Die SPD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat
SPD-Ratsmitglieder besuchen „Mampf“ in Lützel
Lützel. Das Obdachlosenrestaurant ‚Mampf‘ in Koblenz-Lützel ist eine Institution. Im Jahr 2019 wurden hier über 8.000 Mittagessen verkauft bzw. an Bedürftige ausgegeben.
Um in Erfahrung zu bringen, wie der Verein ‚Die Schachtel e.V.‘, der die Einrichtung betreibt, die Zeit des Lockdowns überstanden hat, trafen sich der SPD-Bundestagsabgeordnete und Ratsmitglied Detlev Pilger sowie der sozialpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Manfred Bastian, mit Streetworker und Einrichtungsleiter Erich Weber.
„Das ‚Mampf‘ wird auch durch die Stadt finanziell unterstützt. Daher ist es für uns natürlich wichtig zu wissen, wie es um eine so wichtige Einrichtung steht“, erklärt Bastian die Intention für das Treffen. Die Zeit der Coronabeschränkungen war auch für das ‚Mampf‘ schwierig. Das Obdachlosenrestaurant hatte die selben Auflagen wie andere gastronomische Betriebe zu erfüllen. „Aber wir konnten schnell auf eine Fensterausgabe umstellen, sodass die Versorgung mit warmem Mittagessen ohne Unterbrechung gewährleistet war. Die zahlreichen Spenden von Bürgern und Betrieben aus Koblenz und Umgebung haben uns dabei sehr geholfen“, erläutert Weber.
Seit dem 20. Mai nun können Besucher auch wieder in den Ende letzten Jahres renovierten Räumlichkeiten empfangen werden, allerdings finden aktuell nur 14 anstatt der sonst etwa 40 Personen Platz.
Problematisch für das ‚Mampf‘ ist eine strukturelle Unterfinanzierung im Personalbereich. Hierzu erklärte Pilger: „Einrichtungen wie dieses Obdachlosenrestaurant brauchen eine gute personelle Ausstattung. Hier muss natürlich in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Lösung gefunden werden, bei deren Erarbeitung ich mich gerne beteilige.“
Drittes wichtiges Thema des Treffens war die Idee, die stillgelegte Toilettenanlage unter der Balduinbrücke als barrierefreie Dusch- und WC-Anlage zu ertüchtigen. Denn, so Weber, behindertengerechte Möglichkeiten für die Körperhygiene sind weder bei der Caritas noch im städtischen Übernachtungswohnheim gegeben. Zugang und Reinigung könnten durch das ‚Mampf‘ koordiniert werden. „Eine solche Nutzung der alten Toilettenanlage wäre wünschenswert.“, so Bastian, „Das ‚Mampf‘ liegt sehr nahe an diesem Standort und wäre ideal für die Betreuung der Anlage geeignet.“
Die sozialdemokratischen Ratsmitglieder werden ihre Idee mit den entsprechenden Stellen diskutieren und hoffen, dass hier eine Lösung gefunden werden kann.
Pressemitteilung der
SPD-Stadtratsfraktion
