Die SPD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat
SPD-Fraktion fordert Einrichtung von ‚Pop-Up-Bikelanes‘
Koblenz. Die Corona-Pandemie hat den Pkw-Verkehr in der Stadt deutlich reduziert. Wo sich sonst am Feierabend lange Autoschlangen bildeten, etwa auf dem Friedrich-Ebert-Ring, ist jetzt flüssig laufender Verkehr zu beobachten, denn viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befinden sich im Homeoffice und müssen ihre Arbeitsstellen nicht mehr anfahren.
Auch ein Blick in die Busse der koveb zeigt viele freie Plätze. „Aufgrund des Coronavirus scheint es so zu sein, dass viele Menschen die Nutzung des ÖPNV vermeiden, um eine mögliche Ansteckung zu verhindern“, vermutet die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann. Die veränderte Verkehrssituation in der Stadt sehen die Koblenzer Sozialdemokraten als Chance, in der Verkehrswende voranzukommen.
Deshalb wird die Fraktion in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität am 12. Mai den Vorschlag zur Einrichtung so genanntet ‚Pop-Up-Bikelanes‘ einbringen. „Hierbei handelt es sich um temporär eingerichtete Fahrradspuren, die farblich markiert werden oder durch Baustellenbaken abgetrennt werden“, erläutert Lipinski-Naumann die Idee. Vorbild für den Vorschlag ist die Bundeshauptstadt Berlin, die auf verschiedenen mehrspurigen Straßen solche Fahrradspuren auf Zeit eingerichtet hat. Die auf die Pandemie befristete Maßnahme ist vergleichbar mit der Einrichtung temporärer Busspuren bei Schienenersatzverkehr.
„Wir möchten, dass die Verwaltung prüft, auf welchen Strecken im Stadtgebiet solche zeitlich begrenzten Fahrspuren für Radfahrer möglich sind“, so die Fraktionsvorsitzende. „Wir sehen hierin einen Beitrag, die Gegebenheiten der aktuellen veränderten Verkehrssituation anzupassen. Viele Menschen nutzen aktuell das Fahrrad, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Sogenannte ‚Pop-Up-Bikelanes‘ würden diesen Trend fördern.“ Die sozialdemokratischen Ratsmitglieder sind sich außerdem über einen weiteren Punkt einig. „Temporäre Radfahrspuren können als Versuchsstrecken genutzt werden. Über sie lassen sich Erfahrungen für eine spätere bauliche Umsetzung der Hauptradverkehrsrouten sammeln, die ja bereits seitens der Verwaltung festgelegt wurden“, so Lipinski-Naumann. Auch dabei würde man dem Berliner Vorbild folgen, denn auch dort wird das Ziel verfolgt, die provisorisch angelegten Strecken im Nachgang der Krise durch dauerhafte zu ersetzen.
Pressemitteilung
SPD Fraktion im
Koblenzer Stadtrat
