Politik | 05.04.2017, 14:48 Uhr

FDP-Fraktion Rhein-Sieg

Schafe und Ziegen ungeeignet gegen Herkulesstaude

Siegburg. Die FDP-Fraktion im Kreistag Rhein-Sieg lehnt das Modellprojekt zur Beweidung der Flussufer von Sieg, Agger und Bröl ab. Rinder, Schafe und Ziegen sollen dort grasen, um eingeschleppte Pflanzen wie die Herkulesstaude zu bekämpfen. „Dieser Plan ist nicht nur sehr teuer, sondern auch sehr wirkungslos“, so Klaus-Peter-Smielick, umweltpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz seien zwei Versuche mit Rindern abgebrochen worden. „Einmal war das Risiko für die Tiere bei Hochwasser zu groß, beim anderen Mal waren die Kosten für die Zufütterung zu hoch“, berichtet Smielick. Die Flussufer von Sieg, Agger und Bröl sieht Smielick grundsätzlich als problematisch für das Beweidungsprojekt an: „Kleine, ufernahe Flächen sind für eine Beweidung weniger gut geeignet, der Erfolg eines solchen Projekts ist also grundsätzlich als fragwürdig einzuschätzen.“ Auch aus Gründen des Tierschutzes ist für die FDP eine Beweidung keine Option: „Die Herkulesstaude ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere gefährlich, die sich an den Pflanzen verletzen können.“ Nach Ansicht der FDP sollte die Herkulesstaude nicht mit einem untauglichen Beweidungsversuch, sondern auf konventionellem Weg bekämpft werden, so Smielick weiter: „Insbesondere das Land als Eigentümer der meisten Uferflächen muss dafür Sorge tragen, dass die Staude nachhaltig bekämpft wird. Dass die 2009 begonnenen Maßnahmen 2014 abgebrochen wurden, war ein großer Fehler.“ Dank der Hilfe von vielen Ehrenamtlichen sei der Schaden zum Glück begrenzt worden, nun ist nach Ansicht der FDP die öffentliche Hand am Zug: „Kreis und Land sollten den Schwung des Ehrenamts nutzen, um die Staude an unseren Flüssen auch in den nächsten Jahren mit Nachdruck zu bekämpfen. Die Gelegenheit ist jetzt günstig und darf nicht wieder durch Untätigkeit zunichtegemacht werden.“

Pressemitteilung FDP-Fraktion

Rhein-Sieg

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