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SPD MYK im Gespräch mit Professor Brandenburg über aktuelle Fragen der Pflege

SPD MYK: „Pflege fachgerecht gemeinsam gestalten!“

Prof. Brandenburg von der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) sprach über die aktuelle Pflegesituation vor Ort, im Land und im Bund

SPD MYK: „Pflege fachgerecht
gemeinsam gestalten!“

Prof. Brandenburg (PTHV) informierte über die aktuelle Pflegesituation. Foto: privat

10.12.2018 - 08:55

Kreis Mayen-Koblenz. Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion und des SPD-Kreisvorstandes haben sich mit Herrn Professor Dr. Hermann Brandenburg über aktuelle Fragen der Pflege ausgetauscht. Brandenburg, der an der PTHV den Lehrstuhl für Gerontologische Pflege innehat, berichtete über die aktuelle Pflegesituation vor Ort, im Land und im Bund. Danach diskutierten die interessierten Genossinnen und Genossen mit dem Referenten über die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die künftige Pflegesituation. „Wenn wir über den demographischen Wandel sprechen, werden oftmals Horrorszenarien gezeichnet. Dass ältere Menschen in der Überzahl sein werden, ist aber keineswegs ein solches Problem, wie es oft dramatisiert dargestellt wird. Wir müssen aber dafür Sorge tragen, dass auch künftig jeder Pflegebedürftige versorgt wird und alle Bürgerinnen und Bürger in das soziale Leben der Gesellschaft eingebunden werden können“, stellt Brandenburg gleich zu Beginn klar.


Finanzierung der Pflege stand im Fokus


Zentrales Thema war die Finanzierung der Pflege. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist Deutschland bei seinem Aufwand an Pflegekosten auf den hinteren Plätzen. Belastend ist hierbei der bürokratische Aufwand, wie zum Beispiel die Pflegedokumentation. „Bei der Dokumentationspflicht in der Pflege scheiden sich die Geister: Es wird stark diskutiert, ob eine Dokumentationspflicht in ihrer jetzigen Ausprägung im Sinne der Patienten ist. Jedoch darf diese Diskussion nicht zu übertriebenen Forderungen führen. Eine gewisse Bürokratie bedeutet Fortschritt und ist im Sinne des Patienten, da hierdurch Arbeitsabläufe besser nachverfolgt und für künftige Behandlungen patienten-individuell ausgewertet werden können“, so Brandenburg weiter. Dieser Aufwand dürfe aber nicht zu Lasten der täglichen Pflegequalität gehen und weitere Personaleinsparungen durch eine Senkung der Fachkraftquote seien der falsche Weg, wie Brandenburg weiter erklärte. „Hierbei müssen wir auch darüber sprechen, ob die Orientierung der Pflegeangebote an Markt und Wettbewerb wirklich sinnvoll ist. Privatgewerbliche Träger der Pflegeheime nehmen zu. Problematisch sind hierbei keinesfalls die privaten, mittelständischen Pflegeheime, sondern große ‚Pflege-Ketten‘. Diese haben oftmals höhere Renditeansprüche“, so Kreistagsmitglied und Andernacher Landtagsabgeordneter Marc Ruland.


Vereinbarkeit von familiärer Pflege und Beruf


Die Vereinbarkeit von familiärer Pflege und Beruf standen ebenso zur Debatte. Pflege ist in Deutschland vorwiegend auf die Familie konzentriert. „Das hat Vor- und Nachteile. Menschen, die ihre Lieben zu Hause pflegen, zeigen großes und starkes Engagement und es ist oftmals ein emotionaler Wunsch, seine Angehörigen im Alter im eigenen Heim zu versorgen“, so der Fraktionsvorsitzende Achim Hütten. „Viele Angehörige isolieren sich durch diese immense Aufgabe aber zunehmend gesellschaftlich. Hier muss die Politik vorsorgen und den Angehörigen frühzeitig Fachkräfte zur Entlastung zur Verfügung stelle“, so Hütten weiter.

„Ich begrüße es sehr, dass Herr Professor Brandenburg die Pflegestruktur in Rheinland-Pfalz als sehr gut und differenziert, sowohl in den urbanen Zentren, als auch im ländlichen Raum, einschätzt! Wichtig ist jetzt, dass der Fachkräftemangel angegangen wird“, so Kreistagsmitglied und stellvertretende Vorsitzende der SPD MYK, Karin Küsel. „Dabei müssen Kommune, Land und Bund gemeinsam handeln. Die Attraktivität der Pflegeberufe hängt mit bundesweiten Entwicklungen zusammen. Mit einem flächendeckenden Tarifvertrag kann eine respektvolle und gerechte Entlohnung für Pflegekräfte garantiert werden. Daneben sind aber auch die konkreten Arbeitsbedingungen vor Ort von entscheidender Bedeutung“ „Die rheinland-pfälzische Landesregierung engagiert sich im Einsatz gegen den Fachkräftemangel bereits seit Längerem. Diese Maßnahmen zeigen im bundesweiten Vergleich Wirkung“, so Brandenburg weiter.

„Wenn wir über die Pflege sprechen, sollten wir immer bedenken: Wo ständen wir ohne diese Menschen, die nun Pflege bedürfen? Wir müssen unseren Eltern auch mit einer gerechten und würdigen Pflegeversorgung Dankbarkeit und Respekt entgegenbringen. Das muss der Politik bei ihren Entscheidungen stets Leitlinie sein“, so Ruland abschließend.

Pressemitteilung

SPD Mayen-Koblenz

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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