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Die Mayener CDU nominierte ihre Kandidatin mit klarem Votum

Sandra Karduck will Mayener Oberbürgermeisterin werden

03.12.2019 - 16:48

Mayen. Am 26. April 2020 ist in Mayen die nächste Wahl des Oberbürgermeisters terminiert. Taktik hin oder her, einer musste mit der Präsentation seiner Kandidatin oder seines Kandidaten der Erste sein und die SPD hatte es bereits im September gemacht. Die Findungskommission der CDU und der Vorstand des Stadtverbandes hatten sich etwas mehr Zeit gelassen und präsentierten in einer dem Kommunalwahlgesetz genügenden Form auf einer Mitgliederversammlung am 27. November mit Sandra Karduck nach Veronika Fischer schon ihre zweite weibliche Oberbürgermeisterkandidatin.

CDU-Vorsitzender und Versammlungsleiter Martin Reis gab zunächst einen kurzen Abriss seit der Kommunalwahl, bei der die CDU drei Mandate im Stadtrat verloren habe. „Obwohl weiterhin stärkste und auch sehr junge Kraft war allen klar, ein ‚weiter so‘ ging nicht“, betonte Reis. Man habe sich daher zu einer Zusammenarbeit mit der FDP und den Grünen entschlossen. „Eine Zusammenarbeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ Die Wahl von Bernhard Mauel als Bürgermeister in die Stadtspitze sei eine sehr gute Entscheidung gewesen sowohl für Mayen als auch die CDU.

Zügig leitete Reis über zum eigentlich Anlass des Abends und berichtete den 65 wahlberechtigten Mitgliedern aus der fünfköpfigen Findungskommission, die in acht Sitzungen den Vorschlag der CDU offen diskutiert und vorbereitet hatte. „Am Ende standen drei Personen zur Auswahl, die alle unseren Vorstellungen entsprachen“, versicherte Vorsitzender Reis. Letztendlich sei die Wahl des CDU-Vorstandes auf Sandra Karduck gefallen. Der Bekanntheitsgrad sei dabei nicht der hervorstechende Aspekt gewesen, so Reis und appellierte an die Mitglieder, diesen Malus jetzt gemeinsam und engagiert aufzuholen. Gute Gründe jedoch sprächen für die Kandidatin wie beispielsweise ihre breit aufgestellte Arbeit als Juristin, die langjährige Führung eines Familienbetriebes und ihr Auftreten im persönlichen Gespräch, was besonders im Wahlkampf noch von großem Nutzen sein wird.


Zur Person


Sandra Karduck wurde 1972 in Köln geboren und absolvierte hier auch nach dem Abitur ihr juristisches Studium. Seit 2008 ist Frau Karduck Rechtsanwältin, inzwischen als Fachanwältin für Familienrecht und in Kürze auch Strafrecht. 1992 zog sie zu ihrem Mann Dr. Johannes Karduck in den Anschauer Ortsteil Mimbach. Der zwölfjährige Marlon ist der gemeinsame Sohn des Ehepaares Karduck.

Das Paar betreibt in Mimbach eine Reitanlage mit Reiterpension, die wöchentlich bis zu 100 Gäste empfangen kann. Kein Wunder ist daher, dass Reiten ihr großes Hobby ist. Erste kommunalpolitische Erfahrungen konnte Frau Karduck bereits im Ortsgemeinderat Nachtsheim sammeln.

In ihrer Bewerbungsrede stellte die Kandidatin ihre große Verbundenheit zur Stadt Mayen in den Mittelpunkt. Ihr Mann, der ehemalige Leiter der Dachdeckerfachschule, sei ein Urmayener und auch sie verstünde das Mayener Platt inzwischen sehr gut. Die Kandidatur zur Oberbürgermeisterin der Stadt ist eine neue und große Herausforderung für die Rechtsanwältin, die ab Januar für den Wahlkampf den aktuellen Aufwand ihrer Anwaltstätigkeit anpassen will.


Mehr Wohnraum und familienfreundlicher soll Mayen werden


Mayen hat aus Sicht der Kandidatin eine gute Infrastruktur. Was fehlt ist ein Hotel, eine Stadthalle und Parkplätze. Mayen soll unter ihrer Führung noch familienfreundlicher werden und sie wird sich für eine starke Wohnungsbaupolitik einsetzen. Neben anderem stellt sie sich darunter die Initiative zu einem generationsübergreifenden Wohnprojekt vor.

Besonders am Herzen liegt der Kandidatin die Innenstadt. Deren Attraktivität will sie steigern und dadurch mehr Aufenthaltsqualität erreichen. Dies auch durch die Beseitigung der besonders in der Brückenstraße und am Brückentor augenscheinlichen Leerstände von Geschäften. Die Bewerbungsrede der Kandidatin endete mit einem Zitat des römischen Sklaven Publilius Syrus: „Wo Gemeinschaft herrscht, da herrscht Erfolg.“


Gegen Leerstand in der Innenstadt


In der sich anschließenden Aussprache drückte ein ehemaliges Ratsmitglied zunächst seine große Überraschung aus. Thematisiert wurde auch das Krankenhaus, auf das sich die SPD und ihr OB-Kandidat „eingeschossen“ haben. Obwohl die Meinung vertreten wurde, die Stadt könne in diese Richtung nichts bewegen, wurde Kandidatin Karduck auch gebeten sich gleichfalls und zügig in das Thema „einzufuchsen“. Besonders gut aufgenommen wurde ihr Gedanke, die Attraktivität der Innenstadt steigern zu wollen und Leerstände von Geschäften zu beseitigen. Nochmals deutlich heraus stellte Bernhard Mauel vor der sich anschließenden Wahl die juristische Ausbildung der Kandidatin und ihre langjährig ausgeübte Tätigkeit als Anwältin.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Reis konnte nach Abschluss der Wahlhandlung den 65 Wahlberechtigten der Mitgliederversammlung seinen spaßig überspitzten Worten zufolge das „sozialistische Ergebnis“ einstimmig verkünden.

Der Termin für die Wahl des künftigen Oberbürgermeisters ist auf den 26. April 2020 festgelegt. Sollte sich auch Oberbürgermeister Wolfgang Treis zu einer erneuten Kandidatur entschließen, dann wäre es möglicherweise schon heute ratsam, sich auch den 10. Mai zu notieren, an dem eine mögliche Stichwahl angesetzt ist. Oberbürgermeister Treis hat versichert, spätestens in den ersten Tagen des kommenden Jahres den Bürgerinnen und Bürgern Mayens seine ganz persönliche Entscheidung bekannt zu geben. WE

Alle aktuellen Beiträge zur Wahl des Mayener Oberbürgermeisters >>hier<<

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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