Hohe Zuschüsse für flächendeckenden Breitbandausbau
Schnelles Internet soll bald umgesetzt werden
Umsetzung der Breitbandversorgung im Landkreis Neuwied auf sehr gutem Weg
Neuwied. Der IT-Beauftragte der Landesregierung, Staatssekretär Randolf Stich, machte sich vor Ort ein Bild über die Anstrengungen des Kreises Neuwied und seiner Gemeinden, möglichst schnell zu einer flächendeckenden schnellen Internetversorgung für alle Haushalte und Firmen zu kommen. Im Rahmen seines Besuches im Bad Hönninger Rathaus schilderten ihm Landrat Rainer Kaul und der Kreisvorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes, Bürgermeister Michael Mahlert die einzelnen Schritte zu diesem Ziel und konnten verschiedene offene Fragen und Verfahrensschritte klären. „Wir müssen unseren Standort wirtschaftlich attraktiv halten“, so Landrat Rainer Kaul. „Daten sind die Rohstoffe von heute, sie müssen gefördert und genutzt werden“, so der Staatssekretär. „Die größten und erfolgreichsten Firmen handeln heute nicht mehr mit Stahl sondern mit Daten. Man muss ihnen eine Chance geben!“
Junge Familien, die im Landkreis Neuwied sesshaft werden, wollen es schön haben und dabei auch schnelles Internet nutzen. Zudem müsse für Firmenmitarbeiter finanzierbarer Wohnraum genutzt werden. Es dürfen nicht nur die lukrativen Zentren gefördert werden, sondern zusammenhängende Stücke, wie sie der Landkreis bietet.
Beeindruckt von vorgelegtem Tempo
Stich zeigte sich beeindruckt von der Professionalität und dem vorgelegten Tempo. Der Kreis hat bereits im Dezember einen Vertrag mit der Stadt Neuwied und den Verbandsgemeinden geschlossen, womit eine einheitliche und koordinierte Umsetzung der Baumaßnahmen garantiert ist. Stich sicherte den Neuwiedern die volle Unterstützung der Landesregierung auf dem Weg zu. Das Land befürwortet und begleitet den Antrag des Kreises beim Bund. In diesem Sinne wurde ein ‚Letter of Intend‘ des Landes mit einer grundsätzlichen Befürwortung der Maßnahme und einer in Aussichtstellung von Landesmitteln dem Antrag des Bundes beigefügt. Neuwied sei der einzige rheinland-pfälzische Landkreis, der den Antrag auf eine 50-prozentige Bundesförderung form- und fristgerecht bis Ende Januar eingereicht habe. Zu erwarten seien 70 Millionen Landesmittel, zusammengesetzt aus 40 Millionen ordinärer Mittel sowie 30 Millionen aus der „digitalen Dividende 2“ und 10 Millionen EU-Mittel. In Prozent ausgedrückt übernehme das Land 40 und der Bund 50 Prozent. „Hier fördert der Staat Wirtschaftlichkeit“, so Stich, „die 200 weißen Flecken auf der Landkarte müssen verschwinden! Die kommunale Familie im, Landkreis Neuwied arbeitet toll zusammen, hier wird das Ziel wohl als eine der ersten Regionen erreicht sein.“
Größtenteils bis zu 50 MBit/Sekunde bis 2018
Wie viel Geld erforderlich ist, um die letzten weißen Flecken mit schnellem Internet zu erschließen, wird bis Anfang Juni bekannt sein. Dann steht das Ergebnis der zwischenzeitlich vom Kreis auf den Weg gebrachten öffentlichen Ausschreibung fest, an dem sich wegen des geschlossenen Auftretens der Kreisgemeinden mehrere namhafte Telekommunikationsfirmen beteiligen werden. Die Vergabesitzung des Kreistages soll am 13. Juni stattfinden. Läuft alles nach Plan, verfügen dann binnen zwei Jahren fast alle Haushalte und Firmen über eine Internetleistung von mindestens 30 Mega-Bit/Sekunde. 85 Prozent aller Bürger werden sogar 50 Mega-Bit/Sekunde und mehr haben.
