 inne hattet“, berichtete Alfons über Günter Küpper, der auch Ehrensenator der Unkeler KG sowie Mitglied in allen drei Bürgervereinen der Stadt ist.
„Die 20 Jahre, in denen du Stadtbürgermeister warst, und die folgenden acht als Verbandsbürgermeister waren für Unkel und die VG eine ausgesprochen gut Zeit“, lobte Alfons Mußhoff die kommunalpolitische Arbeit von Werner Zimmermann in vorderster Front. Darüber hinaus war der Ur-Unkeler von 1974-1980 Kreisvorsitzender des Jungen Union und damit direkter Vorgänger von Erwin Rüddel. Von 1987-89 gehörte er dem Kreistag an, außerdem war der CDU-Kreisgeschäftsführer (1985-2004), der 2001 mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes ausgezeichnet worden ist, Jahrzehnte lang Kreisdelegierter beim CDU-Bundesparteitag. „Daneben hast du dich in Vereinen engagiert, sei von 1984-96 als Vorsitzender des SV Unkel, dessen Ehrenvorsitzender du seit 1996 ist, oder von 1993-2010 als Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes“, erinnerte Alfons Mußhoff. Sein Engagement für die Feuerwehr war 2014 zudem mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille honoriert wurde.
„Danke, dass Ihr mit Eurem guten Namen Jahrzehnte für unsere Sache geworben und gearbeitet habt“, so Erwin Rüddel, nachdem er den drei 50-Jährigen die Ehrennadel in Gold angesteckt hatte und Alfons Mußhoff den drei CDU-Veteranen neben einer Flasche Rotwein auch das Buch „111 Orte im Siebengebirge, die man gesehen haben muss“ überreicht hatte. „Als wir in die Partei eingetreten sind, hatte mit der Großen Koalition gerade eine Zeit des Umbruchs in Deutschland begonnen“, erinnerte Werner Zimmermann. Gemeinsam hätten sie Höhen und Tiefen erlebt, dabei aber immer wie ein Mann zum Wohle der Stadt und der Partei zu der gemeinsamen Sache gestanden, versicherten die drei unisono. DL
