Politik | 04.09.2019, 16:06 Uhr

Thema „Schulentwicklung“ tritt auf der Stelle

Schulangebot in Wachtberg hinkt Nachfrage hinterher

Wachtberg. Es bewegt sich - nichts! Diesen Eindruck muss man gewinnen, hält man sich die seit geraumer Zeit geführten Diskussionen zum Thema „Schulentwicklung“ in Wachtberg vor Augen.

Schon vor Jahren hat die UWG angeregt, dieses Thema ganz oben auf die Agenda zu setzen, denn nach wie vor stellt sich die Frage: Warum können Kinder aus Wachtberg nicht vor Ort ihr Abitur machen? Und warum müssen über 1.250 Schülerinnen und Schüler täglich nach Bonn respektive Bad Godesberg pendeln?

Zu einem Informationsabend hatte die UWG den Leiter der „Hans-Dietrich-Genscher-Schule“ in Wachtberg, Herrn Heimbach, sowie die Schulleitung der Bonner inklusiven Gesamtschule „bonnsfünfte“ eingeladen. Ziel war, die Vor- und Nachteile der beiden Schulformen gegenüberzustellen und im direkten Gespräch detaillierte Informationen über die vor Ort gemachten Erfahrungen zu erhalten.

Leider hat Herr Heimbach seine Teilnahme an der Veranstaltung bedauerlicherweise abgesagt, sodass eine unmittelbare Gegenüberstellung der Argumente seitens der Schulen nicht zustande kam.

Umso mehr war die UWG erfreut, von Vanessa Münch, Lehrerin an der in Bonn-Kessenich ansässigen inklusiven Gesamtschule „bonnsfünfte“ ausführlich über alle Aspekte zum Thema Gesamtschule, die als einzig adäquate Schulform für Wachtberg in Frage kommt, informiert zu werden.

Vanessa Münch erläuterte ausführlich das Schulkonzept, den Schulentwicklungsplan und stellte die Vor- und Nachteile einer inklusiven Gesamtschule dar. Zudem machte sie deutlich, dass die Installation und Realisation eines derartigen Schulkonzepts seitens der Schulleitung und der Lehrerinnen und Lehrer großes Engagement erfordert.

Schaut man sich rückwirkend geführte Diskussionen zum Thema Gesamtschule in Wachtberg an, dann gewinnt man dem Eindruck, dass eine Änderung des Konzepts der „Gemeinschaftshauptschule“ überhaupt nicht gewollt ist.Die bereits zu Beginn des letzten Jahres vom zuständigen Ausschuss eingerichtete interfraktionelle Arbeitsgruppe, die sich mit der Erhaltung und Weiterentwicklung des Schulstandortes Wachtberg beschäftigt, hat ihre Arbeit noch nicht beendet.

So vergeht wertvolle Zeit, ohne dass in der Sache Fortschritte sichtbar wären. Das ist bedauerlich, da viele Schülerinnen und Schüler - und deren Eltern - gerne hier in Wachtberg ein bis zum Abitur führendes Schulangebot nutzen möchten. Pressemitteilung der

UWG Wachtberg

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