Jugendhilfe Rheinbach stärken
SPD-Fraktion begrüßt wichtige Entwicklungen im Jugendhilfeausschuss
aus Rheinbach
Rheinbach. Die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Rheinbach sind. Von der Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern über die Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen bis hin zur Beschattung von Spielplätzen und der Beteiligung junger Menschen wurden wichtige Themen behandelt.
„Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur gute Angebote, sondern Strukturen, die sie und ihre Familien tatsächlich erreichen. Unser Jugendamt leistet hier an vielen Stellen eine sehr engagierte und wichtige Arbeit“, erklärt Denise Limbach, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Rheinbach.
Besondere Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern
Rheinbach bleibt Modellstandort im Projekt „Kinder von Inhaftierten“. Durch die Zusammenarbeit von Jugendamt, Justizvollzugsanstalt und weiteren Fachstellen sollen betroffene Kinder und Familien früher erreicht und gezielter unterstützt werden.
Für Donate Quadflieg, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und Mitglied im Beirat der Justizvollzugsanstalt Rheinbach, hat das Projekt eine besondere Bedeutung:
„Dieses Projekt liegt mir durch meine Doppelrolle sehr am Herzen. In Gesprächen mit inhaftierten Vätern höre ich immer wieder, wie schwierig es für ihre Kinder und sie ist, in einem guten Kontakt zu bleiben. Die bisher einzigartige Zusammenarbeit von Jugendamt und Justizvollzugsanstalt in Rheinbach hat deshalb eine besondere Bedeutung und kann beispielgebend für andere Standorte sein.“
Für die SPD-Fraktion zeigt das Projekt, wie durch die Vernetzung verschiedener Institutionen die Bedürfnisse betroffener Kinder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können.
Verfahrenslotse gibt Familien Orientierung
Seit November 2024 hat der Verfahrenslotse 85 Familien mit Kindern und jungen Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen begleitet. 32 Beratungen sind abgeschlossen, 53 dauern noch an. Im Mittelpunkt stehen die Klärung von Zuständigkeiten, Informationen über mögliche Leistungen sowie Unterstützung bei der Beantragung von Hilfen.
„Gerade wenn Familien ohnehin stark gefordert sind, darf ein kompliziertes Hilfesystem nicht zu einer zusätzlichen Hürde werden“, betont Limbach. „Der Verfahrenslotse schafft Orientierung und unterstützt Familien ganz konkret dabei, die ihnen zustehenden Hilfen zu erhalten.“
Mehr Schatten auf Rheinbachs Spielplätzen
Einstimmig beschlossen wurde das Beschattungskonzept für die 27 städtischen Spielplätze. 14 sind bereits gut beschattet, bei fünf besteht Verbesserungsbedarf und bei acht hoher Handlungsbedarf. Insgesamt sollen 19 zusätzliche Bäume für mehr Schatten sorgen. Einer wurde bereits in Irlenbusch gepflanzt, 18 weitere sollen in den kommenden beiden Jahren folgen.
„Spielplätze müssen auch an heißen Tagen Orte bleiben, an denen sich Kinder gerne und möglichst geschützt aufhalten können“, so Limbach. „Mehr Schatten bedeutet ganz konkret mehr Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien.“
Die SPD-Fraktion dankt auch der Bürgerstiftung für ihre Unterstützung.
756 junge Menschen beteiligen sich
Auch die Kinder- und Jugendbefragung 2026 fand große Resonanz: 756 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Befragung und weiteren Formaten wie Fotorundgängen und Interviews. Zu ihren Themen gehören unter anderem Natur und Tiere, Spielplätze, Sport, Schule und Freizeit.
Für die SPD-Fraktion ist entscheidend, dass aus Beteiligung auch konkrete Wirkung entsteht.
„Kinder und Jugendliche wollen mitgestalten. Beteiligung ist dann glaubwürdig, wenn sie erleben, dass ihre Ideen gehört, geprüft und – wo es möglich ist – auch umgesetzt werden“, erklärt Limbach. „Mit den verschiedenen Beteiligungsformaten ist ein wichtiger Schritt gemacht. Entscheidend ist jetzt, was daraus konkret entsteht.“
Kinder- und Jugendpolitik bleibt eine zentrale Aufgabe
Für die SPD-Fraktion machen die Ergebnisse der Sitzung deutlich, wie wichtig gut funktionierende Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind – von der individuellen Unterstützung über attraktive öffentliche Räume bis zur Beteiligung junger Menschen.
„Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgesellschaft – heute und nicht erst in Zukunft“, fasst Limbach zusammen. „Deshalb wollen wir die Strukturen weiter stärken, die Familien unterstützen und jungen Menschen ermöglichen, Rheinbach aktiv mitzugestalten.“
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Mehr Schatten auf Rheinbachs Spielplätzen Foto: Denise Limbach