Aus dem Jugendhilfeausschusses
SPD-Fraktion: Rheinbachs Spielplätze und Hilfen zur Erziehung nachhaltig sichern
aus Rheinbach
Rheinbach. Die Ergebnisse der Juli-Sitzung des Jugendhilfeausschusses bewertet die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Rheinbach, Denise Limbach, mit gemischten Gefühlen. Während der aktuelle Kinderspielplatzbericht die hohe Qualität der Rheinbacher Spielplätze bestätigt, bereitet die Entwicklung der Ausgaben für die Hilfen zur Erziehung – insbesondere für Schulbegleitungen – große Sorgen.
Hilfen zur Erziehung: Kinder unterstützen – Kommunen entlasten
Die steigenden Kosten im Bereich der Hilfen zur Erziehung stellen Städte und Gemeinden zunehmend vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Schulbegleitungen, die vielen Kindern und Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf überhaupt erst eine gleichberechtigte Teilhabe am Schulalltag ermöglichen.
„An der Unterstützung unserer Kinder darf nicht gespart werden“, erklärt Denise Limbach. „Schulbegleitungen sind für uns ein wesentlicher Bestandteil gelingender Bildung. Deshalb erwarten wir, dass das Land Nordrhein-Westfalen hierfür deutlich mehr Verantwortung übernimmt und die Kommunen finanziell stärker entlastet. Die Städte und Gemeinden können diese Entwicklung auf Dauer nicht allein schultern.“
Auch die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Donate Quadflieg, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Wenn die Kommunen immer mehr Aufgaben finanzieren müssen, ohne dass die Finanzierung Schritt hält, schränkt das unsere Handlungsmöglichkeiten vor Ort erheblich ein. Das geht letztlich zulasten aller Bürgerinnen und Bürger.“
Nach Auffassung der SPD-Fraktion braucht es deshalb eine langfristig tragfähige Finanzierung der Hilfen zur Erziehung sowie eine bessere Verzahnung von Schule, Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. Nur so kann Inklusion dauerhaft gelingen, ohne die kommunalen Haushalte weiter zu überfordern.
Rheinbachs Spielplätze setzen Maßstäbe
Positiv bewertet die SPD-Fraktion den aktuellen Kinderspielplatzbericht 2026. Rheinbach verfügt über mehr Spiel- und Freizeitflächen, als die geltenden Richtwerte vorsehen, und erreicht dabei gleichzeitig ein sehr hohes Qualitätsniveau. Der aktuelle TÜV-Bericht bestätigt den hervorragenden Zustand der Anlagen.
Besonders erfreulich ist, dass Maßnahmen zur Klimaanpassung bereits sichtbar umgesetzt werden. Zusätzliche Baumpflanzungen schaffen auf mehreren Spielplätzen künftig mehr Schatten und erhöhen die Aufenthaltsqualität an heißen Sommertagen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Betriebshof hat dazu beigetragen, diese Maßnahmen schneller als ursprünglich erwartet umzusetzen.
„Der Bericht zeigt, dass Rheinbach konsequent in die Lebensqualität von Kindern und Familien investiert“, so Denise Limbach. „Spielplätze sind weit mehr als Orte zum Spielen. Sie fördern Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben. Sichere, attraktive und gut ausgestattete Spielplätze sind deshalb ein wichtiger Baustein einer familienfreundlichen Stadt.“