Politik | 28.06.2017

Partei sieht Handlungsbedarf

SPD fordert Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs

Rheinbach. Die Rheinbacher SPD-Fraktion sieht Handlungsbedarf in Sachen Radverkehr und fühlt sich durch die Ergebnisse des Fahrradklimatests, die im Mai bekannt wurden, bestätigt.

Schlechteste Beurteilung in NRW für Rheinbach

Bundesweit wurden im Herbst letzten Jahres Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung zum Fahrradklima in ihrer Stadt befragt. In Rheinbach nahmen an dieser Umfrage mehr als doppelt so viele Leute teil wie beim vorletzten Fahrradklimatest 2014. Das Ergebnis hat sich zwar verbessert, dennoch ist Rheinbach unverändert die Kommune in NRW mit der schlechtesten Beurteilung in der Klasse der Kommunen unter 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Handlungsbedarf besteht, weil ohne eine stärkere Nutzung des Rads in der Rheinbacher Kernstadt eine zunehmende Verstopfung durch Autos zu befürchten ist, wenn weitere Wohnbebauung in der Innenstadt auf dem Pallotti – und Majolika-Gelände umgesetzt wird. „Wenn es nicht gelingt, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern, dann droht zunehmend ein Verkehrsinfarkt in der Innenstadt“, begründet die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ute Krupp, die Forderung der SPD. „Außerdem schont Radfahren die Umwelt und ist gesund.“

Radverkehrskonzept jetzt beauftragen

Konkret fordert die SPD, die im Masterplan Innenstadt enthaltene Zielsetzung, eine Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs durch Erstellung eines Radverkehrskonzeptes für die Rheinbacher Kernstadt, jetzt umzusetzen. Das Radverkehrskonzept soll nicht durch die Verwaltung selbst, sondern durch einen fachkundigen externen Planer erfolgen. Dieser sollte nach Auffassung der SPD jetzt beauftragt werden.

NRW Radwegenetz in Rheinbach durchgehend in beide Fahrtrichtungen öffnen.

Als kurzfristige Maßnahmen schon vor dem Vorliegen des Radverkehrskonzeptes fordert die SPD, die Straßen in Rheinbach, die Teil des Radwegenetzes des Landes NRW sind, für den Radverkehr in beide Fahrtrichtungen freizugeben. Teilweise sind die wenigen Radwegeverbindungen, die es in Rheinbach überhaupt gibt, derzeit nur in eine Richtung befahrbar, was die SPD fast für einen Schildbürgerstreich hält. „Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass das offizielle NRW-Radwegenetz in Rheinbach von Radfahrerinnen und Radfahrern durchgehend in beide Richtungen befahren werden kann“, meint Dr. Georg Wilmers, sachkundiger Bürger im Ausschuss für Stadtentwicklung.

Kein Absteigen am Ende des Radweges an der Einmündung Leberstraße mehr

Als weitere kurzfristige Maßnahme fordert die SPD, den Zwang zum Absteigen vom Rad am Ende des Radwegs in der Aachener Straße auf dem Bürgersteig an der Einmündung Leberstraße für Radfahrerinnen und Radfahrer aufzuheben und ihnen die Weiterfahrt auf der Straße stadtauswärts zu gestatten. Die Anordnung zum Absteigen und Schieben des Rades auf den Bürgersteig auf der anderen Seite der Straße, um dort die Fahrt fortsetzen zu können, wird von vielen Radfahrerinnen und Radfahrern als schikanös empfunden. „Wer das tun möchte, soll es gerne tun, wer aber zügig geradeaus auf der Straße weiterfahren möchte, der sollte das ebenfalls tun können“ meint Birgit Formanski, Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, die dort in der Nähe wohnt.

Die Anordnung zum Absteigen und Schieben gibt es seit 2015 und seitdem wurden vonseiten des Bürgermeisters und der Verwaltung nach Auffassung der SPD keinerlei Anstrengungen unternommen, die Verkehrssicherheit an dieser Stelle durch andere Maßnahmen zu verbessern. „Die Anordnung sollte jetzt aufgehoben und eine direkte Weiterfahrt des Radverkehrs geradeaus ermöglicht werden, ohne dass man sich als Radfahrerin oder Radfahrer verkehrswidrig verhält“, fordert deshalb Dr. Wilmers.

Pressererklärung

der SPD Fraktion Rheinbach

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