Politik | 16.01.2017, 15:12 Uhr

Sinziger Ortsbeirat tagte:

Sanierung der Stadtmauer und Nutzungskonzept für die Jahnwiese

Sinzig. Die Fortführung der Sanierung der Stadtmauer und erste Diskussionen über ein Nutzungskonzept für die Jahnwiese standen im Mittelpunkt der jüngsten Sinziger Ortsbeiratssitzung. Traditionell tagt das Sinziger Ortsgremium im Sitzungssaal des Schlosses. Und ebenso traditionell nehmen rund ein Dutzend Bürger, vielfach Stammgäste, an diesen Sitzungen teil. Grund dafür: Der eigentlichen Sitzung ist immer eine Bürgerfragestunde vorgeschaltet.

Und dort kommt es sehr oft zu einem intensiven Gedankenaustausch. Dauerthema ist dabei der fließende Verkehr, die Parksituation oder die Sauberkeit in der Stadt.

Aber auch Beschwerden über Bahnlärm und Fluglärm wie in dieser Sitzung kommen vor. Obwohl der Ortsbeirat mit seiner nur beratenden Funktion dabei beileibe nicht zuständig ist.

Nutzungskonzept für Jahnwiese

Eine Folge des politischen vorweihnachtlichen Spaziergangs des Ortsbeirates war der Tagesordnungspunkt Nutzungskonzept für die Jahnwiese. Ortsvorsteher Gunter Windheuser, aber auch einige Mitglieder des Ortsbeirates, erläuterten die bisherigen Planungen. „Meist kommt ein Investor mit einer Idee, dann gibt es in Sinzig viele heftige politische Diskussionen und am Ende verschwinden die Planungen in der Schublade“, so fassten die Ortsbeiratsmitglieder die Situation zusammen.

Zumindest im Sinziger Ortsgremium will man solche Planungen nicht mehr vor sich her treiben lassen. Im wesentlichen einigte man sich darauf, zwei Vorgehensweisen zu kombinieren. Zum einen eine intensive Bürgerbeteiligung mit Ideensammlung und möglicher Bürgerwerkstatt.

Zum anderen soll Stadtplaner Frank Böhme im Zuge des Sanierungskonzepts aktive Stadt-Ideen für die Jahnwiese entwickeln.

Ortsvorsteher Gunter Windheuser will nun das weitere Vorgehen mit der Verwaltung absprechen und das Nutzungskonzept Jahnwiese soll auf einer der nächsten Sitzung des Ortsbeirates wieder auftauchen.

Konkret verständigte man sich aber auch darüber, dass ein dritter temporärer Parkstreifen ohne weitere bauliche Maßnahmen eingerichtet werden soll.

Sanierung der Stadtmauer

Seit vielen Jahren ist Sanierung der Reste der Sinziger Stadtmauer Chefsache für den Sinziger Ortsvorsteher. Das ist bei Gunter Windheuser so, aber auch seine Vorgänger Kurt Quarz und Silvia Mühl nahmen sich dieses Themas an. Am Dienstag fasste der Ortsbeirat den Grundsatzbeschluss, die Stadtmauer im oberen Teil der Harbachstraße im Jubiläumsjahr 2017 ebenfalls von Efeu zu befreien und neu zu verfugen.

Die entsprechenden Haushaltsmittel sind im Etat 2017 eingestellt. Einstimmig beschloss der Ortsbeirat, die beiden störenden flachwurzelnden Nadelbäume vor der Stadtmauer zu fällen.

Entsprechende Ausgleichspflanzungen sollen im Bereich des Lunaparks vorgenommen werden. Vorgesehen ist auch, die Stadtmauer auf ihrer gesamten Länge in der Harbachstraße nachts anzuleuchten.

Neubau der Cäcilia-Hütte

Eine lange Tradition hat es auch, dass Ortsbeiratsmitglieder und Zuhörer bereits eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Beginn präsent sind. In kleinen Gruppen wird eifrig diskutiert. Diesmal waren auch einige Vertreter des Männergesangsvereins Eintracht Cäcilia erschienen.

Die Vorstandsmitglieder machten klar, dass die abgebrannte Cäcilia-Hütte auf dem Mühlenberg so schnell als möglich durch einen Neubau in Blockhaus-Bauweise ersetzt werden soll.

Die ganz konkreten Pläne wurden übrigens auf einer öffentlichen Bauausschusssitzung am 16. Januar vorgestellt.

BL

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